Ich habe das Buch zwar noch nicht komplett durchgelesen, aber um den Inhalt soll es hier auch garnicht gehen.
Paulo Lins ist für mich (neben Bernhard Schlink) der einzige Autor, der es schafft Gefühle so intensiv, persönlich und authentisch zu beschreiben, dass man sich beim Lesen genau wie der Protagonist fühlt.
Ohne jegliche Erwartungen schlug ich das Buch auf und schon nach wenigen Seiten pochte mein Herz schneller und ich bekam eine Gänsehaut, verursacht durch diese leidenschaftliche und detailgetreue Beschreibung.
Wer dieses Buch las könnte danach niemals bezweifeln, dass Paolo Lins selbst in der besagten Stadt aufwuchs und lebte. Noch nie zuvor habe ich soviele Emotionen beim Lesen eines Buches gefühlt. Hinsichtlich des Themas ist es dementsprechend auch nichts für schwache Nerven oder für solche, die gerne die Augen verschließen vor der verdammten Ungerechtigkeit in dieser Welt.
Zum Buch gibt es auch eine Verfilmung, die ich ebenfalls besitze und ebenfalls empfehlen kann. Die Geschichte ist dort natürlich stark auf Filmlänge gekürzt, wodurch einiges an Authenzität verloren geht. Für einen Film behandelt er aber das Wesentliche insgesamt sehr gut.