Kurzbeschreibung
Ein Team, das aus Juden, Christen, Moslems und Ausländern besteht und eine arabische Stadt vertritt, sollte als Brücke zum Frieden dienen. Ich würde mir nur wünschen, dass die ganze übrige Welt hier gewesen wäre, um das mit zu erleben". Itche Menachem, Vorsitzender des israelischen Fußballverbandes IFA Wenn Mannschaften aus unteren Ligen einen Landespokal gewinnen, ist dies immer wieder eine Überraschung. Doch als Bnei Sachnin (Söhne von Sachnin) israelischer Pokalmeister wurde und sich somit für den jetzigen UEFA Cup qualifizierte, war es mehr als ein sportlicher Erfolg. In der besagten Nacht, war aus einem simplen Fußballspiel ein lebender Beweis für berechtigte Hoffnung geworden. Durch eine außergewöhnliche israelische Mannschaft in der Juden, Christen, Moslems und sonstige Nationalitäten eine Einheit bilden, wurde besonders bei diesem Spiel der Friedenstraum in einem Stadion greifbar und echt: Arabische Spieler, die mit der Flagge Israels und dem blauen Judenstern Ehrenrunden rennen. Ein jüdischer Trainer, der sich mit dem arabischen Teamchef freut. Und Spieler unterschiedlicher Kulturen, die sich als Freunde in den Armen liegen. Nein, Fußball ist nicht nur ein Spiel.
Über den Autor
Roger Repplinger, geboren 1958 in Stuttgart, hat in Tübingen studiert und im Fach Soziologie promoviert. Er arbeitet als freier Autor, wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet und lehrt als Dozent an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Hamburg sowie am Institut für Sportwissenschaft der Universität Tübingen.