Donnerwetter! Endlich mal ein Film aus der Hoch-Zeit des Schunds in Italien.
Eine Gruppe von Männern und Frauen sucht einen Schatz, der während des 2. Weltkrieges in einer Höhle tief im Dschungel versteckt wurde. Doch die Reise wird zum Todestrip. Fast pausenlos wird die Gruppe dezimiert durch Krokodile, Giftpfeile und andere Unannehmlichkeiten. Steckt ein Mensch hinter diesen Taten? Ist der Mörder gar in den eigenen Reihen zu suchen?
Klingt eigentlich ganz interessant, wenn auch unglaubwürdig. Ein gewisses Potenzial an Spannung hätte "Horror Safari" (O-Titel) dennoch haben können. Doch Spannung gibt's nicht und die Action- und Gewaltszenen sind so dilettantisch, dass einem sogleich ein Lächeln übers Gesicht huscht. Aber das Tollste ist dieser Ich-Erzähler, der fast jede Szene aus dem Off kommentiert, und was er da so sagt um die Handlung zu verdeutlichen, ist blanker Nonsens. Viel zu oft widersprechen sich Bild und Ton. Ein Beispiel: Die Gruppe fährt in einem Boot einen Fluss entlang. Wir _hören_, dass sich die Abenteurer mitten im Dschungel befinden, sogar von Kannibalen ist die Rede. Aber was _sehen_ wir? Ein Boot, dass einen Fluss entlangfährt, am Ufer als Dschungelersatz einen lichten Palmenwald, die Palmen so synchron angeordnet wie eine Apfelplantage. Sehr überzeugend.
Laura Gemser auf dem Cover lässt vermuten, dass sie die Hauptdarstellerin ist, in Wirklichkeit spielt sie nur eine unwichtige Nebenrolle.
Für normale Zuschauer ist dies ein Film zum Ausschalten.
Nur für Trashfans gilt: Einschalten, Angucken, Totlachen. Die kommen hier voll auf ihre Kosten.
Zur DVD selbst lässt sich nur sagen, dass der Film in der vorliegenden Fassung gekürzt worden ist.