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S.E.T.I.: Die Suche nach dem Außerirdischen
 
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S.E.T.I.: Die Suche nach dem Außerirdischen [Gebundene Ausgabe]

Wabbel Tobias Daniel , Arthur C. Clarke , Douglas Preston
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Beust (September 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3895300802
  • ISBN-13: 978-3895300806
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 780.260 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Tobias Daniel Wabbel
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Seit einem ersten 2.000-Dollar-Projekt im Jahre 1960 sind Astronomen damit beschäftigt, den Sternenhimmel nach Signalen von möglichen außerirdischen Zivilisationen abzusuchen. Und obwohl echte Ergebnisse weiter auf sich warten lassen, regt das Forschungsprojekt S.E.T.I. bis heute die Vorstellungskraft vieler Menschen an. Sind wir allein im Universum? Diese Frage wird von vielen als so bedeutsam empfunden, dass auch bei weiterhin ausbleibendem Erfolg die Suche nach Außerirdischen als eine fundamental wichtige Aufgabe der Wissenschaft angesehen wird.

Will man ein Buch über S.E.T.I. herausgeben, dann steht man unweigerlich vor dem Problem, dass es nur wenige wissenschaftliche Fakten gibt, über die man berichten könnte. Die von Tobias Wabbel zusammengestellten Beiträge nähern sich dem Projekt auf ansprechende Weise: Die Analysen und Spekulationen namhafter Wissenschaftler sind vermischt mit Kurzgeschichten nicht minder bekannter Science-Fiction-Autoren, die mögliche Begegnungen mit Außerirdischen beschreiben.

Doch wie wahrscheinlich ist Leben im Universum überhaupt? Mit dieser Frage beschäftigt sich der erste Teil des Buches in vier Beiträgen namhafter Wissenschaftler, wie z.B. John Barrow oder Stephen Hawking. So spekulativ deren Antworten auch sind, so betreiben die Autoren doch eine ernsthafte Analyse aller bekannten Fakten und die Ergebnisse und Gedankengänge sind faszinierend. Im zweiten Teil werden die technischen Aspekte der Suche beschrieben. Der Herausgeber Tobias Wabbel schildert die Entwicklung von der Erfindung des Radios bis hin zu den leistungsstarken Radioteleskopen unserer Zeit und dem Verlauf des Projektes SETI. Anthony Hewish erzählt, wie ein vom ihm konstruiertes Teleskop 1967 erstmals intelligent wirkende Signale empfing, und Timothy Ferris analysiert, welche Möglichkeiten interstellarer Raumfahrt und Kommunikation wir realistischerweise haben.

Der folgende Teil ist in der Thematik sogar noch spekulativer: Der Kontakt ist da -- wie werden wir reagieren? Dies ist vor allem die Stunde der Science Fiction, und die Kurzgeschichten von Jack McDevitt Allen Steele, Ben Bova zeigen, dass der Fantasie hier keine Grenzen gesetzt sind. Eindrucksvoll ist aber auch der Artikel der Psychologen Albert Harrison und Joel Johnson, die eine Prognose abgeben, wie sich die Signale außerirdischer Intelligenzen auf unsere Gesellschaft auswirken könnte.

Die Beiträge sind allesamt leicht lesbar und verstehbar. Zu bemängeln ist höchstens, dass kein Exobiologe mit einer evolutionstheoretischen Sichtweise zu Wort gekommen ist. Doch ansonsten wird die Mischung aus Wissenschaft, Spekulation und Fiktion sicherlich jeden faszinieren, der schon einmal sehnsüchtig und rätselnd zum Sternenhimmel aufgeblickt hat. --Birgit Will

Spektrum der Wissenschaft

Furcht erregende Aliens oder kosmische Brüder? Sind die Außerirdischen skrupellose Eroberer neuer Welten oder friedliche, ethisch hoch entwickelte Nachbarn, die uns an ihrem überlegenen Wissen teilhaben lassen wollen? Senden sie Funkbotschaften auf der 21-cm-Linie des Wasserstoffs oder reisen sie in riesigen Raumschiffen an und lassen sich durch Wurmlöcher in Raum und Zeit fallen? Vielleicht spionieren sie schon jetzt mit kleinen Robotsonden in unserem Sonnensystem. Oder aber: Es gibt sie gar nicht, und Leben ist nur ein unwiederholbarer kosmischer Zufall.

