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Süden und der Straßenbahntrinker. SZ-München Bibliothek [Gebundene Ausgabe]

Friedrich Ani
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 156 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1., Aufl. (24. Mai 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866156308
  • ISBN-13: 978-3866156302
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 447.907 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Friedrich Ani
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Krimis mit Lokalkolorit sind bei großen Teilen der deutschen Leserschaft überaus gefragt. Auch Friedrich Ani setzt mit seinen Kriminalromanen um den Münchner Hauptkommissar Tabor Süden auf diesen Trend und feiert damit erstaunliche Erfolge bei den Lesern und Kritikern. Der erste Band der Tabor-Süden-Reihe Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels erzielte den zweiten Platz bei der Vergabe des Deutschen Krimi Preises 2002. Nun liegt bereits die Fortsetzung in den Buchregalen und auch sie hat das Zeug, zu einem Renner zu werden.

"Ich arbeite auf der Vermisstenstelle der Kripo und kann meinen eigenen Vater nicht finden." Diese etwas kurios wirkende Auskunft gibt der eigentümliche Kommissar auf die Frage nach seinem Beruf. Bei seinem neuesten Fall muss Süden allerdings nicht lange nach einem Vermissten suchen, denn der meldet sich sogar selbst bei der Polizei. Merkwürdig ist allerdings, dass Jeremias Holzapfel nie als vermisst gemeldet wurde. Er besteht aber vehement darauf, nach vier Jahren wieder aus der Versenkung zurückgekehrt zu sein. Süden, der eigentlich Urlaub hat, um seine Überstunden abzubauen, nimmt sich widerwillig des seltsamen und offensichtlich verwirrten Mannes an. Seine Ermittlungen führen ihn kreuz und quer durch die bayerische Landeshauptstadt und bringen Stück für Stück eine tragische und schmerzvolle Geschichte zu Tage.

Friedrich Ani erzählt eine sensible und aufwühlende Geschichte. Er verstrickt seinen wortkargen Helden -- der erfreulicherweise nicht dem gängigen Klischee eines Polizisten entspricht -- in eine rätselhafte Story, die bis zum Schluss offen lässt, was es mit dem Verschwinden und Wiederauftauchen des nicht vermissten Vermissten auf sich hat. Ein brillant gestrickter und unbedingt empfehlenswerter Krimi aus der Feder eines souveränen und gefühlvollen Erzählkünstlers. --Christoph Reudenbach -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 12. Oktober 2002

Feine Melancholie, gute Dialoge und eine große Lebensnähe. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zwiespältig 29. März 2009
Von aw_muc
Format:Taschenbuch
Das Buch ist eigenwillig, was einen gewissen Reiz ausmacht, aber letzlich nicht ganz überzeugend. Warum der Kommissar überhaupt in seinem Urlaub diesen Fall übernimmt und große Energie aufwendet, diesen Nicht-Vermißten zu finden, versteht man im Grunde ebenso wenig wie die Frage, warum ihm der Fall, nachdem er zum (vermeintlichen) Mordfall geworden ist, nicht aus der Hand genommen wird. Daß das merkwürdige Verhalten des Jeremias Holzapfel eine gewisse Faszination auf den Kommissar (und den Leser) ausübt, mag man dabei zugestehen. Irgendwie ist an der Geschichte trotz des nicht unerheblichen Aufgebots an Personen und Komplikationen "zuwenig dran". Am Ende hinterläßt der Krimi (?) eine gewisse Ratlosigkeit beim Leser.

Was mir bei Anis Büchern (ich lese gerade ein zweites) zudem wiederholt auffällt und mich sehr stört, ist eine gewisse Schludrigkeit. So widerspricht sich dieses Buch bei den Aussagen, welcher Kollege den Kommissar ursprünglich angerufen hat, woher er den Vornamen einer Zeugin kennt, die vorher nur mit dem Nachnamen genannt wurde etc.

Für Münchner wegen des Lokalkolorits noch einigermaßen lesenswert, für Nicht-Münchner eher nicht.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Krimi ohne Mord 17. März 2008
Von München
Format:Taschenbuch
Also die zwei Leser, die nur einen Stern gegeben haben, verstehe ich nicht. Es handelt sich bei diesen Büchern eben nicht um monumentale Thriller, sondern um kleine unspektaktuläre Geschichten aus dem Alltag der Stadt München, die in der Vermisstenstelle des Dezernat 11 in der Bayerstraße gelöst werden. Das Ganze ist sehr knackig und mit viel Ironie erzählt, besonders schön natürlich zu lesen, wenn man München mag oder selbst Münchner ist und die Plätze wiedererkennt, den Straßenbahnfahrten wie in diesem Buch folgen kann. Wie auch im ersten Buch wird gar niemand vermisst, hier meldet sich jemand als "wieder da", obwohl überhaupt nie vermisst, ein geistig verwirrter Mann offensichtlich, dessen Geschichte Süden auflöst inklusive Aufihupferl des einzelgängerischen Kommissars Süden mit einer Zeugin, nach dem Beischlaf zieht er sich wieder an, während er sie zu dem Fall befragt, zieht sich nach dem Gespräch über den Fall aber wieder aus. Ist doch nett! Ich lese gleich den nächsten Süden-Roman, freue mich schon drauf. Diese Bücher lesen sich zwischendurch mal schnell als Entspannung, sie sind ja nur 200 Seiten lang.
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ganz langsam kommt dieser Roman des ganz zurecht mit dem Deutschen Krimipreis 2002 ausgezeichneten Autors Friedrich Ani in Gang: Eigentlich macht Kommissar Tabor Süden vom Vermisstendezernat gerade Urlaub, aber wir wissen ja alle: Wann hat ein Krimiheld schon wirklich Urlaub? Süden aber macht keine Kreuzfahrt wie Hercule Poirot oder Urlaub in den moorigen Highlands wie Sherlock Holmes, er bleibt einfach zu Hause. Doch da schiebt sich ein gewisser Jeremias Holzapfel in Südens Blickfeld, ein entlassener und vier Jahre untergetauchter, früher einmal sehr beliebter, Radiosprecher. Er taucht mit einem Satz auf, den man im Vermisstendezernat selten hört: "Ich bin wieder da!" Das Merkwürdige daran: Er war gar nicht vermisst...
Also taucht Süden in Holzapfels Geschichte ein und klärt langsam diverse kleine Geheimnisse um falsche Türschilder und einen mysteriösen Überfall. Neben dem in immer rasanterem Erzählfluss der Aufklärung entgegensehenden Geschichte gibt es mehrere klar, knapp und interessant geschriebene Ruhepunkte rund um laubige Laubfrösche und den wichtigsten Fall in Südens kriminalistischem Portfolio: seinen eigenen ebenfalls vermissten Vater.
Endlich ein deutschsprachiger Krimi, der sprachlich und durch Spannung überzeugen kann. Ani wird von manchen Kritikern mit Mankell verglichen, ich aber kann nur sagen: Ani schreibt in einer eigenen Klasse.
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