Aus der Amazon.de-Redaktion
Alles beginnt damit, dass Albert Bursches (Herbert Knaup) Kreditkarte gesperrt ist, Albert bei einem Geschäftsessen plötzlich ohne Mittel dasteht und sein ungeliebter Kollege und Nachbar (Ben Becker) ihm mit Gönnermiene aushilft. Von hier nimmt das Schicksal unerbittlich seinen Lauf. Der Bankangestellte ist sehr beschäftigt und grüßt nur flüchtig, der Anlageberater entpuppt sich als Scharlatan. Die vor den lieben Nachbarn vollmundig angekündigte Reise auf die "eigene Insel" in der Südsee fällt buchstäblich ins Wasser. Am Flughafen gesteht Albert seine Insolvenz und ist damit auch bei seiner Frau (Andrea Sawatzki) und seiner Tochter unten durch. Die Lage verschlimmert sich dadurch, dass die Wohlstandsfassade auf jeden Fall gewahrt werden soll und die lieben Nachbarn nichts merken dürfen.
Da auch Tante Erika den Pechvögeln keinen Unterschlupf gewährt, gibt es nur noch eines: ab in den Keller. Dort hausen sie auf Luftmatratzen, und Albert fährt einmal am Tag, einen alten Filzhut tief in die Stirn gezogen, zum Hamstern in den Supermarkt. Ein Einbrecher wirft ihn aus den eigenen vier Wänden und bändelt auch noch mit seiner Tochter im Heizungskeller an. So tief kann ein mittelständischer Parvenü sinken, nur um die polierte Wohlstandsfassade nicht anzukratzen. Doch hier unten scheinen alle Dinge Kopf zu stehen. Hier wird der Spießer zum Abenteurer wider Willen. Hier steigert sich die groteske Situation zur gigantischen Farce. Die selbst auferlegte Dramaturgie der Familie Bursche muss ihren Lauf nehmen bis zum bitteren Ende. Erst als der neue Wintergarten brennt, küssen sich Herr und Frau Bursche wieder und Albert hat eine zündende Idee.
Mit der bissigen Satire Südsee, eigene Insel hat Regisseur Thomas Bahmann ein amüsantes Debüt in der Tradition von Nach fünf im Urwald vorgelegt, das leider im Kino nicht so recht zünden wollte. Ein eher konventionell gefilmter Streifen, der aber durch eine rasante Dramaturgie besticht und mit wirklich komischen Pointen gespickt ist. Herbert Knaup spielt den Loser mit magergesichtiger Lakonie, Ben Becker seine Paraderolle -- den durchtriebenen Fiesling. Und Franka Potente hat einen ganz kleinen, aber gelungenen Gastauftritt. Ein Film für alle, bei denen es in diesem Urlaub für die Südsee nicht reicht. --Frank Kukat
Video Jakob Kurzinhalt
Von heute auf morgen bricht das Leben des Karriere-Managers Albert Busche zusammen: Statt mit Frau Sabine und Tochter Sandra in den wohlverdienten Südsee-Urlaub zu reisen, steht er als Opfer eines Anlagebetrügers plötzlich ohne Geld und Perspektive da und muß zudem feststellen, daß sein freundlicher Kollege in Wahrheit ein hinterhältiger Intrigant ist. Busche und seine Familie müssen ihren Urlaub statt in der Südsee im eigenen Keller verbringen...
VideoMarkt
Albert Bursche ist ein erfolgreicher Manager mit attraktiver Frau, netter Tochter, guten Freunden und einem gepflegten Haus im Grünen. Da bricht eines Tages das Unglück über ihn herein. Als Opfer eines Anlagebetrügers steht er plötzlich ohne Geld und Perspektive da und muß zudem feststellen, daß sein freundlicher Kollege Helmut Kunert in Wahrheit ein übler Intrigant ist. So kommt es, daß Familie Bursche statt in den vollmundig angekündigten Urlaub zu fahren in den Keller zieht, um sich schlimmen Spott zu ersparen...
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In seinem Kino-Debüt zielt Regisseur und Drehbuchautor Thomas Bahmann mit Wortwitz und Slapstick auf den wohlsituierten Mittelstand und trifft voll ins Schwarze, indem er die vermeintliche Vorstadtidylle aufdeckt und sympathisch ans Messer liefert. Das Ergebnis ist eine gekonnte, wenn auch etwas vorhersehbare Satire auf Karrierewahn, Statussymbole und den ganz normalen alltäglichen Wahnsinn, die mit deutschen Stars wie Herbert Knaup, Ben Becker, Andrea Sawatzki und Franka Potente zudem hochkarätig besetzt ist. Eine deutsche Komödie der besseren Art, die im Kino leider unter Wert geschlagen wurde.
Blickpunkt: Film
Albert, erfolgreicher Manager mit Familie, wird Opfer eines Anlagebetrügers und steht plötzlich ohne Geld und Perspektive da. Gekonnte, wenn auch etwas vorhersehbare Satire auf Karrierewahn, Statussymbole und Vorstadtidylle und Komödie mit Wortwitz und Slapstick.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Bös-witzige Satire um eine Familie, die ihren Urlaub im Keller verbringt.
Kurzbeschreibung
Mit allem hat Finanzexperte Albert Bursche gerechnet, aber damit nun wirklich nicht: Geld weg, Job weg. Vom geplanten Südsee-Urlaub gar nicht zu reden. Aber eines hat trotz allem absolute Priorität: Der schöne Schein gegenüber der neugierigen Nachbarschaft muss in jedem Fall gewahrt bleiben. Und so heißt es für die Burschers, statt 14 Tage Traumreise wird der Urlaub diesmal im hauseigenen Keller verbracht. Unter strengsten Sicherheitskriterien versteht sich, damit auch Kollege Dr. Kunert von gegenüber keinerlei Verdacht schöpfen kann, denn wo käme man denn da hin, wenn alle wüssten, dass man sich nicht mehr den Sommerurlaub leisten kann? Zunächst scheint das Projekt auch zu funktionieren, aber alles kommt eben, wie es eben kommen muss...