Mit eher mittleren Erwartungen ging ich an die Demo von SCAR (Squarda Corse Alfa Romeo), einem Rennspiel, in dem man sich als Fahrer von verschiedenen Alfa Romeo Wagen auf einer ganzen Reihe abwechslungsreicher Strecken (Vom Hockenheimring über die Toscana zu Mailand) beweist. Grafisch kann das Spiel weder besonders überzeugen noch mindert es den Spielspaß - ein Schadensmodell ist vorhanden und die Umgebungsgrafik gelungen.
Vom Gameplay her weiß SCAR aber in allen Belangen zu überzeugen: Die gute, aber herausfordernde Steuerung sowie der respektable Schwierigkeitsgrad fordern und motivierenen.
Ferner gibt es ja noch die innovative, rollenspielartige Fähigkeitenverbesserung, welche sich im Spiel selber als durchaus interessantes Element erweist. Beispielsweise wären da die Werte "Fahrerkondition" und der "Tiger-Effect" (Bei letzterem kann man je nach Fähigkeit die Zeit kurz zurückspulen, um Fehler rückgängig zu machen).
Die Fahrerkondition steht für den Wert, den auch jeder Computergegner hat, nämlich die Ausdauer, wenn ein Fahrer dicht auffährt und seinen Vordermann dadurch nervös macht. Bei zunehmender Erschöpfung verschwimmt dann die Sicht für einen Moment, was nicht nut gut aussieht sondern auch realistisch zu Fehlern verleitet - Bei der KI wie beim Spieler selber. Dieses recht unkonventionelle Feature bringt zusätzlich Spannung und Spieltiefe in die wirklich sehr guten Rennen.
Der große Nachteil von SCAR ist dagegen vor allem der Mehrspielermodus, denn dort gibt es nur die Splitscreen-Variante.
Trotzdem kann ich jedem, der sich nur ansatzsweise für das Renngenre interessiert, das Ausprobieren der Demo ans Herz legen, denn ansonsten entgeht dem Spieler mit SCAR ein wirklich Rennspielgeheimtipp, der mit extrem abwechslungsreichen und spannenden Rennen aufwartet.