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SZ-Bibliothek Metropolen Band 17: Softcore
 
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SZ-Bibliothek Metropolen Band 17: Softcore [Gebundene Ausgabe]

Tirdad Zolghadr , Johann Christoph Maass
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 201 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (14. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866158009
  • ISBN-13: 978-3866158009
  • Originaltitel: Softcore
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 424.286 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Tirdad Zolghadr
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Künstlertypen. Koksen, gucken osteuropäische Pornos, labern postmoderne Floskeln, deren Abgedroschenheit ihnen selbst lächerlich vorkommt. Manchmal machen sie etwas unglaublich lieb- und reizloses, man traut sich nicht, es Sex zu nennen, so uninspiriert ist es. Kunst machen sie eigentlich nicht. Tirdad Zolghadr, auf Englisch schreibender Iraner mit Wohnsitz Berlin, hat mit "Softcore" eine Kolportage geschrieben - dachten wir uns doch, dass es in der Kunstszene so zugeht. So grölt die Volksseele. Aber: Zolghadr geht es überhaupt nicht um Kunst, es geht ihm um Pop. "Softcore" ist eigentlich Popliteratur, und während Christian Kracht den Ennui der Oberschicht zum Thema hat, Dietmar Dath eine längst hohl drehende marxistische Revolutionsästhetik und Thomas Meinecke die gendertheoretischen Aspekte im R'n'B, so dreht sich Zolghadrs schillernder Text um die Eröffnung einer Galerie in Teheran. Dass hier ein exotischer Schauplatz auftaucht, dass man erstaunt ist, den Iran als Ort für zeitgenössische Kunst zu sehen, verrät mehr über den arroganten Blick des Westens als über Zolghadrs tatsächliche Intention. Dass der Iran ein repressives politisches System ist, interessiert in "Softcore" eigentlich gar nicht - bis zum Epilog, der einem allerdings mit umso heftigerer Gewalt in die Magengrube fährt. Denn Tirdad Zolghadr ist weniger harmlos als es den Eindruck macht. (fis) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Kurzbeschreibung

Teheran, ein Vierteljahrhundert nach der Revolution: Ein junger Iraner kommt zurück aus dem Ausland, um das Promessa wiederzueröffnen: In den 70ern eine angesagte Cocktailbar, soll es jetzt Nachtclub und Galerie werden. Ist das im Land der Mullahs möglich? Tirdad Zolghadr schreibt mit Tempo, Witz und Hintergründigkeit über den Kunstbetrieb in Teheran. Seine hellsichtige Satire über die Eröffnung einer Galerie ist zugleich das Zeitporträt einer Generation, die sich für Politik schon lange nicht mehr interessiert, ihr aber ausgeliefert ist.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Politsatire 24. April 2008
Format:Taschenbuch
Tirdad Zolghadr Softcore KiWi

ISBN 3462040065

Tirdad Zolghadr, geb. 1973 als iranisch-amerikanischer Doppelbürger in San Francisco, wuchs in der Schweiz auf, wohin seine Familie nach der iranischen Revolution geflohen war.
Er kennt sich aus in der Kunstszene, in der er als Kurator arbeitet.
In dieser Szene spielt auch sein Roman Softcore, dessen Held ihm ähnlich ist. Softcore bedeutet sinnbildlich Pornofilm oder auch eine spezielle Form von IP Core.
Was immer der Titel besagen will:
mit einem ungeheuren Tempo, geistreich und witzig eröffnet Zolghadr seinen kleinen Roman.
Der Held gleichen Namens kehrt 25 Jahre nach der Revolution für einige Zeit in den Iran zurück, um in Teheran eine Kunstgalerie mit besonderem Charakter zu eröffnen. Es sollen dort Happenings, Lesungen, Videoinstallationen und vieles andere mehr stattfinden. Auf der Suche nach Talenten, Bildern und Geld für die Eröffnung des Promessa, einer ehemals glamourösen Cocktailbar, lernt er das bourgeoise Bürgertum kennen. Alkohol, westliche Kleidung, das Savoir Vivre westlicher Provenienz, französische Philosophie und Islam begegnen sich in einer fast dekadenten Kunstschickeria.
Was er nicht weiß: dass man ungestraft nicht alles darf!
Und so kommt er eines Tages beim Filmen eines schönen Blumenstandes unversehens ins Gefängnis. Denn hinter dem Bild verbarg sich das Gerichtsgebäude, gegen das schon hin und wieder Bombenanschläge verübt wurden.
Überall findet er etwas zu beobachten, so auch während seiner Haftzeit, und könnerisch fügt der Autor ein Erlebnis an das andere. Nach tagelangen Verhören gelingt dem Held die Freilassung und die Vorbereitungen auf die Eröffnung des Promessa gehen weiter. Quer durch die Teheraner Gesellschaft führt der Weg des Protagonisten und im Hinterrund schmieden die Mullahs und Geheimdienste ihre Intrigen.

