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Süden: Roman [Taschenbuch]

Friedrich Ani
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

2. Mai 2012
Zurück in München erhält Tabor Süden als Detektiv den Auftrag, nach dem Wirt Raimund Zacherl zu suchen. Der Fall ist genau das Richtige für den ehemals so erfolgreichen Ermittler: Ein Mann verlässt sein Durchschnittsleben, und jeder fragt sich, warum. Mit seinen besonderen Methoden fi ndet Süden die Spur des Wirts und verfolgt sie bis nach Sylt – und schon längst hat er begriffen, dass niemand den Mann wirklich kannte. Friedrich Ani erhielt für "Süden" den "Deutschen Krimipreis 2012 – national".

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Süden: Roman + Süden und das heimliche Leben: Roman + Süden und die Schlüsselkinder: Roman
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (2. Mai 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426509350
  • ISBN-13: 978-3426509357
  • Originaltitel: Süden
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 11.054 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein brillanter Krimi. Ein Spitzenbuch." Denis Scheck ARD "Druckfrisch", 01.05.2011

"Das ist das Krimi-Comeback des Jahres" BRIGITTE, 19.04.2011

Friedrich Ani erzählt poetisch, melancholisch und auch komisch die Geschichte einer Suche, auch der nach sich selbst. Wie schön, dass Tabor Süden wieder da ist! NDR Info, Martina Bittermann, 23.06.2011

Ein Meister des feinnervigen Dialogs und vielsagender Zwischentöne. (...) Ein klasse Kriminalroman, wie er intensiver nicht sein könnte. SWR2 HF Literatur, Frank Rumpel, 24.05.2011

Kommissar Süden ist zurück aus seinem Exil im Norden - genauso brillant wie zuvor. SonntagsZeitung (CH), 22.05.2011

Wir lernen neue Begriffe kennen, wie Zimmerling, Maulpfaul, Grischperl und Aushäusler, und am Ende sind wir verduzt ob der Auflösung des Falles, aber dankbar, dass wir große süddeutsche Literatur bekamen. Berliner Zeitung, Günter Grosser, 19.05.2011

In "Süden" schafft Ani wie immer zwei Kunststücke: Fein und überraschend, menschenfreundlich und weise zu formulieren. Und krimimäßig spannend zu sein, obwohl es nicht mal einen Mord gibt. Frankfurter Rundschau, 20.04.2011

Friedrich Ani erzählt in seinem Krimi, der eigentlich gar keiner ist, voller Melancholie und ganz ohne Weltschmerz von "Verschwindungen". (..) Doch diese Melancholie ist eine durchaus auszuhaltende, für die Leser mitunter geradezu beglückende, wird sie doch gefiltert und überhöht durch das Medium der Ani'schen Prosa, deren unerschöpflicher Fluss lebenskluger Ironie und sprachlicher Weisheit - sowie umgekehrt - bereits Trost bietet, bevor man Gelegenheit hat, gleichfalls dem Weltschmerz zu verfallen. taz, Katharina Granzin, 16.04.2011

Einzig, großartig. Die Zeit, KrimiZEIT-Bestenliste, 07.04.2011

"Friedrich Ani zieht seinen Figuren den Boden unter den Füßen weg und lässt sie schmerzhaft die eigene Machtlosigkeit spüren. Zudem erzählt er von ihnen in einer Sprache, die in ihrer verführerischen Mischung aus Poesie und Sachlichkeit hierzulande ohne Vorbild sein dürfte. Die Literarische Welt, Joachim Feldmann, 26.03.2011

Ani hat ein ungemeines Gespür für seine Charaktere, mögen sie noch so kaputt sein, er erleuchtet ihre Verlassenheit, ihre Einsamkeit von innen heraus, sodass auch sie Licht sind und Schatten werfen. Und er vermag wunderbar anrührend zu erzählen. (..) Und das Lesen der Tabor-Süden-Romane entführt in Welten, die man eigentlich nie betreten wollte. Dort angekommen, ist man froh, es getan zu haben. Es öffnet Augen und Sinne. Hamburger Abendblatt, Volker Albers, 14.03.2011

