Über die Favelas habe ich schon einiges gehört, das Bandenunwesen, die Armut, und auch wieder die Lebensfreude.
Wie im Nachwort erwähnt, entstand dieses Buch auf Grund von Interviews mit Bewohnern der Favela Cidade de Deus, der Stadt Gottes.
Neugierig wurde ich natürlich auch durch den Spielfilm gleichen Namens.
Was gibt es zum Inhalt zu sagen: viele einzelne Figuren, von denen nur ein paar über das Buch hinweg beschrieben werden, viele tauchen auf, um dann gleich wieder zu verschwinden.
Locke, der Boss, Bene, sein Freund (übrigens nicht so attraktiv und nett wie im Film), Karotte; der Erzähler des Filmes, Busca- Pe ist im Buch nur eine Randfigur.
Die Geschichte hätte auch mit dem Ende anfangen und ganz woanders aufhören können, zu sehr ähneln sich die einzelnen Schicksale, und trotzdem habe ich es verschlungen....
Was sich das Buch hätte sparen können sind zwei besonders ekelhafte Szenen; die mit der Katze und die mit dem Baby. Unnötig, grausam, aber anscheinend dort Alltag.
Insgesamt ein Lesestoff, der fasziniert, verstört, und der wie nicht viele andere Bücher im Gedächtnis bleibt.
Sehr empfehlenswert.
PS.: ja, die Überschrift hab ich von einem anderen Buch "ausgeborgt".