Die poppige Sprache, die wie ein Feuerwerk daherkommt und einen geistreichen Plot an den anderen reiht, Schlager, Kleidung, Festivals und Lebensart zum Thema nimmt, ist so flott geschrieben, dass man ihm kaum folgen kann.
Die Teheraner Kunstszene ähnelt in vielem der in anderen Metropolen. Am Ende spielt eine hintergründige Politintrige in die Geschichte hinein, und unser Held nimmt indigniert alles hin.

Der Autor befleißigt sich eines spontanen Stils und ist mit detailreichem Hintergrundwissen ausgestattet. Seine Satire zeigt die Stadt Teheran, wie sie wohl wenige kennen.

Tirdad Zolghadr lebt in Berlin und ist in der internationalen Kunstszene überall zu Hause, so dass seine Erzählung auch auf eigenen Erfahrungen beruht.
Der Debütroman von Tirdad Zolghadr wird vermutlich viele begeisterte Leser und Leserinnen finden!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
softcore 2. September 2010
Von stella
Format:Gebundene Ausgabe
Eines habe ich beim Lesen dieses Buches gelernt: Nie wieder ein Buch lesen, dass von Herrn Kristian Kracht von der Süddeutschen Zeitung empfohlen wird. Seit langem habe ich sowas Schlechtes nicht gelesen. Der Autor erweckt den Eindruck dass, er aus dem pubertären Zeitalter nicht hinaus geschlüpft zu sein scheint und nervt permant mit Aufzählungen vom irgendwelchen namhaften Modeartikeln, ob Kleider oder sonstigen Gegenständen. Zeilenweise belästigt er den Leser mit seiner Zahnpasta, Schampoo, Gesichtscreme etc. und mit immer wieder neuen Hinweisen auf Buchtitel, Autoren, Regisseure und Kinofilme. Der Autor möchte den Leser unbedingt glauben lassen wie belesen und kulturbewandert er doch ist. Er erscheint jedoch eher profilierungssüchtig und die zusammenhanglose, geschwollene Artikulation des Buchinnhaltes gibt den Lesern den Rest.
Fazit: Grauenvoller Erguss eines Möchtegernliteraten. Schauderhaft.
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Softcore oder doch Hardcore 24. August 2008
Von Gisela
Format:Taschenbuch
Ein empfehlenswertes Buch für alle die etwas über den Iran erfahren wollen. Teilweise ist der Schreibstil sowas von intellektuell das ich viele Sachen nachschlagen musste um einzelne Zusammenhänge verstehen zu können. Textmarker & Wikipedia & Duden (iranisch/französich) lassen grüßen :o)
Leider hat das Buch ein undurchsichtiges Ende wie ich finde und ist meiner Meinung nach nicht ganz stimmig mit dem Rest!
Fazit:
Gutes Buch,
Etwas zu opullent mittendrin,
Nicht ganz ausgereifter Schlußteil
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