SAP ist das Synonym für erfolgreiche Software. Der kometenhafte Aufstieg und Erfolg ist lange Zeit von der Öffentlichkeit überhaupt nicht beachtet worden. Erst Gerüchte und skandalträchtige Titelstories haben für einen größeren Bekanntheitsgrad der dann bereits riesigen Firma geführt. Ohne ihre Standardapplikationen läge die Weltwirtschaft danieder. Alle großen Konzerne bauen ihre kaufmännischen und logistischen Abläufe auf die SAP-Software. Und kleinere Unternehmen, die mit ihren großen Geschäftspartnern kompatibel im Datenaustausch sein möchten, setzen ebenfalls auf die Software aus Walldorf.
Gerd Meissner beschreibt die Entwicklungsgeschichte von SAP. Wie sich die Firmengründer von ihrem alten Arbeitgeber IBM lösten, um eigene Wege zu gehen. Wie sich der erste Kunde der neugegründeten Firma bereiterklärte, daß auf seinen Rechnern auch die Programmentwicklung für die weitere Vermarktung durchgeführt werden darf.
SAP weiß, was sie an ihren Mitarbeitern hat und die Mitarbeiter wissen, was sie an ihrer Firma haben. Es scheint tatsächlich die Firma in Deutschland zu sein, in der sich die Mitarbeiter am deutlichsten mit ihrer Firma identifizieren. Stempeluhren sucht man vergebens, die Mitarbeiter arbeiten gerne und können sich dazu die am besten passende Zeit aussuchen. Die Entwicklung neuer Software erfordert Kreativität und die kann man nicht erzwingen. Der Ton ist umgänglich und teamorientiert. Und in der familiären Unternehmensführung findet sich der Geist der Unternehmensgründer wieder, die immer noch mehrheitlich das stimmberechtigte Aktienpaket innehaben.
SAP ist ein Boom, der in die Zeit paßt. Weltweit schlägt das Herz der Wirtschaft mit SAP. Es bleibt abzuwarten, wie die weiteren Entwicklungen den bisherigen Erfolg tragen werden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)