Produktbeschreibungen
Das Seeverhalten und die Fahr- und Kampfeigenschaften von Kriegsschiffen werden während der Erprobungsphase von Schiff und Technik gewöhnlich an Modellen und durch theoretische Berechnungen bestimmt. Das reicht jedoch nicht aus. Beim Bau und während der Erprobung können Leistungsvermögen und geschlossenes Handeln der Besatzungen, wie sie für den künftigen Einsatz des jeweiligen Schiffes notwendig sind, keinesfalls vollständig erfaßt werden. Am gründlichsten werden deshalb die schwachen und starken Seiten eines Kriegsschiffes und seiner Besatzung (MenschTechnik-Verhältnis) im Verlauf der Ausbildung und des Einsatzes in See erkannt.
Schwachstellen, sowohl die der Besatzung als auch die der Technik, treten am deutlichsten bei einem Seeunfall zutage. Folglich ist das Studium und die systematische Auswertung des Seeunfallgeschehens eine der effektivsten Methoden, um Güte und Mängel der Kriegsschiffe und ihrer Besatzungen zu erkennen.
Das Studium des Seeunfallgeschehens läßt Schlußfolgerungen zur Verbesserung der konstruktiv-technischen Elemente der Kriegsschiffe, ihres Seeverhaltens und ihrer Stand- und Kampfkraft zu. Außerdem können wertvolle Erkenntnisse zur Vervollkommnung der Ausbildung, zur Festigung der Disziplin und zur Verbesserung der Dienstorganisation an Bord gewonnen werden.