Sollten Sie dieses Buch in der Erwartung aufgeschlagen haben, darin lauter liebe, brave, süße, schnurrige Geschichten über Katzen zu finden, klappen Sie's besser gleich wieder zu. Sie würden enttäuscht sein. Garantiert!
Hier sind überwiegend gemeine, boshafte, ekelige, ja widerliche und gar niederträchtige Geschichten und Informationen über diese dekadente Spezies zusammengetragen, die nur zu einem gut ist - nämlich Katze zu sein. Ebenfalls garantiert!
Damit wir uns - und Sie dieses Buch - recht verstehen: Ich finde, nicht zuletzt aus eigener, natürlich katziger Erfahrung, daß Katzen uns Menschen weitaus überlegen sind. Weil sie im Gegensatz zu uns all ihre Macken, Zicken, Krankheiten, Phobien, Traumata, Probleme, Wünsche, Hoffnungen, Eigenarten und was es sonst so gibt ausleben dürfen und immer Verständnis finden, egal, wie verrückt, unverständlich oder nicht nachvollziehbar ist, was sie tun.
Grund dafür mag vielleicht ihre Herkunft sein, die ja, sollten die Historiker richtig liegen, auf die katzenköpfige ägyptische Göttin Bast oder Bastet bzw. auf die Mond- und Lebensgöttin Isis zurückzuführen ist. Mit Göttinnen und ebensowenig ihren Nachfahren legt man sich nun mal nicht an.
Aber im Ernst: Vergessen Sie einfach alles, was Sie über Katzen wissen oder zu wissen glauben, und lesen Sie dieses Buch in der Stimmung, in der es geschrieben wurde. Also völlig vorurteilsfrei, in aller Ruhe und ohne das unheimlich dumpfe Gefühl, daß Ihr Liebling Sie gleich fauchend anspringen und zerschrammen könnte, jedoch in der Gewißheit, daß Weihnachten genauso ist wie unsere Katzen. Unberechenbar.
Ein frohes Fest mit der und für die Katz wünscht Ihnen Ihre
Mia Schnor