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Allerdings werden diese Global Player hier eher in einem Reihenhaus als in einer Garage gegründet. Und dieser Gartenzwergidylle scheint auch der Autor in seinem Buch SAP -- die heimlich Softwaremacht aufgesessen zu sein. Zu glatt und spannungsneutral beschreibt Gerd Meissner den Werdegang der Walldorfer. Trotz umfangreicher Recherche und dem -- durchaus gelungenen -- Bemühen, das Buch auch dem Computer-Laien verständlich zu machen, hat Meissner deshalb wenig Chancen auf einen Bestseller.
Retrospektiv verklärt, vermag ja hier und da ein kleiner Heiligenschein für die Hauptdarsteller dem Genre der Erfolgsstories nicht zu schaden. Aber Meissner erweckt zu schnell das Gefühl, ja keinem der Protagonisten weh tun zu wollen. Kritik aber auch am Heyne-Verlag. Er ließ mit Drucklegung 1999 ein Copyright des Jahres 1997 und entsprechendes Datenmaterial nicht nennenswert aktualisieren.
Fazit: Leser, die Höhen und Tiefen eines bemerkenswerten Unternehmenswerdeganges ausloten wollen, bleiben dramaturgisch auf der Strecke. Jene aber, die mit SAP zu tun haben, sich für die Geschichte der Computerei in den letzten drei Jahrzehnten interessieren und vielleicht aus eigener Berufsgeschichte heraus auch noch die Hauptdarsteller kennen, finden akzeptablen Stoff. --Horst-Joachim Hoffmann -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Das Buch ist aber größtenteils spannend geschrieben und
liest sich flüssig.
Gerd Meissner beschreibt die Entwicklungsgeschichte von SAP. Wie sich die Firmengründer von ihrem alten Arbeitgeber IBM lösten, um eigene Wege zu gehen. Wie sich der erste Kunde der neugegründeten Firma bereiterklärte, daß auf seinen Rechnern auch die Programmentwicklung für die weitere Vermarktung durchgeführt werden darf.
SAP weiß, was sie an ihren Mitarbeitern hat und die Mitarbeiter wissen, was sie an ihrer Firma haben. Es scheint tatsächlich die Firma in Deutschland zu sein, in der sich die Mitarbeiter am deutlichsten mit ihrer Firma identifizieren. Stempeluhren sucht man vergebens, die Mitarbeiter arbeiten gerne und können sich dazu die am besten passende Zeit aussuchen. Die Entwicklung neuer Software erfordert Kreativität und die kann man nicht erzwingen. Der Ton ist umgänglich und teamorientiert. Und in der familiären Unternehmensführung findet sich der Geist der Unternehmensgründer wieder, die immer noch mehrheitlich das stimmberechtigte Aktienpaket innehaben.
SAP ist ein Boom, der in die Zeit paßt. Weltweit schlägt das Herz der Wirtschaft mit SAP. Es bleibt abzuwarten, wie die weiteren Entwicklungen den bisherigen Erfolg tragen werden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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