Die einzelnen Funktionen zu beschreiben, spare ich mir mal, denn das kann man alles sehr detailliert auf der Produktwebseite nachlesen. Ich möchte eher ein wenig die Unterschiede zur Vorgängerversion herausarbeiten.
Zu allererst fällt die überarbeitete Nutzeroberfläche (GUI) auf. Ob diese "Renovierung" nun im Einzelnen gefällt oder nicht, wird wohl Geschmackssache sein und jeder anders beantworten - mir gefällt sie aber eigentlich ganz gut.
Besonders positiv hervorzuheben ist allerdings, dass die Oberfläche nun wesentlich schneller und flüssiger reagiert. Die langsamen Reaktionszeiten der Vorgängerversion waren zuweilen schon ein wenig nervig. Ebenso starten die einzelnen Programmkomponenten nun um einiges schneller als vorher, man hat also durchaus auch etwas unter der Oberfläche gewerkelt. Weiterhin wurde wohl der "Programm Deaktivator" noch ein wenig verbssert, was für mich allerdings irrelevant ist, da ich diesen nicht benutze. Ich kann daher zu diesem Punkt nur wenig sagen. Die schon bekannte "Turbofunktion" wurde zudem erweitert und somit eine Art Energie- bzw. Optimierungsmanagement eingeführt. Man kann nun schnell und unkompliziert zwischen drei Optimierungsprofilen oder Leistungsmodi umschalten. Diese Profile lassen sich weitestgehend, aus allerdings vorgegebenen Funktionspunkten, selbst zusammenstellen. Für mobile, batteriebetriebene Geräte mag das möglicherweise durchaus eine relativ interessante Funktion sein, für netzstromversorgte Geräte vermutlich eher weniger. Bei mir wird dieses neue "Feature", selbst auf meinem Laptop, nicht zum Einsatz kommen.
Hier und da wurden noch ein paar kleinere Änderungen und Optimierungen vorgenommen, im Großen und Ganzen war es das dann meines Erachtens aber auch schon.
Als Fazit kann man sagen, dass "TuneUp Utilities 2012" alle Aufgaben genauso gut oder schlecht erledigt, wie schon die etlichen Vorversionen auch. Es läuft aktuell alles nur ein wenig schneller/flüssiger als in den älteren Versionen. Bleibt allerdings die berechtigte Frage, warum für teures Geld hochrüsten, wenn die Vorversion sämtliche Aufgaben genauso gut erledigen kann.
Mein Tipp daher: Bei der Vorversion bleiben und sich das Geld sparen, ein Hochrüsten lohnt sich einfach nicht.
Nächstes Jahr werde auch ich sehr genau überlegen, ob ich noch einmal auf die nächste Version hochrüsten werde, denn ohne neue, nützliche Ergänzungen wird der Kaufanreiz naturgemäß immer kleiner. Es gibt sicherlich etliche hilfreiche Funktionen, die noch ergänzt werden könnten, aber scheinbar wagt man sich nicht an grundlegende Neuerungen, die wirklich brauchbar und vor allem nützlich wären, heran. Die letzten "großen" Neuerungen, wie der "Programm-Deaktivator" oder jetzt das oben erwähnte Optimierungsmanagement sind in meinen Augen Makulatur und daher enttäuschend, aber das ist nur meine rein subjektive Auffassung. Das soll und muss jeder selbst beurteilen.
Update 05.01.2012:
Es sind ein paar wirklich nervige Fehler aufgetaucht, die eigentlich schon lange gefixt waren, aber z.T. schon in etlichen Vorversionen immer mal wieder sporadisch aufgetreten sind (u.a. Programmabsturz beim Aufruf des TuneUp-Defragmentierers). Das zeigt noch einmal sehr deutlich die Nähe zu den Vorversionen. Zudem wird seit kurzem bei jedem Update gefragt, ob man Zusatzsoftware von "AVG" installieren möchte. Die beiden hierfür vorgesehenen Auswahlkästchen sind bereits angehakt. Passt man also nicht auf und klickt sich aus Gewohnheit durch den Aktualisierungsdialog, hat man den "Käse" installiert. Bei Freeware kann ich diese Art von Fremdwerbung/Sponsoring durchaus nachvollziehen, da dies eine der wenigen Einnahmequellen in diesem Bereich sein dürfte. Bei Kaufsoftware finde ich dieses Vorgehen allerdings absolut abstoßend, aber das muss letztlich jeder selbst beurteilen und werten. Ob die beworbenene Fremdsoftware dabei nun nützlich oder überflüssig ist, spielt für mich keinerlei Rolle. Ich find es schlichtweg nervig. Daher passe ich meine ursprüngliche Bewertung von vier Sternen der heutigen Situation an und werte auf zwei Sterne herab.
Aufgrund der aktuellen Erfahrungen ist TuneUp Utilities 2012 daher auch gleichzeitig die letzte TuneUp-Version, die ich einsetzen werde.