Gut umgesetzt ist dieses Buch. Das gewöhnlich polarisierende und zwiespältige Thema Lichtnahrung wird umfassend und kritisch beleuchtet. Gleichzeitig wird die Praxis des Sungazing in allen Einzelheiten erklärt.
Was bislang noch niemand so auf den Punkt brachte: Von (Sonnen)Licht zu leben, das ist nicht (nur) die Frage danach, ob einer so ganz ohne andere Nahrung oder gar Wasser auskommt. Leben, das ist viel mehr. Leben ist emotional ausgeglichen zu sein, spirituell erwacht, in Übereinstimmung mit der Welt und anderen zu sein, lieben zu können.
Ich mache Sungazing seit fast einem Jahr und habe dieses Buch sehnsüchtig erwartet, seit ich hörte, dass sich Gitta Peyn der Überarbeitung und Kommentierung annehmen wollte.
Ich wurde nicht enttäuscht. Was an Gerüchten über Manek kursiert, wird aufgeklärt. So steht Sungazing nun ganz für sich und ist befreit von der hässlichen Verfolgung der ewigen "Betrugs-Aufklärer", für die nicht wahr sein kann, was nicht wahr sein darf.
Das Tolle an Sungazing ist, dass jeder, der rausfinden will, ob an Lichtnahrung wirklich was dran ist, das nun für sich ohne Risiko für Leib und Leben klären kann.
Sungazing heißt, einfach jeden Tag für (ansteigende) 10 Sekunden zu den sicheren Zeiten kurz nach Sonnenaufgang oder kurz vor Sonnenuntergang direkt in die Sonne zu sehen. Ich erspar mir die genaue Erklärung der Praxis, die ist selbst für den langsamsten Begreifer im Buch mehr als umfassend dargestellt.
Sehr schön wird mehrfach erläutert, dass Sungazing keine Diät ist und dass es nicht darum gehen darf, auf Doibel komm raus aufs Fasten umzustellen. Alles soll von allein und in Ruhe geschehen. Der Körper muss seinen Umstellungsprozess machen.
Wer das so macht, wird selbst merken, wie viel da dran ist. Ob man am Ende, wie das manche so besonders wichtig finden, wirklich gar nicht mehr anderes als die Sonne essen muss, ist mir persönlich schnuppe. Darum geht's nämlich gar nicht vordergründig.
Viel wichtiger sind die Auswirkungen des Sonnenlichts auf das Gemüt und den Körper. Ich bin mir sicher, dass jeder Sungazer bestätigen wird, dass die von Manek versprochenen Wirkungen, nämlich mentale und körperliche Gesundheit wie das vollständige Verschwinden spiritueller Ignoranz DEFINITIV eintreten. Bei wem das nicht der Fall ist, der wird das wohl nur nachlässig machen und Behauptungen aufstellen, ohne die Praxis zu prüfen.
Klasse fand ich, dass Peyn im Buch nicht nur das Gute herausstreicht, sondern auch das Falsche aufklärt. Sinnigerweise lässt sie dann die bislang entstandenen Falschberichte drin und kennzeichnet sie als solche. Jetzt weiß man wenigstens, woran man ist. So findet man denn im Buch auch "Geständnisse" Maneks, dass er ab und an Kleinigkeiten isst. Dass das aber gar keine Geständnisse sind, sondern dass er mit "Freiheit vom Hunger" was anderes meinte, nämlich die von ihm allgemein bewiesene Fähigkeit, auch ohne andere Nahrung als die Sonne und gutes Wasser auszukommen, ohne dabei gleich zum Fanatiker zu werden, der mit seinen Behauptungen gleich noch andere ins Unglück stürzt.
Langer Rede kurzer Sinn: Das ist ein Lichtnahrungsbuch, das man ernst nehmen muss. Es ist ehrlich, es ist praktisch, und der Gewinn, den man vom Sungazing hat, der ist enorm. Jetzt kann wirklich jeder, der sich danach sehnt, Erleuchtung und Freiheit zu finden, einen völlig ungefährlichen Lichtnahrungsprozess durchmachen.
Kritiker werden sich künftig etwas schwerer damit tun, dem Ganzen die Kraft und den Saft zu rauben, da im Buch ja selbst gesagt wird, was stimmt und was nicht. Gleichzeitig werden damit dann auch die begeistert Naiven geschützt, die sich mit anderen Lichtnahrungswegen selbst schaden, weil sie leichtgläubig allem folgen würden.
Sungazing ist ein tolles Buch. Es stütz die Praxis, die ich echt jedem empfehlen kann.