Sehr schön ist, wie Friedrich Ani seinen Ermittler in allen Facetten seines Charakters entwickelt und Schritt für Schritt dessen eigene Geschichte aufrollt. (..) Der Detektiv wandelt unter letztlich Tapferen und Blessierten, nicht zuletzt gehört er selbst auch dazu: ein Wiedergänger jener einsamen Wölfe, die das Genre seit Dashiell Hammett und Raymond Chandler geprägt haben. Ein Roman aus einer bundesrepublikanischen Schwarzen Serie ist dies also, mitsamt Nutten und Kleinkriminellen und einem insgesamt sehr robusten Charme. Literaturen, Heft 2 / 2011

Über den Autor

Friedrich Ani, geboren 1959 in Kochel am See, schreibt Romane, Kinderbücher, Gedichte, Hörspiele und Kurzgeschichten. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Als bisher einziger Autor erhielt Ani den Deutschen Krimipreis in einem Jahr für drei Romane gleichzeitig. 2010 wurde Ani für das Drehbuch nach seinem Roman »Süden und der Luftgitarrist« mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Friedrich Ani lebt in München.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Galarina TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Mit Tabor Süden hat Friedrich Ani einen ungewöhnlichen Protagonisten geschaffen, der sich durch eine besondere Wahrnehmung der Menschen seiner Umwelt auszeichnet. Mit zunehmender Auseinandersetzung mit seinem Fall und den Angehörigen des Vermissten ist Süden in der Lage sich in den Gesuchten und seine Gefühls- und Erlebniswelt so einzufühlen, dass sich ihm der Vermisste besser erschließt als den Menschen, die ihn schon Jahre begleiten. Süden hört auch das, was die Angehörigen vor ihm verschließen, liest dieses mühsam zwischen den Zeilen des Erzählten.

Friedrich Ani führt uns in seinem Roman "Süden" in die Erlebniswelt von unauffälligen, scheinbar gesichtslosen Menschen, die von den meisten von uns auf der Straße gar nicht wahr genommen werden, Menschen die längst zu gesellschaftlichen Außenseitern geworden sind und die trotz vorhandener sozialer Kontakte isoliert sind und eigentlich schon verschwunden sind, so lange sie noch im Umfeld ihrer Angehörigen leben. Tabor Südens eigenes Schicksal weist im vorliegenden Roman erstaunliche Parallelen zu dem vermissten Raimund Zacherl auf.

Friedrich Anis Roman "Süden" ist Krimi und gleichzeitig verblüffend reale Milieu- und Charakterstudie. Damit fordert Ani dem Leser einiges ab, denn "Süden" zu lesen verlangt nach einer Auseinandersetzung mit dem Leben gescheiterter Existenzen, deren alltäglichen Konflikten und Ängsten, deren verlorenen Träumen und verzweifelten Hoffnungen. Melancholie und Depression sind tragende Stimmungen des Romans, die Ani für den Leser sprachlich versiert und wortgewaltig so berührend, greifbar und authentisch vermittelt, dass es fast ausgeschlossen scheint, seinen Roman nur zur Unterhaltung zu lesen.

Friedrich Ani hat mit "Süden" einen außergewöhnlichen Krimi geschaffen, der ohne großes Blutvergießen und Actionelemente spannend ist, und feinfühlig und tiefsinnig die Komplexität des Zusammenlebens von Menschen beleuchtet.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Traurige Geschichte in einem Bier-Ozean. 21. Mai 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Tabor Süden begegne ich zum ersten Mal, eine weitere Begegnung strebe ich (noch) nicht an. Ein Krimi, der eigentlich keiner ist, der die Geschichte einer vermissten Person und die Suche nach ihr erzählt. Was Süden sich erlaubt, ist vor allem Schweigen und Zuhören, Handeln, schnell und präzise Handeln erst am Ende. Bis zum Show-Down sah nur noch grauen Himmel, graue Menschen, graue Tage und schwarze Nächte.
Die Suche nach seinem Vater, der ihn vor Jahrzehnten verlassen hat und nun plötzlich anruft, die Suche nach einer Mutter, die nicht mehr nach Hause zurückfindet und ihren Sohn tagelang im Ungewissen lässt begleiten Süden auf seinem Weg zum Ziel den Mundl zu finden, den Wirt, der '"einfach so'" verschollen ist.
Das Buch endet konventionell, wie eben ein Krimi enden soll, erfolgreich.
Die Erfahrung Geschichten solchen Schlages zu lesen, will ich nicht missen (als ein Gelegenheits-Krimi-Leser), ziehe jedoch etwas 'gepflegtere', auch Ex-Polizisten, Erscheinungen vor - im Meer der Detektiv-Romane.
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Von 1998 bis 2005 hatte der Münchner Schriftsteller Friedrich Ani in 14 Büchern seinen Kriminalkommissar Tabor Süden mit seinem Team bei der Münchner Kripo Morde aufklären und schwerpunktmäßig nach vermissten Menschen suchen lassen. Obwohl diese Bücher niemals die Auflagen erzielten, wie etwa die vieler skandinavischer Krimireihen, wurden sie regelmäßig von der Literaturkritik hoch gelobt, die seit den Romanen von Sjöwahl/Wahlhöö von einem Krimiautor nicht mehr so begeistert war.

Und das lag an der Perspektive von Friedrich Ani, an der Weise, wie er selbst und mit ihm seine Hauptfigur Tabor Süden die Welt und die Menschen betrachtet, wahrnimmt, erleidet, spürt und nicht selten regelrecht "liest."

Mit dem Roman "Süden und der Mann im langen, schwarzen Mantel" war dann für Tabor Süden Schluss. Er hängte den Polizistenberuf an den Nagel und wollte etwas ganz anderes machen. Ob Friedrich Ani damals schon daran dachte, ihn irgendwann nach einigen Jahren wieder zurückzuholen, wie er es jetzt mit dem hier vorliegenden Roman tut, glaube ich weniger. Zunächst erfand er mit dem ehemaligen Priester Polonius Fischer einen Ermittler im Münchner Dezernat 11, der in leider nur drei Bänden seine Ermittlungstätigkeit nicht nur verband mit tiefen philosophischen und theologischen Reflexionen auch über sein eigenes bewegtes Leben, sondern auch ein ähnliches Faible entwickelte wie Tabor Süden für die Outlaws, die Unsichtbaren und unsichtbar gemachten Menschen in einer Gesellschaft, die ihr unteres Segment aufgegeben hat.

Fast zeitgleich entwickelte er bei DTV eine Reihe von kurzen Krimis um den "Seher", den bei einem Einsatz erblindeten Kommissar Jonas Vogel und seinen ebenfalls bei der Münchner Kripo arbeitenden Sohn.

Allen drei Polizistenfiguren von Friedrich Ani hat er seine eigenen Fähigkeiten und Vorlieben angedichtet. Sie sehen die Menschen, dort, wo anderen blind sind, sie lieben, jeder auf seine Weise, die Menschen, auch wenn die anderen und sie sich selbst längst aufgegeben haben. Und sie suchen nach dem, was dahinter ist, was verschwunden ist, sie fühlen und lesen "die leeren Zimmer."

Nun ist Tabor Süden zurück. All die Jahre war er Köln, hat dort als Kellner gearbeitet, als ihn ein Anruf aus München dorthin regelrecht zurückzwingt. Sein Vater, der vor 35 Jahren einfach verschwand und damit eine noch immer schmerzende Wunde in Süden zurückließ, hat sich gemeldet. Weil er, ihn suchend, sich in München von irgendetwas ernähren muss - Süden ist ein armer Mann geblieben-, heuert er bei einer Detektei an, die er aus seiner Zeit als Kommissar kennt und bekommt einen Fall eines Mannes, der seit zwei Jahren verschwunden ist.
Die Frau des Gastwirts Zacherl hat den Auftrag erteilt, noch einmal nach ihrem Mann zu suchen, und Süden spürt, dass sie ihm zunächst nicht alles erzählt, was sie weiß. Er begibt sich, wie früher auch schon, auf die Spuren, redet mit vielen Menschen, liest zwischen den Zeilen, hört das, was verschwiegen wird, und wird irgendwann selbst zu dem Verschwundenen, lernt so zu denken und zu fühlen wir er.

