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Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte [Taschenbuch]

Moritz Baumstieger
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (58 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

2. Juli 2012
«Wie man in die Wurst beißt, so beißt man auch ins Gras.» (Karl Wedl, Metzgermeister) Die Liebe führt Moritz nach München. Kurz darauf verlässt sie ihn auch schon wieder. Zum Glück gibt es Karl, den kleinen, schrulligen Metzger, der den einsamen Kölner bei sich aufnimmt. Als Kellner auf der Wiesn, als Schwammerlverkäufer auf dem Viktualienmarkt oder als Türsteher im P 1 – schon bald lernt Moritz, wie viel Münchens Stadtplan und eine gut sortierte Fleischtheke gemeinsam haben. Und glaubt Karl sogar irgendwann, dass die Seele aller Dinge in der Wurst liegt...

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Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte + Feldversuch: Unser Stück Land vor den Toren der Stadt
Preis für beide: EUR 17,98

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: rororo (2. Juli 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499629550
  • ISBN-13: 978-3499629556
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (58 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 309.158 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Moritz Baumstieger, geboren 1982, studierte Politik- und Islamwissenschaften in Köln und ließ sich danach an der Deutschen Journalistenschule zum Redakteur ausbilden. Seine erste journalistische Station war jetzt.de der Süddeutschen Zeitung. Heute lebt er in München und schreibt als freier Journalist u.a. für NEON, Abendzeitung, SZ am Wochenende, Stern, UniSPIEGEL und DIE ZEIT.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Karl-Wedl-Philosophie 24. Juli 2012
Von Brilli
Format:Taschenbuch
Auf den Spuren Julias wandelt Moritz als er die Stadt Köln verläßt und seine Zelte in der bayrischen Metropole aufschlägt - es ist übrigens eine gemeinsame Bleibe, die er schneller wieder verläßt als gedacht. Ziemlich wurzellos und ohne Perspektive sieht seine Zukunft nicht so rosig aus, aber das Schicksal schickt ihm einen Engel - zwar in ungewöhnlicher Form, jedoch mit allen Vorzügen ausgestattet, die einen rechten Engel ausmachen. Der Metzgermeister Karl Wedl fängt das "Bürscherl" mit all' seinen liebevollen Wurstfingern auf und gibt ihm körperliche und geistige Nahrung im Übermaß. Er ist nämlich nicht nur ein phantasievoller Wurstdesigner sondern auch ein wahrer Philosoph, der vom Ladentisch aus die Welt beobachtet und seine klugen, einleuchtenden und hilfreichen Schlüsse daraus zieht. Und als eingesessener Münchner hat er auch so seine Beziehungen, die dem Moritz bei der Jobsuche kräftig unter die Arme langen. Da Moritz sich nicht berufen fühlt, sein Leben für immer den Temperaturschwankungen zwischen Kühlhaus und Wurstküche zu unterwerfen, durchwandert er als ein stets Suchender eine Fülle von Jobs, die mehr oder weniger amusant, einträglich oder anstrengend sind. Unverzagt ergreift er alle Möglichkeiten, von der Kellnerei auf der Wies'n beim Münchner Oktoberfest oder dem Verkauf duftender Mautner - Pilze aus dem bayrischen Wald über die Rickscha-Driver Karriere mit Thermofood bis zum allgewaltigen Wächter über den Zutritt zum Edelschuppen für allerhand Society.
Moritz Baumstieger hat hier ein bezauberndes Buch geschrieben. Wie weit authentisch, wie weit Phantasie ist eigentlich nicht so maßgeblich, entscheidend ist die Umsetzung in eine kurzweilige, lustige, rasant aufgesetzte Lektüre. Liebenswerte Charaktere voller ach so menschlicher Tugenden und Schwächen drehen ihre blau-weißen Kreise rund um den Stachus, und der Aktenkoffer des Herrn Baumstieger ist nicht leer, wie der vom Wedl Karl, als er beim Sadeq sitzt, vermittelt auch nicht nur geballte Seriosität sondern ein Sortiment excellenter, bayrischer Spezialitäten, die von allem etwas haben - ein bißchen Humor, ein bißchen Lokalkolorit, aber auch Menschlichkeit, Ironie und Lebensweisheit.
Eine wunderbare Mischung für unser Lesebuffet !
Mein Tip für alle Leser: Diese Mahlzeit nicht auslassen !
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Jennie
Format:Taschenbuch
'Sülze hilft gegen alles, Bürscherl. Außer gegen Heimweh. Dagegen hilft nur, eine neue Heimat zu finden.'

ZUM INHALT:
Nachdem Moritz auf dem Kölner Karneval ein fesches Mädchen aus München kennengelernt hat, zieht er spontan in die bayerische Landeshauptstadt. Dummerweise hat Moritz schon seit geraumer Zeit sein Studium geschmissen und lebt so in den Tag hinein, ohne Job, ohne Geld. Und so wirft ihn Julia nach 7 Wochen wieder aus der Wohnung, weil sie sein Nichtstun und seine (Not-)Lügen nicht mehr erträgt.

