Mit diesem Reiseführer über Südfrankreich kann man sich einen ganz guten Überblick verschaffen: über Land und Leute, Klima und Reisezeit, sportliche Aktivitäten, Kunst und Kultur, touristische Attraktionen, Feste und Veranstaltungen mit speziellen Ferienkursen und die sechs verschienenen Ferienregionen. Diese sind:
Französische Alpen
Côte d'Azur
Rhône-Tal und Provence
Languedoc und Cevennen
Der Südwesten
Französische Pyrenäen
Besonders handlich finde ich die flipmap-Landkarte im Format 8x10 cm, die selbst noch ins kleinste Handtäschchen passt. Sie steckt vorne in einer Hülle am Reiseführer. Südfrankreich dehnt sich südlich einer imaginären Linie zwischen Annecy in den Alpen und La Rochelle an der Atlantikküste bis an die italienische Grenze im Osten, ans Mittelmeer, den Pyrenäen im Süden an der Grenze zu Spanien und an die Küste von Aquitanien im Westen aus. Im Reiseführer findet man zusätzliches Kartenmaterial und Stadtplan-Ausschnitte.
Es wird neben einer umfassenden Beschreibung der verschiedenen Regionen auf 12 TOP-Reiseziele näher eingegangen: Gorges du Verdon, Fürstentum Monaco, Corniches an der Côte d'Azur, Nizza, die Parfumstadt Grasse, der Mont Ventoux, Avignon, Nîmes und der Pont du Gard, die Camargue, die Festungsstadt Carcassonne, St.-Bertrand-de Comminges und die Weinstadt Bordeaux. Was mich hierbei ein wenig stört ist, dass z.B. ein Foto vom Pont du Gard der Stadt Avignon zugeordnet ist. Hier kann fälschlicherweise der Eindruck entstehen, dass das die Brücke von Avignon ist, die durch das Volkslied "Sur le pont d' Avignon" so bekannt ist. Andererseits fand ich Bilder gar nicht beschriftet und eine Zuordnung war auch über das Bildverzeichnis nicht möglich. Querverweise fände ich hier hilfreich.
Als Ingenieurin hätte mich eine Abbildung des Viadukts von Millau freilich sehr interessiert. Die 343 m hohe, von Sir Norman Foster entworfene Brücke ist zwar mehrfach im Führer erwähnt, allerdings ohne Abbildung. Da ich finde, dass man hier durchaus noch ein wenig nachbessern kann, gebe ich nur 4 Sterne. Ansonsten halte ich den Führer für eine nützliche und hilfreiche Sache im handlichen Format, mit dem man eine Frankreichreise schon mal von zu Hause aus planen kann.
Noch etwas: es wird auf einen Online-Service der TOP-Sehenswürdigkeiten auf Google Maps verwiesen. Ich habe diesen Service getestet, aber nur drei der Sehenswürdigkeiten ansteuern können. Auch hier scheint noch ein gewisser Nachbesserungsbedarf vorhanden zu sein.