Dieser Film war ein Kassenschlager(Er hatte im Laufe der Zeit mehr als 10 Mio Zuschauer in der DDR) und machte Gojko Mitic in Osteuropa zu einem Kultstar. Aber: der Film ist nach heutigen Maßstäben bestenfalls durchschnittlich. Das Schlimmste: Die Musik in den Kampfszenen ist wirklich furchtbar und wirkt wie von einem Hippie im Drogenrausch (Was hat sich Wilhem Neef gedacht, was sollen eine ORGEL und ein Saxophon in einem Western???) geschrieben. Die Szenen wirken teilweise hölzern und ohne Zusammenhang, recht lieblos, aneinander gereiht und die Dialoge wirken nicht echt sondern aufgesetzt. Rolf Römer (Tobias) grinst die ganze Zeit wie ein Honigkuchenpferd und der Darsteller des Medizinmannes hat wahrscheinlich noch nie vor der Kamera gestanden. Die Kostüme der Indianer sind prächtig, während die der Weißen wirken wie vom Kostümverleih. Die Inszenierung ist streckenweise langatmig geraten ABER: Der Film bemüht sich um ein Indianerfreundliches Bild, und die Hauptdarsteller Gojko Mitic und Jiri Vrstala reißen vieles heraus. Gojko sieht gut aus und spielt den Häuptling mit Würde, Ehrgeiz und Geschmeidigkeit, vielleicht etwas zu ernst.Die Actionszenen hat er ohne Double gedreht und das merkt man dem Film eindeutig positiv an. Gegenpart "Red Fox" ist verschlagen, gemein und ein "guter" skrupelloser Schurke, der die Schnauze von seinem Leben im Grunde genommen voll hat und deswegen scharf auf das Gold der Dakota ist.
Dieser erste DEFA Western ist keinesfalls perfekt und man sieht ihm an, das nicht überall Profis am Werk waren. Aber man muß die Improvisationsfreude der DEFA loben und für Gojko-Fans ist der Film eine wahre Freude. Er und Jiri Vrstala sorgen dafür, daß der Film keine Lachnummer ist und weil sie ihre Sache wirklich gut machen, gibts 3 Sterne. Immerhin: spätere DEFA Filme mit Gojko sind besser gemacht, Fans sollten einmal vergleichen.