Der ansprechend illustrierte Naturführer bietet im allgemeinen Teil einen historischen Rückblick, Übersichtskarten, die Beschreibung einiger Nationalparks, eine Darstellung der Fynbosh-Vegetation auf der Garden Route und eine Übersicht der wichtigsten Schlangenarten im südlichen Afrika. Der eigentliche Tierführer hat einen Umfang von 120 Seiten. Auf jeder Doppelseite sind 6 Tierarten (Vögel, Säugetiere, Insekten) mit Foto und kurzer Beschreibung dargestellt. Die Auswahl der Tierarten ist vernünftig; die Wahrscheinlichkeit, dass Urlauber die aufgeführten Tiere oder ihre Spuren entdecken, hoch. Typische Pflanzen des südlichen Afrika werden auf 14 Seiten vorgestellt. Die Darstellung mit Fotos gefällt mir gut, die Handhabung des Buches ist praktisch, das Register umfassend. Aufgeführt ist ein Mindestbestand an Tieren, meist wird nur eine Art einer umfangreichen Gattung (Chamäleon, Gecko, Schlange) gezeigt. Tierspuren sind leider nicht enthalten.
Die sehr kurze Beschreibung der Länder Botswana, Namibia und Afrika beschränkt sich auf das Nötigste und informiert in dieser Kürze wohl nur Reisende ausreichend, die die drei Länder im Sauseschritt durchreisen. Ich hätte gern auf den allgemeinen Teil verzichtet und stattdessen mehr Tierarten kennen gelernt. Mit dieser Einschränkung ist das Buch ideal fürs Handschuhfach bei Reisen und Wildbeobachtungen. Wem die Auswahl zu knapp ausfällt, der kann zu den bewährten Field Guides greifen, die jedoch nicht mehr ins Handschuhfach passen.