Das Buch beginnt mit einem verheulten Moritz, der nun wortwörtlich auf der Straße sitzt. Zu seinem Glück landet er ausgerechnet vor Karls Metzgerei. Von diesem erhält er nicht nur eine warme Mahlzeit, sondern auch ein Dach über den Kopf und einen Job. Moritz soll nämlich, so beschließt der verschrobene Karl, Metzger werden!
Unglücklicherweise stellt sich schnell heraus, dass Moritz dazu nicht taugt. Und so jobbt sich Moritz dank Karls Kontakten munter durch München ' als Bedienung auf der Wiesn, Schwammerl-Verkäufer auf dem Viktualienmarkt, Museumswächter im Haus der Kunst, Türsteher im P1 und Rikschafahrer. Und so ganz nebenbei lernt Moritz nicht nur seine neue Heimat kennen und schätzen, sondern entwickelt sich selbst auch weiter.

Bei Karl hingegen läuft es nicht ganz so gut. Zwar hat er für Moritz immer einen guten Tipp aus seiner Wurstphilosophie parat, doch selbst kann der einsame Witwer nicht über seinen Schatten springen. Mit den Frauen will's nicht so recht klappen, und auch die Metzgerei läuft alles Andere als gut. Da bringt die Erfindung des 'China-Krachers' auch nur wenig merklich Schwung in den Laden. Außerdem hat Karl ein Geheimnis, das die Metzgerinnung besser nicht spitz kriegen sollte...

Wird es für Moritz und Karl ein Happy End geben? Wir werden sehen bzw. lesen...

MEIN SENF ZUR WURSTPHILOSOPHIE:
'Sülze hilft gegen alles außer Heimweh. Wie mir mein Metzger die Welt erklärte' ist Moritz Baumsteigers Debüt als Romanautor. Und als waschechte Fränkin (Prima gemacht mit dem sehr kurzen 'Vorwort' von Erwin Pelzig, dem Mittler zwischen Franken und Bayern!), die bekannterweise nicht mit Komplimenten zu inflationär um sich wirft, kann ich dazu nur sagen: 'Ja, passt scho!' oder noch besser 'Kamma lesn!' Das Buch liest sich sehr flüssig, und man kann es ' wenn man die Zeit hat ' in einem Rutsch durchlesen. Leuten, die das Buch mangels Zeit in Portionen lesen müssen, wird mit den teilweise sehr kurzen Kapiteln entgegen gekommen.

Die Sprache ist locker-flockig, Umgangssprache der jungen Leute eben. Nur der Karl schwafelt ein bisschen neunmalklug daher, der hat ja auch schon ein paar Jährchen mehr auf der Metzgersschütze und zudem mal Philosophie studiert. Sowohl Moritz als auch Karl spielen viel mit Metaphern, die teilweise wirklich zum Schießen sind! (Natürlich drehen sich Karls Metaphern und Vergleiche ausschließlich um die Wurst!) Auch immer wieder schön, wenn ein paar Bayern in ihrem Dialekt parlieren dürfen, der darf natürlich nicht in einem München-Buch fehlen! Und Karls Dialekt ist nicht so stark ausgeprägt, dass man sich daran so sehr erfreuen könnte wie z. B. am Dialekt von Viktualienmarkt-Lydia oder des irakischen Museumswärters Gabi, übrigens ein Verwandter von Saddam Hussein persönlich!

Anfänglich mochte ich Moritz nicht. Ich fand ihn sowohl naiv (Der überstürzte Umzug von Köln nach München aus einer Karnevalslaune heraus, nur weil das Mädel so schöne blonde Haare hat...) als auch charakterschwach (Er leiht sich Geld, das er nicht zurückzahlen kann und lügt seine Freundin an.). So nach und nach verdient sich Moritz jedoch meine Sympathien, und am Ende musste ich anerkennen: 'Ja, das Bürscherl taugt ja doch was!'
Der verschrobene Karl ist ein Unikum. Mehr kann ich dazu nicht sagen, seine Wurstweisheiten muss man selbst gelesen haben.

Die Nebencharaktere passen allesamt irgendwie einfach rein in Moritz' lustige kleine Weißwurstwelt. Die zickige Alex, die sich dann doch als ganz nett entpuppt und wo man sich ständig fragt: 'Ja geht da noch was?!'. Der gechillte beste Freund Konstantin, die resolute Frau Mautner und deren noch resolutere Tochter usw.usf.
Und noch ein letztes Wort zur Aufmachung des Buches: Das Cover ist schön bunt, auch wenn natürlich die Farben weiß und blau ganz leicht dominieren. Die Schriftgröße ist angenehm, die Schriftart ' Times New Roman halt. Die Einteilung der Kapitel ist schlicht, aber hübsch.

