Also die zwei Leser, die nur einen Stern gegeben haben, verstehe ich nicht. Es handelt sich bei diesen Büchern eben nicht um monumentale Thriller, sondern um kleine unspektaktuläre Geschichten aus dem Alltag der Stadt München, die in der Vermisstenstelle des Dezernat 11 in der Bayerstraße gelöst werden. Das Ganze ist sehr knackig und mit viel Ironie erzählt, besonders schön natürlich zu lesen, wenn man München mag oder selbst Münchner ist und die Plätze wiedererkennt, den Straßenbahnfahrten wie in diesem Buch folgen kann. Wie auch im ersten Buch wird gar niemand vermisst, hier meldet sich jemand als "wieder da", obwohl überhaupt nie vermisst, ein geistig verwirrter Mann offensichtlich, dessen Geschichte Süden auflöst inklusive Aufihupferl des einzelgängerischen Kommissars Süden mit einer Zeugin, nach dem Beischlaf zieht er sich wieder an, während er sie zu dem Fall befragt, zieht sich nach dem Gespräch über den Fall aber wieder aus. Ist doch nett! Ich lese gleich den nächsten Süden-Roman, freue mich schon drauf. Diese Bücher lesen sich zwischendurch mal schnell als Entspannung, sie sind ja nur 200 Seiten lang.