In ihrer musikalischen Komplexität gegenüber der Vorgängerin wesentlich weiterentwickelt, doch bei Weitem nicht so düster wie ihre beiden Nachfolgerinnen kommt Sie daher, diese zweite, im Jahre 1913 uraufgeführte Symphonie Franz Schmidts. Und auch wenn sich ein gewisser Einfluss Richard Strauss' nicht verleugnen lässt, so ist doch auch hier die Tonsprache unverkennbar die dem Komponisten eigene: Zarte Streicher- und Holz-Lyrismen wechseln sich ab mit gewaltigen Passagen, in denen der gesamte, groß besetzte Orchesterapparat zu seiner vollen Geltung kommt.
Vassily Sinaisky gelingt es mit den Malmöer Symphoniker, das ganze farbige Funkeln dieser sommerlich-schillernden Musik wiederzugeben. Wenn notwendig, hält er das Orchester zurück, um es anschließend mit dem dazu notwendigen Drive voranzutreiben und mit vollem Blech auftrumpfen zu lassen.
Eine hervorragende Aufnahme, zumal die "Fuga solemnis" (für Orgel, jeweils sechs Hörner und Trompeten, drei Posaunen, Tuba, Pauken und Tamtam) als prächtige Zugabe den Hörer sowohl in ihrer Stringenz als auch in ihrer Opulenz mindestens genauso in den Bann zu ziehen weiß wie die Symphonie!