Marlin Watling beschreibt in seinem Buch "START", wie erfolgreiche Gemeindegründungen in Deutschland heute geschehen kann. Dazu hat er viele Interviews mit Gemeindegründern geführt, stellt exemplarisch Gemeindegründungen (FeG, Vineyard, ICF, landeskirchliche Gemeinschaft) vor und leitet daraus notwendige Punkte für eine Gründung ab.
Wie im Vorwort angemerkt, geht es Watling darum, die aktuelle deutsche Gemeindelandschaft punktuell zu analysieren und deshalb ein Praxisbuch zu schreiben. Hierzu werden eigentlich bekannte Punkte beschrieben: eine Vision bzw. Klarheit, Team, Plan, Evangelisation und Empowerment.
Negativ sind auf den ersten hundert Seiten die geringe biblische Fundierung. Man kann eher sagen, dass sich die psychologischen (hauptsächlich fundiert durch Peter Drucker) umgekehrt proportional zu den biblischen Aussagen verhalten. Auf den restlichen Seiten ändert sich dann das Verhältnis positiv.
Einige Punkte werden meines Erachtens einseitig behandelt. Diese werden oft dann durch Fußnoten von anderen Personen korrigiert. Wahrscheinlich haben nach der Fertigstellung des Manuskripts einige Personen ihre Gedanken zu manchen Punkten geäußert. Eine ganz neue Art Bücher zu schreiben, und eine absolute Stärke von diesem Buch.
Gerade in den Fußnoten stehen oft sehr gute und wichtigen Gedanken von Praktikern und Menschen mit Erfahrungen auf diesem Gebiet und bereichern somit das Buch.
Z. B. wird auf den Seiten 138-140 von Wachstum und Veränderungen gesprochen. Dazu stellt der Autor ein fünf Punkte umfassendes Programm (aus der Marktwirtschaft) vor um diesen Prozess voranzubringen. Wertvoller hingegen finde ich die Fußnote dazu. Diese merkt an, dass das geistliche Wachstum einer Gruppe stark abhängig vom Wachstum des Leiters bzw. des Leitungsteam ist.
Weiterhin werden im Buch einige Graphiken verwendet. Leider in einer schlechten Darstellung, so dass eine genaue Interpretation schwierig ist.
Am Ende des Buches werden einige Übungen geboten, die helfen sollen die einzelnen Kapitel zu vertiefen und zu reflektieren. Eine gute Möglichkeit um mit einer Gruppe über Gemeindegründungen zu reden.
Inhaltlich bringt das Buch nichts neues, jedoch sind einige Fußnoten sehr interessant. Das Buch bekommt von mir drei von fünf Sternen.
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