Zuerst war ich echt überrascht, dass - nach Band Nr. 7 - der nächste Teil so zeitnah erschienen ist. Herr Kalugin, der ja Autor von Band 6 war, durfte sich wieder verewigen. In Tödliche Sümpfe hatte der Autor ja etwas zäh die Geschichte mit dem Sumpfdoktor erzählt. Auch im aktuellen Band bleibt Aleksej Kalugin "medizinischen Aspekten" treu. So heißt unser neuer Held nämlich - wie ein Zierfisch - einfach Guppy. Der richtige Name ist Gwynplaine. Weitere Stalker heißen Speck und Fliege. ...und Shrek spielt auch eine Rolle. Auch gibt es ein neuartiges Gerät, was selbstständig Krankheiten analysiert. Hier enden nun die Parallelen zum Band 6.
Nun zur eigentlichen Story. Mal wieder muss unser Held eine Gruppe durch die Zone begleiten. Guppy, ein Glückspilz, der viele einzigartige Artefakte findet und sich die Routen genauestens merken kann, gerät in einen Hinterhalt. Zwei abenteuerliche Amerikaner (Shrek und Gates), zwei von Monolith, einer vom Sünder-Clan und deren Helfer wollen ins Zentrum der Zone. Leider sind die Jungs etwas unbeholfen, um nicht zusagen dumm. Guppy wird nett" aufgefordert, dem "Himmelfahrtskommando" beizutreten und auf geht's in den ersten Kampf. Man kann sich denken, dass während der weiteren Geschehnisse, Einer nach dem Anderen das Zeitliche segnet. Nachts wird, aus einem als Nachtlager ausgehobenen Erdloch, ein Hunderudel unter Beschuss genommen. Danach geht's zu einem verlassenen Bauernhof. Hier trifft man auf einen Pseudogiganten, Pseudokreaturen, Blutsauger und einen Kontrolleur. Danach geht's durch eine Raumanomalie zur allseits bekannten Toten Stadt mit Ihren Scharfschützen. Hier nun - meiner Meinung nach - der erste literarische Schnitzer des Romans. Wie aus dem Nichts taucht eine Person, der "Journalist" auf. Er gehört zur Spezies der Kaputten. Wie im richtigen Leben, wissen und kennen Journalisten Alles und Jeden! So auch unser Journalist. Er kennt zufällig den Weg durch die Stadt hin zum Roten Wald und zum Radar. Nun kommt das "spannende Ende", auf das ich an dieser Stelle aber nicht weiter eingehen will.
Fazit:
Der Titel "Bis zum bitteren Ende" lässt darauf schließen, dass es mit den Fortsetzungen der Reihe nun ein Ende hat. Das Buch ist für Fans der Reihe/des Spiels ein "Must buy". Neueinsteiger sollten vielleicht erst einmal andere Teile lesen. Herr Kalugin ist es mit dem aktuellen Buch gut gelungen, die Spannung dem Leser zu vermitteln, auch wenn das Ende etwas trist ist. Im Gegensatz zu Band 6 ist nun auch echt was los. Leider läuft sich die Story (Stalker geht mit Leuten durch die Zone und beseitigt Zonenkreaturen) langsam aber sicher tot! Wie wäre es zum Schluß mit einem netten Dreiteiler, indem noch einmal alles schön beleuchtet wird? Band 1-3 waren ja auch ein "vernünftiger Aufmacher" und schließlich haben wir nächstes Jahr ja am 26.04. den 25. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl.