Während der Luftgitarrist-Meisterschaft in München verschwindet einer der Teilnehmer kurz vor dem Finale. Süden und sein Arbeitskollege machen sich auf die Suche und "finden" noch mehr verschwundene Menschen... Faszinierend ist Anis Schreibstil. Das ist schon fast Poesie, Luftsprünge durch das alltägliche Leben eines Beamten in der Vermisstenstelle München. Streckenweise bleibt das Buch sachlich, wie ein Bericht, das passt zum Krimi. Aber immer wieder malt der Autor Bilder vor die Augen seines Lesers, bis hin zum Bruder des Luftgitarristen, der einen gelben Hut und eine Sonnenbrille trägt. Die Stimmung, die Ani erzeugt, geht weit über die "normale" Krimistimmung hinaus. Das ist Literatur!