In diesem Buch sind über zwanzig Essays und Kurzgeschichten meist namhafter Autoren versammelt. Naturwissenschaftler und Science-Fiction-Schriftsteller, vom Astrophysiker Stephen W. Hawking über den Astronauten Ulrich Walter bis hin zu Arthur C. Clarke, Autor des Klassikers "2001 - Odyssee im Weltraum", stellen Vermutungen über Fragen an, die, obwohl zum Teil bereits in der Antike gestellt, immer noch unbeantwortet sind.

Noch im Jahr 1835 ließen sich die Leser der "New York Sun" von Berichten über freundliche, engelhafte Fledermausmenschen narren, die ein neu entwickeltes Teleskop auf dem Mond entdeckt habe. Doch 1922 wurde es ernst: Guglielmo Marconi, Nobelpreisträger für seine Pionierarbeit zur Übertragung von Radiowellen, versuchte als Erster, Radiosignale einer Zivilisation auf dem Mars aufzufangen. Die moderne Suche nach außerirdischer Intelligenz (search for extraterrestrial intelligence, Seti) begann 1959, als der Astronom Frank Drake ein Radioteleskop auf die rund zehn Lichtjahre entfernten Sterne Tau Ceti und Epsilon Eridani ausrichtete. Das 1984 gegründete und zunächst mit Nasa-Geldern finanzierte Seti-Institut in Kalifornien widmet sich seit 1994 mithilfe privaten Kapitals der Suche nach Außerirdischen (Spektrum der Wissenschaft 1/2002, S. 109).

Das Ergebnis ist bekannt: Der Kosmos produziert, soweit wir wissen, auf allen Wellenlängen nur natürliches Rauschen. Lediglich der ein oder andere Fehlalarm, ausgelöst durch regelmäßige Signale von Quasaren oder vorbeifliegenden Flugzeugen, brachte die Forscherherzen kurzzeitig aus dem Rhythmus. Ein einziges kosmisches Signal aus dem Sternbild Schütze von wenigen Sekunden Dauer scheint nichtnatürlichen Ursprungs gewesen zu sein. Aufgezeichnet im August 1977, wurde es nie wieder empfangen und ist bis heute ungeklärt.

Was also bringt Wabbels Buch Neues zum Thema? Leider nichts. Die Autoren tauschen, wenn auch teilweise in Exklusivbeiträgen, altbekannte Argumente aus. Warum zum Beispiel haben uns noch keine Außerirdischen aufgesucht? Weil die Gesetze der Physik die Überwindung der Raumzeit verbieten, weil die Außerirdischen kein Interesse an unserer wenig entwickelten Rasse haben, weil es sie überhaupt nicht gibt. Oder weil das Zeitfenster für die Kontaktaufnahme zu kurz ist, denn jede fortgeschrittene technologische Zivilisation sprengt sich, kaum hat sie das Radio erfunden, selbst in die Luft.

Den Beiträgen fehlt die Aktualität. Die reichen Wasserfunde überall im Kosmos, Grundvoraussetzung für die Entstehung von Leben, wären einer Erwähnung ebenso wert gewesen wie die Entwicklung neuer Teleskope, mit denen wir den Außerirdischen näher auf den Leib rücken können. Auch die Genforschung, die zur zentralen Frage Auskunft geben kann, mit welcher Wahrscheinlichkeit Leben irgendwo im All überhaupt entstehen kann, bleibt praktisch außen vor. Dankenswert immerhin eine kleine Einführung in die Statistik sehr seltener Ereignisse wie eben der Entstehung von Leben: Sie hilft, die überwältigende Komplexität des Problems besser zu erfassen.

Viel Unfug und manche haarsträubende Einlassung hat Eingang in das Buch gefunden. Stephen Hawking fordert unwidersprochen, die Menschheit müsse ihre Nachkommenschaft endlich auf breiter Front mit gentechnischen Korrekturen veredeln. Zeitverschwendung sei es, darauf zu warten, dass uns die Darwin'sche Evolution intelligenter und gutwilliger mache. Auch der Vision des Astronomie-Professors Joseph Silk ließe sich einiges entgegensetzen: Keinem machtvolleren Zweck könne die Forschung dienen, als das Gewebe von Raum und Zeit auseinander zu reißen.

