In den Niederlanden werden sie Poffertjes genannt. In Dänemark heißen sie
Ebelskivers und in Deutschland
Berlini oder Pförtchen. Die Rede ist von einem in Butter herausgebackenen, kleinen und etwas dickeren, Pfannkuchen-ähnlichem Gebäck, für welches man solch eine Pfanne benötigt. Welche Variationsmöglichkeiten es dabei gibt, wird ausführlich von Kevin Crafts in seinem Buch
Berlini dargestellt. Aber aufgepasst: die dort angegebenen Mengen stimmen nicht ganz mit dieser Pfanne überein! Anstelle von drei EL pro Pförtchen reicht mir zB 1 EL!
Zur Pfanne - Das Wichtigste: Sie ist nicht ganz plan! Womit ich sagen will: sie liegt nicht komplett eben auf.
Erst wollte ich sie zurückschicken, habe mich dann aber doch erst einmal für den Praxistest entschieden, und der war positiv. Sicherlich wird die Pfanne in der Mitte heißer und die Berlini bräunen dort schneller, aber darauf kann man sich sehr schnell einstellen. Waren die ersten zwei, drei Teiglagen noch etwas sehr dunkel, so ging es danach immer besser. Alles nur eine Frage der Erfahrung.
Die Pfanne heizt sich sehr schnell auf, gebacken habe ich die Pförtchen dann bei mittlerer Hitze. Wichtig: jedes Mal mit zerlassener Butter einstreichen bevor man den Teig einfüllt. Der Pinsel sollte aber auf jeden Fall hitzebeständig sein, sonst passiert Ihnen das selbe wie mir, dass die Borsten anfangen zu schmelzen oder zu verklumpen wie auch immer man das ausdrücken will.
Die REINIGUNG ist denkbar einfach: ein oder zwei Blatt von der
Küchenrolle und auswischen. Auf gar keinen Fall gehört die Pfanne in die Spülmaschine. Mit Wasser sollte man vorsichtig sein wg Rostbildung. Insbesondere auf der Unterseite ist dieser nur schwer zu entfernen aus den Vertiefungen. Also besser gar nicht erst rostig werden lassen.
Für die Statistiker unter uns: Der Durchmesser der Pförtchen-Vertiefungen beträgt ca. 5 cm, die Höhe ca. 2 cm.
ACHTUNG: Unbedingt einen
Ofenhandschuh benutzen, wenn man die Pfanne während des Berlini/Aebleskiver/Poffertjes-Backens anfassen will! Der Stiel ist heiß!
Mein Fazit:
Eine klasse Sache.
Bin begeistert.
Dennoch, beim nächsten Mal würde ich mich für eine größere Pfanne entscheiden, wo man mehr als nur einen EL in die Pförtchen füllen kann, um auch
die gefüllten Variationen von Kevin Crafts auszuprobieren.
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Nachtrag vom 4. April:
Habe zuvor leider die der Pfanne beigelegte Pflegeanleitung übersehen (in insgesamt 13 Sprachen: D, DK, EE, ES, FI, FR, GB, LV, N, NL, PL, RU, S). Darin steht, dass die Pfanne bereits mit Speiseöl vorbehandelt ist, um das komplizierte Einbraten zu vermeiden. Man soll sie mit lauwarmen Wasser abspülen und abtrocknen. Danach könne sie direkt auf dem Herd verwendet werden. Sie ist im Backofen nutzbar. Man soll die noch warme Pfanne mit heißem Wasser und Spülbürste reinigen oder einfach mit Haushaltspapier auswischen. Danach abtrocknen: am besten indem das Gefäß auf die noch warme Kochplatte gestellt wird (das ist wirklich ein guter Tipp ;-) Die Pfanne ist nicht zur Aufbewahrung von Speisen geeignet, da sie aus Gusseisen ist. Sie kann leicht rosten und die Speisen können sich verfärben. Ggf. erneut mit Speiseöl einreiben. ... So und jetzt kann ich die Pflegeanleitung in die Ablage P geben, weil hier alles Wissenswerte steht. Viel Spaß beim Krapfen backen!