Inhalt:
Die Lamia Berenike hat das Gift ihrer Fänge verloren - jedoch nicht ihren Mut und die Entschlossenheit, sich zu beweisen, damit ihr Volk über ihren Makel hinwegsehen und sie nicht zu einer Ausgestoßenen machen kann. Kurzerhand beschließt sie, nach London zu reisen, um dort Gilian de Garou, einen Werwolf der alten Sippe, zu töten. Doch jemand ist ihr zuvorgekommen. Gilian ist bereits tot - gestorben oder ermordet auf äußerst mysteriöse Weise.
Der Fürst der Werwölfe und Vater von Gilian, Juvenal de Garou, trifft ebenfalls in London ein, um den Mord an seinem Sohn zu rächen. Berenike und Juvenal treffen durch widrige Umstände aufeinander und kommen sich dabei langsam näher. Doch die erbitterte Feindschaft zwischen Lamia und Werwölfen sollte eine Beziehung zwischen den beiden unmöglich machen. Werden sie trotzdem alle Hürden überwinden und zu ihren Gefühlen stehen können? Und werden sie das Rätsel über den Tod von Gilian lösen?
Einschätzung:
Wie auch schon in den beiden Vorbänden, überzeugt Lara Wegner mit einem angenehm flüssigen Schreibstil und einer äußerst bildhaften Sprache, die den Leser direkt am Geschehen teilhaben lässt. Schon auf den ersten Seiten wird man in eine spannende und wunderbar leidenschaftliche Geschichte gezogen, die fesselt, stellenweise Gänsehaut beschert und bis zum Ende nicht mehr loslässt.
Wie gewohnt sind auch die Figuren liebevoll gezeichnet und wirken durch und durch echt - ja "menschlich", mit all ihren Stärken und Schwächen. Gerade die Lamia Berenike wächst einem sofort ans Herz. Sie besticht mit Mut und ihrer unerschütterlichen Liebe zu Juvenal, aber auch mit ihrer Zuneigung zu ihrem Bruder und dem Gestaltwandler Grishan. Trotz des Verlustes ihrer Waffe - des Giftes der Fänge -, und der Schwierigkeiten, die sich aus ihren Gefühlen zu Juvenal ergeben, lässt sie sich nicht unterkriegen. Sie zeigt Rückgrat, trotzt den Problemen und kämpft um die Gunst des schönen Werwolffürsten und für ihre Liebe.
Juvenal braucht etwas länger bis er in Berenike seine zweite Hälfte erkennt, denn er hadert noch immer damit, den Tod seiner Alphawölfin Sorscha zu überwinden. Juvenal ist einerseits ein erbitterter, starker und unerschütterlicher Krieger, andererseits kann er aber auch mit Haut und Haaren lieben und er besitzt auch eine verletzbare Seite, denn die Trauer um seinen Sohn und den Omegawolf quält ihn und lässt ihn nicht ruhen. Ein richtig toller und sympathischer Kerl!
Erwähnen möchte ich noch, dass "Der Fürst der Wölfe" der dritte Teil der Reihe "Die Söhne der Luna" ist, jedoch auch als Einzeltitel gelesen werden könnte, da nur hin und wieder Namen voriger Protagonisten fallen. Nichts desto trotz kann ich jedem nur raten, sich auch die ersten beiden Teile zu besorgen - jeder für sich ein toller romantischer und übersinnlicher Liebesroman!
Fazit:
Spannend, rasant, mystisch, leidenschaftlich und romantisch! Wer nach einem übersinnlichen Liebesroman mit tollen, liebenswerten Figuren und einer ausgereiften und spannenden Geschichte sucht, ist bei "Der Fürst der Wölfe" genau richtig. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil und vergebe 5 von 5 Punkten für dieses spannende Lesevergnügen! (PH)
Serieninfo:
1) Im Bann des Wolfes
2) Die Braut des Wolfes
3) Der Fürst des Wolfes