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SEEUNFÄLLE UND KATASTROPHEN VON KRIEGSSCHIFFEN
 
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SEEUNFÄLLE UND KATASTROPHEN VON KRIEGSSCHIFFEN (Gebundene Ausgabe)

von I.M. Korotkin (Autor)
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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2 gebraucht ab EUR 4,99

Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 281 Seiten
  • Verlag: Militärverlag der DDR; Auflage: 4. unveränderte Auflage (1988)
  • ISBN-10: 3327000743
  • ISBN-13: 978-3327000748
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen

Das Seeverhalten und die Fahr- und Kampfeigenschaften von Kriegsschiffen werden während der Erprobungsphase von Schiff und Technik gewöhnlich an Modellen und durch theoretische Berechnungen bestimmt. Das reicht jedoch nicht aus. Beim Bau und während der Erprobung können Leistungsvermögen und geschlossenes Handeln der Besatzungen, wie sie für den künftigen Einsatz des jeweiligen Schiffes notwendig sind, keinesfalls vollständig erfaßt werden. Am gründlichsten werden deshalb die schwachen und starken Seiten eines Kriegsschiffes und seiner Besatzung (MenschTechnik-Verhältnis) im Verlauf der Ausbildung und des Einsatzes in See erkannt. Schwachstellen, sowohl die der Besatzung als auch die der Technik, treten am deutlichsten bei einem Seeunfall zutage. Folglich ist das Studium und die systematische Auswertung des Seeunfallgeschehens eine der effektivsten Methoden, um Güte und Mängel der Kriegsschiffe und ihrer Besatzungen zu erkennen. Das Studium des Seeunfallgeschehens läßt Schlußfolgerungen zur Verbesserung der konstruktiv-technischen Elemente der Kriegsschiffe, ihres Seeverhaltens und ihrer Stand- und Kampfkraft zu. Außerdem können wertvolle Erkenntnisse zur Vervollkommnung der Ausbildung, zur Festigung der Disziplin und zur Verbesserung der Dienstorganisation an Bord gewonnen werden.

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3.0 von 5 Sternen Einseitige Faktensammlung aus dem Kalten Krieg, 11. November 2009
Dieses im russischen Original 1977 in der Sowjetunion erschienene Buch widmet sich der faktenbasierten Untersuchung von Unfällen und Katastrophen auf Überwasserkriegsschiffen, die sich noch einmal in Brände und Eplosionen, Kollisionen sowie Grundberührungen und Sturmschäden untergliedert. Aber: dies ausschließlich auf Schiffen (Zitat) "kapitalistischer Flotten" des Zeitraums ab etwa 1930 . Die Gründe für diese Geheimniskrämerei liegen auf der Hand. Offiziell gab es im eigenen Militärbereich keine Unfälle, erst in den letzten Jahren nach den politischen Veränderungen sind viele Desaster in Schiff-, Luft- und Raumfahrt des ehemaligen Ostblocks publik geworden. In puncto Vertuschung wurde damals - offiziell aus Eigenschutz vor westlicher Spionage - ganze Arbeit geleistet.

Ein Buch, das so politisch kontaminiert daherkommt, muss man also mit Vorsicht genießen. Äußert doch der Autor selbst im Vorwort wie folgt:

"Ursachen für eine Reihe von Seeunfällen war auch der niedrige politsisch-moralische Zustand, die psychologische Labilität der Männer sowie ein nachlässiges, bisweilen verantwortungsloses Verhalten gegenüber den eigenen Pflichten. Das ist für viele Schiffe kapitalistischer Flotten charakteristisch. ... Obgleich die Erfahrungen kapitalistischer Flotten behandelt werden, können sie auch für unsere Flotten nützlich sein. Hierbei ist jedoch der hohe politisch-moralische Zustand unserer Seeleute und das in den brüderlich verbundenen sozialistischen Seekriegsflotten bestehende gegenseitige Vertrauen zwischen Matrose und Offizier zu beachten"

Zitat Ende. Das ist Kalter Krieg pur und blendet den auch in den eigenen Reihen durchaus vorhandenen Schlendrian geradezu grotesk aus. Trotz alledem: sieht man von diesen ärgerlichen Dingen einmal ab, erhält man durchaus ein sehr faktenreiches, in vielen Fällen auf westlichen Quellen (z.B. "Jane's Fighting Ships") beruhendes Kompendium verschiedenster Schiffsunfälle und -katastrophen, das natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann. Prominente Ereignisse, wie die Explosion auf dem US-Flugzeugträger "Forrestral" (1967) wechseln sich mit wenig bekannten Namen und Daten ab. Dem Buch ist ein umfassender Schlußfolgerungs- und Analyseteil, Tabellen mit einer Unfallübersicht, Anmerkungen des deutschen Bearbeiters, ein Verzeichnis der Abkürzungen und eine ausführliche Literaturliste angefügt.

Eigentlich ein interessantes und mit zahlreichen Fotografien versehenes Werk zu einem eher wenig beachteten Thema, dennoch mit schwerem ideologischen Ballast behaftet, was die Wertung einfach ins Mittelfeld sinken lassen muss.
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