Dem Herausgeber selbst, einem dreißig Jahre alten Seti- und Science-Fiction-Fan, entgleitet die Einleitung, wenn er in fehlgegangener Ironie über die angemessene Gestaltung des Erstkontakts sinniert ("Draufhauen: ja oder nein?"). Seiner kruden Kurzgeschichte, in der ein "Playboy"-lesender Bischof und päpstlicher Privatsekretär unheilige Drohworte gegen heranrückende galaktische Armeen ausstößt, folgt zum Ausgleich ein theologischer Essay eines Professors der päpstlichen Universität Rom. Die Außerirdischen seien vermutlich der Erbsünde unterworfen, nicht aber einem Heilsversprechen. Der christliche Glaube sei jedoch problemlos mit der Existenz von Außerirdischen vereinbar, die katholische Kirche nehme bezüglich dieses Punkts zurzeit eine abwartende Haltung ein.

Einige Texte immerhin sind der Lektüre wert. Brian Aldiss, ehemaliger Buchhändler und Autor der Drehbuchvorlage für Steven Spielbergs "Artificial Intelligence", erinnert an den uralten und stets enttäuschten Drang der Menschen, im Unbekannten das Göttliche zu suchen. Und Allen M. Steele liefert statt eines Sittenbildes kleiner grüner Männchen lieber eine Analyse der modernen Gesellschaft. Die Nachricht vom ersten Kontakt mit außerirdischen Intelligenzen würde, so prophezeit er, die gesamte Menschheit erstarren lassen. "Und dieses Gefühl würde ungefähr fünf Minuten lang anhalten. Vielleicht zehn, wenn nichts anderes geschieht. Fünfzehn, wenn die Botschaft von Elvis Presley unterschrieben wäre." Rezensent: Thilo Körkel

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kosmische Glasperlenspiele 6. Oktober 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Es gibt kaum einen Bereich wissenschaftlicher Forschung, wo "Science" und "Fiction" so verflochten sind wie bei der Suche nach intelligentem Leben im Universum. In logischer Konsequenz enthält das Buch neben Sachbeiträgen von namhaften Leuten wie Stephen W. Hawking oder Arthur C. Clarke auch einige fiktive Stories, die natürlich alle den Kontakt mit außerirdischen Intelligenzen behandeln. Insgesamt gibt es 21 Artikel in unterschiedlichster Form und Qualität (sogar ein lyrischer Ausklang ist vertreten). Obwohl es das erkennbare Bemühen des Herausgebers war, einen repräsentativen Querschnitt durch das Thema zu bieten, werden die evolutionsbiologischen und astrophysikalischen Aspekte meines Erachtens sehr stiefmütterlich behandelt. Im Mittelpunkt des Buches steht eher die Frage: Der Kontakt ist da - was nun?

Ein unbestreitbarer Vorteil des Projekts S.E.T.I. ist die Tatsache, dass jeder, der Lust hat, mit Kommentaren oder Diskussionsbeiträgen glänzen kann, seien diese nun fundiert oder nicht. Und mich beschleicht das Gefühl, dass in dieser Hinsicht eine ziemliche Verflachung eingetreten ist. Das Buch bildet da keine Ausnahme: Jeder Skeptiker oder Befürworter kann recht willkürlich Parameter in diverse Wahrscheinlichkeitsberechnungen einsetzen und die Ergebnisse dann als Weisheit letzter Schluss präsentieren. Mit dieser Methode kann man sogar "belegen", dass die Menschheit ziemlich alleine im Kosmos ist. Diese Ansicht gab es bereits vor 60 oder 70 Jahren: Nach damaligem Wissenschaftsdogma entstand das solare Planetensystem aus der einmalig seltenen Begegnung unserer Sonne mit einem anderen Fixstern. Somit waren die Chancen für extraterrestrisches Leben unwiderlegbar gleich Null. Mit ähnlichen "Gewissheiten" wird heutzutage wieder (oder immer noch) operiert. Das gilt auch für den umgekehrten Fall: So wurde haargenau berechnet, wieviel Zeit eine galaktische Hochkultur dazu benötigt, im Stil polynesischer "Inselhüpfer" die Milchstraße von einem Ende zum anderen zu kolonisieren. Was aber, wenn die Aminosäuren auf den meisten der schönen Kolonialwelten in die falsche Richtung gedreht sind? Es wäre ein biochemisches Desaster. Ein weiteres Beispiel: Obwohl die Menschheit zweifellos eine agile, um nicht zu sagen: aggressive Spezies ist, wurde nur ein einziges Mal eine Impulsfolge ins All gestrahlt (1974 vom Radioteleskop in Arecibo, riesiges Protestgeschrei inbegriffen). Doch wenn jeder herumsitzt und lauscht, wer sendet dann? Eine Chance böte das Abhorchen des "Funkverkehrs" zwischen mehreren galaktischen Superzivilisationen. Aber vermutlich halten wir (als technologische Anfänger) nur Ausschau nach uns bekannten "Rauchsignalen", während die "anderen" schon viel weiter sind und Techniken verwenden, von denen wir nicht einmal zu träumen wagen. Das ist eine weitere Schwachstelle des Buches: Obwohl kein Mensch erahnen kann, wie unsere Zivilisation in 200 Jahren beschaffen sein wird (falls es sie dann noch gibt), wird über Kulturen, die uns eventuell Millionen Jahre voraus sind, frisch-fröhlich und äußerst großzügig fabuliert. Man teilt die Außerirdischen sogar in diverse Fortschrittskategorien ein und versucht sich in psychologischen Analysen ihres Verhaltens. Womit die Grenze des Zumutbaren langsam erreicht wäre.

