Aus der Amazon.de-Redaktion
Für verteilte Objekte gibt es verschiedenste Standards, die entweder an eine Sprache gebunden sind oder oftmals komplexe Implementierungen oder schwierig in gängige Infrastrukturen zu integrierende Protokolle nach sich ziehen. Einen einfachen Ansatz zur Lösung dieser Problematik stellt das
Simple Object Access Protocol (SOAP) dar.
Kennard Scribner und Mark C. Stiver haben sich dieser auf XML und HTTP basierenden Technologie angenommen und mit dem SOAP developer's guide in der new-technology-Serie von Markt+Technik eine Entscheidungsgrundlage für diesen sehr jungen Standard erstellt. Mit einer kurzen Vorstellung und einem Vergleich zu anderen Standards beginnend, gehen die beiden Autoren in den folgenden Kapiteln auf die Basis des Protokolls, XML, ein. Weiter behandeln sie verteilte Objekte generell, das Transportprotokoll HTTP und seine Alternativen sowie die Modellierung der Nutzlast in XML.
Nach einer Behandlung von entfernten Methodenaufrufen, SOAP-Implementierungen und der Zukunft von SOAP gehen Scribner und Stiver beispielhaft auf eine SOAP-Implementierung auf Basis von COM ein. Die drei Anhänge führen die SOAP-Spezifikation 1.1, verschiedene Ressourcen zum Thema und neueste Technologien mit SOAP-Unterstützung auf.
Bis auf die fehlende Betrachtung von Java und der von IBM an das Apache-Team übergebenen SOAP-Implementierung ist den beiden Autoren eine praktische Einführung in dieses sehr junge Thema gelungen. Sie erlaubt dem Entscheider oder dem vor einer Entscheidung stehenden Entwickler einen Einblick in diese Technologie und schafft somit eine Grundlage für die Definition einer Entwicklungsstrategie. --Frank Mueller
Kurzbeschreibung
Das Simple Object Access Protocol (SOAP) steht im Mittelpunkt der zukunftsweisenden .NET-Strategie von Microsoft. Wenn Sie als professioneller Software-Entwickler .NET- konforme Anwendungen entwickeln möchten, müssen Sie wissen, wie Sie diese Schnittstelle nutzen können. Dieser Developer‘s Guide erläutert erstmals ausführlich die W3C-SOAP- Spezifikation und zeigt, wie sich bestehende und neue – plattformunabhängige - Applikationen in unterschiedlichsten Umgebungen mit C#, Java und CORBA verwirklichen lassen.