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Sündenhof
 
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Sündenhof [Gebundene Ausgabe]

Sandra Lessmann
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 518 Seiten
  • ISBN-10: 3828989284
  • ISBN-13: 978-3828989283
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 451.433 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Sandra Lessmann
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Produktbeschreibungen

Der Neue von Erfolgsautorin Lessmann Richter Trewlaney, eine Mätresse des Königs und ein mörderisches Komplott am englischen Hofe. London, 1667: Richter Orlando Trewlaney wird mitten in der Nacht zum König gerufen - und zu einer enthaupteten Leiche gebracht. Er soll den Mörder finden und darf niemanden sonst in den heiklen Fall einweihen. Doch ehe sich Trewlaney versieht, weiß auch schon sein Freund, Priester Jeremy Blackshaw, Bescheid und geht der Sache auf eigene Faust nach. Denn bei dem Toten handelt es sich um einen Geistlichen. Unterstützung findet er bei Lady Amoret, der Mätresse des Königs. Beide ahnen nicht, in welcher Gefahr sie schweben.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gelungene Unterhaltung! 27. März 2009
Von Tigo
Format:Taschenbuch
Am königlichen Hof in London wird 1667, nur wenige Jahre nach dem großen Brand, eine enthauptete Leiche gefunden. Richter Trelawney wird von König Charles I persönlich mit der Aufklärung dieses ungeheuerlichen Mordes beauftragt, und gerät mitsamt seiner Familie damit ungewollt in den Focus des Mörders. Sein Freund, der katholische Priester Jeremy Blackshaw, der Wundarzt Alan Ridgeway und auch die schöne Amoret, Mätresse des Königs, merken, dass der Richter ihnen etwas verheimlicht und machen sich selbst auf, um dem Richter bei dieser schweren Aufgabe heimlich zu helfen. Entführungen, weitere Morde und Intrigen lassen ahnen, dass am englischen Königshof schwere Sünder weilen, die kein Mittel zur Durchsetzung ihrer Ziele scheuen ...

Die Charaktere sind sehr gut umgesetzt, ein jeder mit eigenen Schrullen versehen, und dabei bleiben sie alle wunderbar menschlich. Die Atmosphäre der Stadt London ist so brilliant beschrieben, dass man die Ruinen förmlich sehen kann und den Brandgeruch noch zu riechen glaubt.
Die Geschichte entwickelt sich nur langsam, alles verläuft gemächlicher, und doch passt es in die Zeit des Romans, dem die Hektik unserer heutigen Zeit ebenso wie zu viele blutrünstige Details gottlob fehlen. Man kann durchatmen und sich von der Geschichte mitnehmen lassen. Richtige Spannung baut sich aber in der zweiten Hälfte doch noch auf, so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag.

Auch ohne die vorhergehenden Bücher der Reihe gelesen zu haben, kann man der Geschichte problemlos folgen. Die eingewobenen medizinischen Details, wie z. B. die Überlegungen zu ersten Bluttransfusionen, sind sehr gut gelungen und vermitteln einen Eindruck, mit welchen Problemen man sich seinerzeit in der Medizin zu befassen hatte. Das Nachwort der Autorin liefert ergänzendes Wissen, und auch das angefügte Glossar habe ich als hilfreich empfunden.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es auf angenehme Art in seine Zeit entführt und mich gekonnt "entschleunigt" hat. Und Lust darauf, die anderen Bücher von Sandra Lessmann zu lesen, hat es auch gemacht. Gelungene Unterhaltung!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Skatersally TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Der dritte Kriminalfall um Pater Jeremy Blackshaw und Richter Orlando Trelawney spielt einige Monate nach dem großen Brand in London. 1667 regiert Charles II, an dessen Hof gerade eine enthauptete Leiche gefunden wurde. Der König selbst beauftragt den Richter, den Mörder zu fassen, jedoch soll er so diskret wie möglich vorgehen und niemanden einweihen. Doch seine Freunde merken natürlich, dass etwas nicht stimmt und ermitteln auf eigene Faust.

