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SPQR I - Ein Krimi aus dem alten Rom - Sonderausgabe Taschenbuch – 2001


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 280 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442552249
  • ISBN-13: 978-3442552245
  • Größe und/oder Gewicht: 11,6 x 2,5 x 18,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (75 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 9.470 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Wie jeden Morgen seit meiner Wahl in die Kommission der Sechsundzwanzig empfing ich den Hauptmann der örtlichen Vigilien in meinem Atrium. Ich bin von Natur aus kein Frühaufsteher, und keine der Pflichten, die mein Amt mit sich brachte, war mir lästiger. Es war noch dunkel, und meine wenigen Klienten ließen sich um diese Zeit noch nicht blicken. Die Truppe der Vigilien hockte verschlafen auf einer Bank an der Wand des Atriums, während mein alter Hausmeister ihnen Becher mit saurem, dampfend heißem und mit Wasser verlängertem Wein servierte.
»Keine Brände heute nacht. Praefect«, wußte der Hauptmann zu berichten. »Zumindest nicht in unserem Bereich.«
»Den Göttern sei Dank«, sagte ich. »Irgendwo sonst?«
»Drüben, in der Nähe der Arena hat es eine Feuersbrunst gegeben. Wir konnten sie von der Kuppe des Viminal deutlich erkennen. Vielleicht brennt es dort noch immer.«
»Aus welcher Richtung kommt der Wind?« fragte ich besorgt. Wenn eines dieser Ollagerhäuser zwischen dem Circus und dem Fluß Feuer fing, konnte bis Mittag die ganze Stadt in Flammen stehen.
»Aus dem Norden.«
Ich stieß einen Seufzer der Erleichterung aus und gelobte, Jupiter eine Ziege zu opfern, wenn er den Boreas heute weiter wehen ließ. »Sonst noch was?«
»Zwei Hauseigentümer haben Einbrüche gemeldet« - der Hauptmann unterdrückte ein Gähnen - »und wir haben eine Leiche gefunden, in der Gasse zwischen der syrischen Apotheke und der Weinhandlung des Publius.«
»Ermordet?« fragte ich.
»Erwürgt. Allem Anschein nach mit einer Bogensehne. Wir haben Publius aus dem Bett geholt und verhört, und er sagte, der Name des Toten sei Marcus Ager und daß er seit zwei Monaten ein Zimmer über der Weinhandlung gemietet hätte.«
»Ein Freigeborener oder ein Freigelassener?« wollte ich wissen.
»Muß sich um einen Freigelassenen handeln, denn ein paar meiner Männer meinten, daß sie in ihm einen thrakischen Dolchkämpfer wiedererkannt hätten, der unter dem Namen Sinistrus aufgetreten sei. In den letzten beiden Jahren hat er allerdings nicht mehr gekämpft. Vielleicht hatte er sich auch genug zusammengespart, um sich freizukaufen.«
»Dann ist es ja kein großer Verlust. Gehörte er zu Macros Bande oder zu einer der anderen?«
»Soweit ich weiß, nicht«, sagte der Hauptmann und zuckte mit den Schultern.
»Das macht mir nur noch mehr Arger. Jetzt muß ich sämtliche Listen der staatlichen Getreideversorgung durchgehen, um festzustellen, ob er seinen Wohnsitz wirklich in diesem Teil der Stadt hatte. Und dann muß ich versuchen, seinen früheren Besitzer ausfindig zu machen. Es könnte ja sein, daß er Anspruch auf den Leichnam erhebt.« Ich halte allgemein nicht viel davon, ehemalige Gladiatoren in die Freiheit zu entlassen. Ein Mann, der Jahre seines Lebens damit verbracht hatte, mit Erlaubnis zu töten, wird sich aller Wahrscheinlichkeit als verantwortungsbewußter Bürger schwertun. Normalerweise verschleudern sie ihre Ersparnisse in den ersten Monaten nach ihrer Freilassung, schreiben sich dann in die Frumentations-Listen ein, bevor sie sich einer Straßenbande anschließen oder sich als Leibwächter für irgendeinen Politiker verdingen.
Trotzdem war ich dankbar, daß es nur einen Mordfall gegeben hatte, in dem ich ermitteln mußte. Nach einer Nacht, in der die Banden unruhig gewesen waren, konnte es durchaus vorkommen, daß ein Dutzend Leichen oder mehr in den Hinterhöfen und Gassen gefunden wurden. Wir hatten gerade die plebejischen Spiele gefeiert, und nach einem großen Fest war die Stadt normalerweise ruhig - für ein oder zwei Tage jedenfalls.
Sie, wer immer Sie sein mögen, müssen sich vorstellen, daß es in Rom, Gebieterin über die halbe Welt, in jenen Tagen etwa so wild zuging wie in einem Dorf von Nilpygmäen. Römische Soldaten sorgten zwar in Hunderten von Städten für Ruhe und Ordnung, aber kein einziger Soldat patrouillierte in den Straßen Roms. Das verbat die Tradition. Statt dessen wurde die Stadt von den Straßenbanden kontrolliert, von denen jede unter dem Schutz einer mächtigen Familie oder eines Politikers stand, für die sie Aufträge erledigten, die sie oft genug mit den Strafverfolgungsbehörden in Konflikt brachten.