Parallel sucht er nach dem verschwundenen Vater und spürt erneut die schmerzhafte Wunde in seinem Leben, das auch mit diesem neuen Fall - wieder einmal - auf dem Spiel steht.
In einer Zeitungsrezension war einmal über Anis Bücher folgender Satz zu lesen: "Wer Anis Geschichten liest, lernt anders denken".
Das trifft auch und erst recht auf das neue Buch zu. Aber ich möchte ergänzen: er lernt auch anders mitfühlen und anders über Menschen urteilen, die die Gesellschaft längst abgeschrieben hat, die lebendig tot sind, und schon lange, bevor sie abtauchen, längst in sich selbst verschwunden sind, in "leeren Zimmern" leben.

Man wird sehen, ob Ani Tabor Süden "weiterleben" lässt, und vielleicht auch lieben (im neuen Roman gibt es dazu einen zarten Ansatz) oder ob möglicherweise auch Polonius Fisher einmal wiederkehrt. Ich hätte nichts dagegen.
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4.0 von 5 Sternen Endlich ein guter Krimi ohne Mord und Totschlag
Spannende Geschichte, eben einmal anders. Etwas nervig die ständigen Saufbeschreibungen, nicht ganz schlüssig, warum die Hauptfigur am Schluss die Lösung im Wald... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Tagen von Alfred Wlcek veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Auch sehr gut!
Wie das Vorgängerbuch hat mich auch diesmal der Autor überzeugt.
Man kann alles so nachvollziehen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von IRIS veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Perfekter Analytiker
Friedrich Ani hat sich den Deutschen Krimipreis 2012 verdient "erschrieben". Die Hauptfigur des Buches, Tabor Süden, ermittelt nehr im "Innen" als im "Außen", was diesen... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von gabriele11 veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Spannend, aber mit abstoßenden Momenten
Eigentlich ein interessanter Krimi, aber einige Punkte haben mich doch abgestossen. Der Hauptprotagonist scheint ein ernsthaftes Alkoholproblem zu haben und einige Beschreibungen... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von helena500 veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen sehr zäh zu lesen
Der Roman liest sich die ersten Seiten sehr gut.
Leider ändert sich das im Verlauf.
Häufiges Hin- und Herspringen in Zeiten ist normal. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von lugpos veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Mein erster Krimi ...
...über/mit Kommissar Süden – und auch mein letzter! Ich habe mich durch das Buch gequält! Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von plaumenschauster veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen süden auf der suche
Ani kann schreiben, das steht ohne Zweifel fest. Seine Geschichten sind romantische Erklärungen an Verlierer-Typen und Gefallene, die Charaktere scharf gezeichnet. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von michael holmberger veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Total fesselnd
Per Zufall bin ich auf das "Süden-Buch" gestoßen und finde es sehr spannend. Endlich mal ein Krimi, in dem nicht massenweise Blut fließt und eine Grausamkeit die... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von wolke veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Gescheiterte Existenzen am Rande des seelischen Abgrundes
Unkonventioneller und packender Krimiroman über das Verlorengehen und Wiederfinden von gescheiterten Existenzen am Rande des seelischen Abgrunds. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Philipp Röchter veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Schöne Charakterstudie, aber kein Krimi
Das Buch ist kein Krimi. Es ist auch nicht spannend geschrieben. Es ist eine lineare Story mit ein paar ungewöhnlichen Einsprengseln, einen genretypischen Spannungsbogen... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von fonkyfingers veröffentlicht
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