Diese Kritik soll dem Spaß beim Lesen nicht trüben. Das Buch ist zweifellos interesssant, abwechslungsreich und spannend. Doch gleichzeitig ist es in hohem Maß spekulativ und voller anthropomorpher Vorurteile. Viele Artikel kratzen nur an der Oberfläche, und die Einleitung soll wohl witzig wirken, ist aber lediglich grobschlächtig und wenig fundiert. Und wer glaubt, dass Leben nur unter irdischen Rahmenbedingungen existieren kann, vertritt eine Philosophie, die dem Universum letztendlich vorschreibt, wie es zu sein hat.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein sehr spannendes Buch 17. Januar 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Ich frage mich, warum das Buch noch kein Bestseller ist. Einfach nur spannend und faszinierend. Es haette verdient in einem Atemzug mit "Eine kurze Geschichte der Zeit" oder "Unser Kosmos" genannt zu werden. Einziger Nachteil ist, dass es meiner Meinung nach noch mehr Sachbeitraege hätte enthalten können. Und das Buch könnte meiner Meinung nach länger sein. Der Schluss hat mich schon überwältigt und sehr nachdenklich gemacht. Fazit: sehr empfehlenswert!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
wir sind die indianer 22. Januar 2003
Von "kempera"
Format:Gebundene Ausgabe
Zwar sind die Beiträge sehr aus der Sicht des Menschen verfaßt, doch vermag das Buch glaubhaft darzustellen, daß SETI z.Z. die einzige Möglichkeit darstellt, außerirdisches intelligentes Leben zu beweisen: nämlich nach Radiosignalen zu suchen. Die Theorie "SETI" an sich ist sehr plausibel und bietet ungeahnte Möglichkeiten. Nichts anderes machte Carl Sagan in seinem Roman "Contact" - auch sehr "orthodox" und aus der Sicht des Menschen verfaßt, aber auch sehr spannend. Das Buch könnte dazu beitragen, SETI bekannter zu machen und mit dem Vorurteil von kleinen grünen Männchen und fliegenden Untertassen aufzuräumen, nach denen die SETI Radioastronomen vermeintlich suchen. Leider wird es wahrscheinlich nie zu einem (Radio-)Kontakt kommen - hoffen wir, daß die Außerirdischen bald mal ihre Botschaft schicken, damit wir in Zeiten von Krieg und Terror hier auf der Erde endlich aufwachen - nur werden wir die Indianer sein, wie Hawking schreibt und dann sehen wir alt aus. Spätestens dann hätte das Buch den Erfolg, den es meiner Meinung nach verdiente. Es ist ein skeptisches, gut verständlich geschriebenes Buch, nicht nur für Experten, deswegen verdient es absolut ernstgenommen zu werden. Mal was anderes als Fantasy a la von Buttlar und von Däniken. Ich habe es an einem einzigen Wochenende gelesen - und genossen. 5 Sterne.
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