Leider nicht wirklich viel neues unter der Haube...
Eines vorweg, wer bereits die 2010er Version besitzt, macht beim Überspringen der 2011er Version keinen großen Fehler und spart richtig Geld. Nur wer die TuneUp-Utilities nicht besitzt sollte bei Version 2011 zugreifen. Die wenigen Neuerungen lohnen der Mühe nicht, eine umfassende Rezension zu schreiben und können den Herstellerangaben entnommen werden.
Die TuneUp-Utilities sind zwar nach wie vor super, aber.:
Mich stört das diese Version hauptsächlich Neuerungen kosmetischer Art erfahren hat. In Prozenten ausgedrückt sind es gefühlt ca. 5 Prozent, also sehe ich die TuneUp-Utilities 2011 eher als Update und nicht als Upgrade.
Klipp und klar ist die optische Verschönerung einer software eher als Modellpflege anzusehen und rechtfertigt keineswegs ein ganzes Jahr der unproduktiven Faulheit, da fühlt man sich als zahlender Kunde schonmal abgezockt. Zumal der Hersteller das mehr als fünfzehnjährige Bestehen bei 20 Millionen weltweiter Installationen der TuneUp-Utilities anpreist, sollte es da nicht mal eine tolle Überraschung für all die treuen Kunden geben..?
Auch ist der in den TuneUp-Utilities enthaltene Festplatten-Defragmentierer immer noch nicht in der Lage alle defragmentierbaren Medien zu behandeln. Besonders in der wichtigen Kategorie "Windows anpassen" hat sich gar nix verändert. Unter "System optimieren" gibt es die Funktion "Autostartprogramme deaktivieren", manche hiermit deaktivierten Programme sind beim nächsten Systemstart wieder aktiv, na super. Dieser System-Tuner bringt auch gleich zwei zusätzliche System-Dienste auf den Computer (...Zugegeben vorherige Programmversionen brachten drei Systemdienste mit.) die natürlich auch von der Systemleistung saugen...
Was ist denn nun wirklich neu..?
TuneUp Program Deactivator ***
Unter einer Oberfläche Programme, die dazugehörigen Prozesse, Dienste, Autostartkomponenten und geplanten Aufgaben ein-/ oder aus-//-schalten. Hört sich erstmal gut an, funktioniert aber leider nicht mit allen angeblich deaktivierbaren Programmen, so geschehen mit z.B. "USB safely Remove". Der "TuneUp Deactivator" zeigt eine erfolgreiche Deaktivierung, das betreffende Programm läuft aber munter weiter, dies ist nicht gerade vertrauenserweckend und auch der "Startup Manger" zeigt sich genauso fehlerhaft... Ergänzung 2011-02-16.: Die Anwendung "Acronis TrueImage2011" konnte ich wochenlang deaktivieren und aus heiterem Himmel stuft der "Deactivator" dieses Programm als Systemrelevant ein, es lässt sich aktuell auf einem meiner drei Rechner nicht mehr wie gewohnt mit dem "Deactivator" deaktivieren. Auch nervt der allgemeine Umstand, daß man zwar mit dem "Deactivator" bequem Anwendungen aus-/ und ein-//-schalten kann, sie aber nach einem Start über die zugehörige Verknüpfung erneut deaktivieren muß, der Deactivator erkennt leider nur den manuellen Aufruf, nicht aber das Beenden einer Anwendung, die gern gesehene Automatisierung bleibt leider aus...
Sollte der "Programm Deactivator" jemals einwandfrei funktionieren, dann könnte man Leistungshungrige Dauermitläufer unkompliziert auf seinem Rechner gänzlich schlafen legen und wirklich nur bei Bedarf aufwecken. Der Anwender kann auf einem einzigen System sehr viele Systembelastende Anwendungen verwenden, die aber das Gesamtsystem nur bei der jeweiligen Programmnutzung belasten, dies wäre ein nicht zu unterschätzender Vorteil, gäbe er doch dem Anwender ein wirklich mächtiges Werkzeug in die Hand...
...Wo ich grad beim Thema "Deaktivieren" bin, da fällt mir noch ein daß die "TuneUp Utilities" sich gern über Nutzereingaben hinwegsetzen, denn so ca. ganz genau spätestens nach 14 Tagen möchte das Programm "Nachhause-telefonieren", um nach neueren Versionen Ausschau zu halten, auf dem ersten Blick eine sehr löbliche Eigenschaft. Trotz entsprechender und vor Allem eindeutiger "Deaktivierungs-Optionen" gelingt es mir nicht das Ruder selbst in die Hand zu nehmen. Na gut, nicht jede installierte Anwendung fragt den Anwender vorher höflich, ob es zuhause mal eben nach "angeblich" neueren Versionen suchen darf. Möchte man bei einer eh schon lahmenden Internetanbindung nur mal eben schnell seine eMails abrufen, kann dieser lächerliche Umstand bei vielen frechen "nichtfragenden" Anwendungen auch schonmal zur Tortur werden...
Verbesserter TuneUp Turbo-Modus **
Der TuneUp Turbo-Modus soll nun beinahe 80 Bremsfaktoren wie z.B. unnötige Systemdienste lahmlegen, wieviele warens eigentlich vorher? Nunja, wer noch nie etwas von der Windows-Dienste-Verwaltung gehört hat, der hat Bedarf für diese Unterstützung von TuneUp. Allerdings sind System-Dienste nicht wirklich ausschlaggebende Leistungsbremsen auf einem lahmenden Rechner...
TuneUp Tuning-Status **
Der angebliche Leistungsgewinn wird nun optisch hübscher als zuvor aufbereitet und noch offenes Tuningpotenzial wird durch Empfehlungen (...wie bereits bei TuneUp2010) angezeigt...
Bewertungsfunktion ****
Auf einem Rechner vorhandene und von TuneUp erkannte Anwendungen können vom Anwender mittels ein bis fünf Sternen nach Nützlichkeit beurteilt werden, die gesammelten Informationen werden allen weiteren TuneUp-Nutzern zur Verfügung gestellt. Die Bewertungen werden auch im Program Deactivator, Startup Manager und im Uninstall Manager angezeigt...
Völlig neu gestaltete Startoberfläche **
Übersichtlich und intuitiv war die vorherige Startoberfläche bereits, jetzt noch mehr denn je, dies ist aber reine Geschmackssache...
Übersicht aller Funktionen **
Hier handelt es sich um einen anklickbaren Schriftzug "Übersicht aller Funktionen" in der oberen rechten Ecke der Startoberfläche, nach dem draufklicken werden alle möglichen TuneUp-Funktionen übersichtlich mit kleinen Symbolen und kurzem Text dargestellt...
Fazit.:
Mit den TuneUp-Utilities unkompliziert per Mausklick sinnvolle Änderungen an der Konfiguration des Betriebssystems vornehmen, ohne dies kompliziert in der Windows Registry erledigen zu müssen, verbinde ich vorrangig mit dem Namen TuneUp, aber leider hat TuneUp 2011 zu diesem Thema rein gar nix neues zu bieten...