Meinung:
Nach einigen Monaten folgt nun die Fortsetzung Mixtur aus Science Fiction und gespickten Mystery-Inhalten. S.I. Synthetic Intelligence ist scheinbar ein verworrenes Hörspiel, das sich aus einzelnen Puzzlestücken langsam zusammen setzt und ernsthaft gehört, eine eindrucksvolle Story bietet. Also bleibt auf jeden Fall dran. Es lohnt sich.
Gerade noch dem Bett entstiegen, weiß Elliot Meister (Florian Halm) nicht wo er sich befindet. Ein Schleier eines grauen undurchsichtigen Nebels, der Kälte in sich trägt, wallt um ihn auf. Elliot erwacht wie erstarrt in der Knotenwelt auf, die er einst mit geformt hat und dennoch den Unholden gehört. Elliot trifft in der Knotenwelt auf seinen verschwundenen Vater, der ihn einen Teil der Folge begleitet. Durch ein zweitweilieges Aufblitzen einer immer stärkeren Sehnsucht nach Menschen, die Eliot liebt und denen er nahe steht, sieht er sogar seine Schwester Daniela (Melanie Mannstein) wieder, die mit einem Kopfschuss niedergestreckt wurde.
Doch zurück zu den Unholden. Ole Pfennig spielt übrigens die Rolle eines Unholdes. Die Unholde sind das Übel, was die Welt verändert hat und von denen Eliot in den verschiedenen Realitäten gejagt wird. Immer tiefer dringt Elliot in den wallenden Nebel zurückliegender Erinnerungen und durch die Hilfe von Micha (Norbert Gestell), der schwer gebeugt und der Last des Lebens nicht gewachsen zu sein scheint, wird Elliot zu den Seelenspiegeln geführt. Die Seelenspiegel sollen mehr Klarheit ins Dunkel bringen.
Die Erkenntnis, die von den Seelenspiegeln gezeigt wird, treffen Eliot wie einen Lichtblitz, der die Finsternis vorübergehend aus ihm vertreibt. Die Erinnerungen treten aus den Schatten seiner eigenen Seele! Wunderbar beschrieben schafft es der Autor durch Eliot diese Szene packend umzusetzen und einige gravierende Fragen rund um die Serie zu beantworten, auf die ich schon gewartet habe und der Serie mehr Gehalt verpassen.
Florian Halm, Walter von Hauff, Melanie Manstein, Gerhard Acktun, Ole Pfennig, Torsten Münchow und Norbert Gastell sind die Sprecher dieses Hörspiels, die wieder gute Arbeit geleistet haben. Die Musikeinspielungen, die aus dieser Folge noch mehr Dramatik herzauskitzelt, haben mir zusätzlich gut gefallen.
Taumelnd, von Erkenntinis und Entsetzen gezeichnet und doch von Hoffnung getragen, wird sich Elliot uns vermutlich auch weiterhin in den Folgen von Synthetic Intelligence präsentieren. Ich bin sehr gespannt!
Fazit:
Eine gute Folge mit einer aufgestoßenen Seelentüre von Elliot, die mich 47 Minuten lang und darüber hinaus abermals in ihren Bann gezogen hat.