Ich entließ die Vigilien in ihren lang ersehnten Schlaf und empfing kurze Zeit später meine Klienten. Ich stand damals ganz am Anfang meiner Karriere, müssen Sie wissen, und hatte daher nur wenige Klienten: ein paar zur Familie gehörige Freigelassene, ein aus der Armee entlassener Soldat aus der Legion, in der ich kurze Zeit gedient hatte, und eine Haushälterin aus einer ländlichen Plebejerfamilie, die traditionell unter dem Schutz der Caecilii stand. Ich hätte genausogut gar keine haben können, aber mein Vater bestand darauf, daß ein Mann, der seine ersten Schritte im öffentlichen Leben machte, ein paar Klienten haben mußte, die ihm jeden Morgen ihre treue Ergebenheit erklärten und ihm so Würde verliehen. Sie begrüßten mich als ihren Patron und fragten, ob ich an diesem Tag ihrer Dienste in irgendeiner Form bedürfe. Es würde noch einige Jahre dauern, bevor ich tatsächlich ein Gefolge von Klienten brauchte, aber so waren eben die Sitten.
Mein Hausmeister brachte ihnen kleine Leckereien, die sie in ihre Tücher wickelten, und dann zogen wir alle gemeinsam los, um meinen Patron zu besuchen. Dabei handelte es sich um meinen Vater, Decius Caecilius Metellus den Alteren, Träger eines uralten und stolzen Namens, der jedoch allerorten als »Stumpfnase« bekannt war, seit sein Gesicht einem cimbrischen Schwert in die Quere geraten war, als er unter General Marius gedient hatte. Er erzählte unaufhörlich von dem Feldzug und hielt den großen Sieg vor allem für sein Verdienst. Manchmal, nach ein paar Krügen Wein, gab Vater zu, daß auch Marius eine gewisse Beachtung verdiene.
Vater, ein alter Römer durch und durch, hielt seinen Hausmeister an einer Kette am Torpfosten. Jedermann konnte erkennen, daß das Kettenglied, das am Knöchel des Mannes befestigt war, nur ein Haken war, den der Mann jederzeit lösen konnte.
»Decius Caecilius Metellus der Jüngere«, verkündete ich, »und seine Klienten sind gekommen, um unserem Patron die Ehre zu erweisen.«
Der Sklave führte uns ins Atrium, in dem sich bereits die anderen Klienten meines Vaters drängten, von denen er einen stattlichen Haufen unterhielt. Er war in jenem Jahr Praetor urbanus, ein sehr würdevolles Amt. In zwei Jahren würde er für das Konsulat kandidieren, und ein Mann, der zahllose weitschweifige Reden zu halten hatte, brauchte eine ansehnliche Schar von Bewunderern. Etliche der an diesem Morgen anwesenden Männer hatten sich ihre Stimme auf Dauer ruiniert, weil sie während Vaters Karriere als Anwalt vor Gericht bei jedem vorgetragenen Argument und jeder spitzfindigen Formulierung in Jubel ausbrachen. Heute war Gerichtstag, also waren Vaters Liktoren da, gestützt auf ihre mit einem Rutenbündel umhüllten Beile. Wenigstens würde Vater in diesem Jahr den Verhandlungsvorsitz innehaben und nicht mehr selbst plädieren - eine große Erleichterung für alle anwesenden Ohren und Kehlköpfe.


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Kundenrezensionen

4.4 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Markus Babak am 31. Januar 2003
Format: Taschenbuch
Die Spannung ist aber nicht das Wesentliche an diesem Krimi. Viel erstaunlicher ist die Tatsache, dass der Autor es gekonnt versteht dem Leser den römischen Alltag und römische Geschichte zur Zeit von Cäsar näher zu bringen.
Sein Protagonist Decius Caecilius Metellus ist ein sympathischer junger Beamter, der pflichtbewusst versucht drei in seinem Bezirk beganne Morde aufzudecken. Im Verlaufe seiner Nachforschungen kommt er mit allen grossen Persönlichkeiten der damaligen Zeit in Kontakt : Cäser, Cicero, Hortalus, ja sogar Pompeius und Crassus sind mit von der Partie.
Nichts weniger als eine Verschwörung auf höchster Ebene steckt hinter all den Morden. Dem Autor gelingt es dadurch sowohl die römischen Riten und Sitten als auch die Bedeutung Roms als Herrscher des Mittelmeerraums in seine Geschichte einzubetten. Zu keinem Zeitpunkt wird die Geschichtsstunde als aufdringlich empfunden.
Jedem, der auf unterhaltsame Art und Weise das grosse und das kleine Rom kennenlernen will, sei dieses Buch angeraten.
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81 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von D. Haardt am 11. August 2002
Format: Taschenbuch
Kein historischer Roman im klassischen Sinne (schon allein aufgrund der Länge von "nur" ca. 265 Seiten Text), aber dennoch, oder gerade deshalb, äußerst lesenswert! John Maddox Roberts versteht es, das politische und das Alltagsleben des Antiken Roms auf flüssige, nicht lehrhafte oder aufgesetzte Art und Weise in seine Romane einzustricken. Sicher, bei einem Roman, der in der Gegenwart spielt, würden wir all die dramatischen Verwicklungen wohl etwas übertrieben finden, aber nachdem Rom eine vergleichsweise kleine Stadt mit einem vergleichsweise kleinen Kreis der Bekannten und Mächtigen war, wirkt dies nicht störend. Es geschehen mehrere Morde in Subura, dem Stadtteil, für den der Praefekt der Vigilien (Polizeikommandant) Decius Caecilius Metullus der Jüngere, Sohn des Praetor urbanus Decius Caecilius Metullus des Älteren, zuständig ist. Bald wird diesem klar, dass die Morde zusammenhängen, und Intrigen und Verrat auf höchster Ebene zum Hintergrund haben. Auch ein Schuss Liebe, Erotik und Dekadenz darf nicht fehlen. Mit Hilfe von zu Freunden gewordenen Bekannten, wie dem griechischen Arzt und Experten für Kampfwunden Meister Asklepiodes und dem kampftüchtigen Ostier Titus Annius Milo, gelingt es Decius, die Verbrechen aufzuklären, nichtsdestotrotz ist das Ende des Buches ganz anders, als man erwarten könnte... Ein leichtes, aber dennoch nicht banales Lesevergnügen - hat mich nicht mehr losgelassen bis ich fertig war! Von der Sprache her fallen dem Leser manchmal Worte auf, die zu modern wirken, aber ansonsten kommt einem der Text authentisch vor, und durch die Rolle des rückblickenden Erzählers können auf der übergeschalteten Ebene historische Erklärungen und Details vermittelt werden, ohne gekünstelt zu wirken. (Anmerkung: Angeblich sind nur die ersten fünf Bände der Serie von dieser hohen Qualität.)
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77 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Christa Fischer am 26. Juni 2002
Format: Taschenbuch
Ich muss es gestehen - ich habe angefangen, die SPQR-Krimis zu lesen, als ich mich auf eine Prüfung zum Thema "Krise und Untergang der römischen Republik" vorbereiten musste. Und geschadet hat es bestimmt nicht. Denn John Maddox Roberts verbindet Fiktion und geschichtliche Fakten so geschickt, dass seinen Krimis (anders als viele andere historische Romane die ich kenne) der schwierige Spagat zwischen Information und Unterhaltung hervorragend gelingt. Durch die Augen des senatorischen Helden Decius Caecilius Metellus sieht man den Alltag der späten römischen Republik und die Intrigen und Wirren bekommen durch die erzählerische Form der Kriminalgeschichte Struktur und werden nachvollziehbar. Roberts arbeitet sowohl den allgemeingültigen Aspekt von Geschichte als auch speziell römische Denk- und Reaktionsmuster heraus und kann das noch mit einer guten Portion Humor krönen.
Das Schöne ist: er hält das eine ganze Reihe von Bänden (von wenigen schwächeren Exemplaren abgesehen) durch und verfolgt so den Untergang der römischen Republik. Sehr empfehlenswert.
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34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von thrasymachos am 5. Februar 2006
Format: Taschenbuch
Ein Krimi aus dem alten Rom – das hört sich ja interessant an! Nach dem Lesen des Buches stellt man fest, dass es das auch ist.
Der Leser erlebt mit einem jungen, aufstrebenden Polizeibeamten die Aufklärung mehrer Verbrechen und sogar einer Verschwörung. Natürlich dürfen auch die Frauengeschichten des Helden nicht fehlen.
Gekonnt werden auch berühmte Persönlichkeiten, wie Caesar oder Cicero in die Handlung mit eingebunden. Man erfährt also allerlei Hintergrundwissen über die Republik im Jahre 70 vor Christus.
Beeindruckend ist, wie man sich auch ohne seitenlange Beschreibungen eines Gebäudes (was leider zu viele Autoren praktizieren) in die Geschehnisse des antiken Roms versetzen kann. Das Buch wird auch nicht durch sinnlose Nebenhandlungen in die Länge gezogen und die ca. 300 Seiten lassen sich sehr schnell bewältigen. Der Autor versteht anscheinend sein Handwerk.
Auch sehr nützlich ist der Anhang: Hier werden etliche Fachbegriffe der römischen Geschichte erläutert. Eine etwas andere Art Geschichtsunterricht!
Eine Warnung ergeht allerdings an alle „reinen“ Krimi-Fans: Diese werden unter Umständen etwas zu kurz kommen.
Allerdings ist das Buch für jeden, der sich auch nur ein bisschen für das alte Rom interessiert, sehr empfehlenswert. Der positive Gesamteindruck wird nur leicht durch die teils etwas holprige Sprache sowie einige Rechtschreibfehler getrübt.
Man wird es kaum erwarten können, auch die Fortsetzungen zu verschlingen. Das macht insgesamt vier Sterne.
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