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Band 12 schließt nahtlos an den Vorgängerroman "Mord am Vesuv" an. Obwohl deutlich älter und würdevoller geworden, lässt Decius es sich nicht nehmen, merkwürdige Todesfälle selbst zu untersuchen. Nicht das beste Buch der Reihe, aber trotzdem unterhaltsam. Obwohl der letzte Absatz des Buches nach Abschied klingt, bleibt für Fans zu hoffen, dass dies nicht der letzte Fall des gewitzten Römers gewesen ist. Für "SPQR-Neulinge" wie immer meine Empfehlung, die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen:
01. SPQR
02. Die Catilina-Verschwörung
03. Der Frevel des Clodius
04. Der Musentempel
05. Tödliche Saturnalien
06. Tod eines Centurio
07. Der Fluch des Volkstribun
08. Die Rache der Flussgötter
09. Die Schiffe der Kleopatra
10. Im Namen Caesars
11. Mord am Vesuv
12. Das Orakel des Todes
Wie gewohnt, gelingt es John Maddox Roberts auch in „Das Orakel des Todes“ ausgezeichnet, die fiktiven Erlebnisse seines Helden mit den historischen Ereignissen zu verbinden. So ist es sehr interessant, Decius Gedanken zum bevorstehenden Bürgerkrieg zu lesen. Seine innere Zerrissenheit, auf welche Seite er sich nun schlagen soll – auf die von Caesar oder die von Pompeius – wird dem Leser sehr gut vermittelt und erzeugt eine besondere Atmosphäre der Angespanntheit. Gleichzeitig aber gibt es, dank Decius` wohlbekanntem Sarkasmus, auch einiges zum Schmunzeln, und für jemanden wie mich, der sich im Studium schon ausgiebig mit dem ersten römischen Princeps Augustus beschäftigt hat, ist es einfach köstlich, wenn Decius den jungen Octavian und späteren Augustus genervt als „schreckliches Balg“ bezeichnet:-).
Im Mittelpunkt des Romans steht aber natürlich der Kriminalfall, der von der ersten bis zur letzten Seite spannend bleibt. Vor Decius türmen sich die Rätsel, Ungereimtheiten und Mordopfer geradezu auf und am Ende löst er den Fall auf unkonventionelle und - nach antiken Vorstellungen - skandalöse Weise.
Fazit: Auch wenn es, wie einige Rezensenten auf dieser Seite schon festgestellt haben, die ein oder anderen kleinen Widersprüche im Vergleich mit den Vorgängern gibt, so ist „Das Orakel des Todes“ doch ein durch und durch unterhaltsamer und spannender Historienroman mit einer sympathischen Hauptfigur.
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