Fazit: Ich fühlte mich gut unterhalten, und darauf kommt's bei einem Buch ja auch an! Außer man erwartet schwere, hochanspruchsvolle Kost ' dann holt euch halt Dostojewski, Grass oder so einen Schmarrn! Wer aber nach leichter Unterhaltung dürstet, der darf hier gerne ungeniert zugreifen! So, und jetzt geht's halt einfach amal lesn, würd ich sagn!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In diesem Buch geht's um die Wurst 11. Juli 2012
Von Jarmila Kesseler TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Erfahrungen:

Schon beim Lesen der Leseprobe wusste ich: Bei diesem Buch werde ich mich kringeln vor Lachen. So war es dann auch: In diesem Buch geht's um die Wurst. Als sich Moritz beim Kölner Karneval in die Piratenbraut Julia verliebt, verlässt er seine Heimat Hals-über-Kopf, um zu ihr nach München zu ziehen. Eine kleine Lüge seinerseits hat seinen Rauswurf zur Folge. Wo soll er nun hin? So ganz ohne Job und Freunde in der fremden Stadt? Dankbar nimmt er das Angebot des Metzgers Karl an, erst einmal bei ihm Quartier zu beziehen und für gegen Kost und Logis in der Metzgerei auszuhelfen. Die beiden werden Freunde und irgendwie dreht sich da alles in diesem Buch um die Wurst.

Ob es statt der "Eselsbrücken" die sich Moritz beim Stadtplan merken soll dnan eben um "Eselswurstbrücken" handelt, und statt des Weihnachtsbaum mit Äpfeln gibt es an Weihanchten eben den Wurstnachtsbaum mit Würsten dran. Sämtliche Handlungen werden immer wieder auf die Wurst genommen. Keine Seite, auf der nicht irgendie irgendwas immer mit Wurst zu tun hat. Denn die gibt es zu jedem Anlaß und zu jeder Tageszeit und für Jedermann ... denn Wurst ist für alles gut und hilft auch gegen alls ... eben nur nicht gegen Heimweh .... welches Moritz dann und wann überkommt.
Das Buch selbst ist in der Ich-Form oder Wir-Form geschrieben und da der Autor selbst ja Moritz heisst, so wie der Hauptsdarsteller des Buches, und man sein Bild auch auf der Buchinnenseite zu Gesicht bekommt, kann man sich vom Schreiber ein rechtes Bild machen (vom Metzger ebenso, denn der ist mehr oder weniger auch auf dem Buch abgebildet) und so bekommen die Darsteller auch Gesichter und man kann sich die Handlung bildlich vorstellen.

Man lernt jede Ecke von München kennen, die dort beschrieben wird. So wusste ich auch vorher nicht, dass der Viktualienmarkt einen unterirdischen Lagerkeller für die Markthändler hat, man lernt die Abläufe auf dem Münchner Oktoberfest kennen, weil Moritz dort einen Job bekommt und da er im Laufe des Buches noch mehrere Tätigkeiten annimmt, vom Metzgersgehilfen, über Mass-Bier-Ober, über Schwammerl-Kisten-Schlepper, bis hin zum Fahrrad-Taxifahrer oder eben P1-Discotürsteher: Man bekommt in diese Berufsanläufe ebenso Einblick wie auch über die Wurstherstellung. Inzwischen könnt eich bald selbst schon Weißwürste herstellen und brühen.
Alles ist sehr witzig und spritzig geschrieben, Moritz nimmt sich selbst und den Metzger gerne auf die Schippe. Viele Metaphern und Redewendungen, die mich immer wieder zum Schmunzeln brachten. Ob es die Küchenmaschine, die mehr Krach macht, als ein Heavy-Metal-Kindergarten auf Wandertag, oder dass bei Moritz Wurst und Weissbier Schuhplattler in seinem Magen tanzen.

Immer wieder beim Lesen musste ich einfach so drauf los lachen, weil es eben so witzig geschrieben ist. Wenn draußen das Wetter fies am Regen war, dann griff ich zum Buch - und der Regen war vergessen. Wenn ich mich über irgendetwas geärgert hatte und misstimmig drauf war, dann griff ich zum Buch - und meine Laune hob sich sofort.
Auch Werte werden vermittel, über wahre Freundschaft, die gegenseitig durch dick und
dünn geht, füreinander da ist und das Freundschaft keine Frage des Alters sein muss.
:
Ein total super witziges Buch über eine Männerfreundschaft, einer verflossenen Liebe und viel Heimweh nach der Heimat - ach ja: Und viel viel Wurst, Schweineschulter, Schnitzel, Schweinedarm und chinesischer Weisswurst.

Vielen Dank für's Lesen, Bewerten und Kommentieren!

by esposa1969
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Zum Inhalt:
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Vor 7 Monaten von catmaniac veröffentlicht
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