Im Vergleich zu den beiden Vorgängern ist dieser Krimi etwas mehr von allem: etwas gewalttätiger, etwas schneller und auch einige Vorfälle mehr. Auf dem Weg zur Entlarvung des Mörders gibt es Entführungen, Anschläge und noch mehr Leichen. Die fiktive Geschichte spielt vor einer detailgetreu beschriebenen Kulisse mit überwiegend historisch belegten Personen. Zur genaueren Vorstellung sind drei Straßenkarten abgebildet. Dadurch bringt Sandra Lessmann auf rund 500 Seiten dem Leser das London im 17. Jahrhundert näher. Die Situationen und Charaktere werden lebendig beschrieben und die Handlung ist in sich schlüssig. Gut gefallen hat mir auch die Einbindung des zur damaligen Zeit aktuellen Wissensstands der Medizin.

Die Autorin schafft es mit ihrem vierten Roman, den Spannungsbogen so auszudehnen, dass man erst sehr spät auf die Lösung des Falls kommt. Das Motiv des Täters ist nicht von vornherein erkennbar. Stück für Stück bekommt der Leser mehr Informationen an die Hand, die sich erst am Schluss zu einem klaren Bild fügen. Dennoch wird es an keiner Stelle langatmig, sodass ich diesen Krimi uneingeschränkt empfehlen kann. Es ist ratsam, die Bände dieser Serie in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Zwar ist es eine in sich abgeschlossene Fortsetzung, aber zum einen wird so die Entwicklung nach der Pestepidemie und dem Brand beibehalten und zum anderen werden die Personen und Beziehungen untereinander deutlicher. Die für die Zeit typischen Ausdrücke und Gegenstände werden ausführlich in einem Glossar erklärt. Ich kann diesen rundum gelungenen Roman uneingeschränkt empfehlen und warte auf den vierten Fall, den die fünf Freunde lösen werden.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fakultas
Format:Taschenbuch
Das Kernstück des Romans ist die Beziehung der Protagonisten zueinander. Diese sind alltägliche Bürger von nebenan, keine unerreichbar verherrlichten Überhelden, und so voller warmer menschlicher Schwächen, dass man sie einfach ins Herz schließen muss und das Gefühl bekommt, lange vermisste Freunde wiedergetroffen zu haben. Ich liebe die rührende Freundschaft zwischen Jeremy und Alan und die klassisch gegensätzliche Romanze zwischen Breandan und Amoret und warte gespannt auf jeden neuen Band. "Die Richter des Königs" ist eins meiner Lieblingsbücher, und die Fortsetzungen, so auch "Der Sündenhof", sind im Schnitt nicht schwächer. Ich kann sie jedem empfehlen, der sich einfach nur dem Lesegenuss hingibt, ohne zu viel Kritik zu üben. Versierte Krimileser werden von der flachen, durch Zufälle bestimmten Story vielleicht enttäuscht werden, nicht jedoch, wer mit einer leichten, fesselnden Detektivgeschichte zufrieden ist (Achtung für zart Besaitete, Grausamkeiten werden dennoch nicht ausgespart!). Die Kriminalgeschichte ist originell und kurzweilig, nicht so vorhersehbar wie in "Die Sündentochter" und mit einem weniger plumpen Ende als in "Die Richter des Königs", aber Jeremys Ermittlungen und die Suche nach den Entführungsopfern gestalten sich fast schon schmerzhaft unglaubwürdig. Woran Lessmanns Romane eben kranken, sind ihr zu unausgereifter Schreibstil und die zu naiv gestalteten Storylines. Ihr fehlt das Talent, den Faden flüssig durch die Hand laufen zu lassen, und es entsteht manche Lücke dadurch, dass die Geschichte sich nicht in die Breite ausfächern kann und dann auch recht aprupt zu Ende geht. Nun, wenigstens wird es nie langatmig und verschachtelt, was für einen gemütlichen Abend auch einiges für sich hat. Dass es nur einen Stern Abzug gibt, liegt daran, dass die Herzlichkeits des Romans seine Schwächen einfach aufwiegt und er obendrein noch mit höchst interessantem Wissen über den Alltag und die Medizin der Epoche aufwartet, das einem das Gefühl gibt, selbst durch die alten Gassen zu stromern und den Menschen dort bei ihrem Treiben zuzusehen. Trotz seiner unabstreitbar vorhandenen Mängel ist "Sündenhof" ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann, bevor man es viel zu früh zu Ende gelesen hat. Also, einfach abtauchen und einen faszinierenden Abendspaziergang durch das London des 17. Jahrhunderts unternehmen! Und sich darauf gefasst machen, dass einem jemand fehlt, wenn man die letzte Seite zuschlägt.
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