Séraphine Louis 1864-1942: Catalogue raisonné / WerkverzeichnisSchon als Teenager - damals sagte man noch "Backfisch" - sah ich in Knaurs Lexikon Moderner Kunst ein Bild von Séraphine Louis, das mich ansprach, ich wusste damals nicht mehr als heute, warum. Sie als naive Malerin zu bezeichnen, kommt ihr wohl am nächsten, denn außer Schulunterricht hat sie Malerei nie studiert, nie die mühseligen Zeichnungen machen müssen, die andere Künstler in der Kunstschule fabrizieren müssen. Sie malte, was ihr Unbewusstes - sie nannte es ihre Engel - ihr eingab, meistens Blumen und Pflanzen, die noch niemand gesehen hatte. Manche gefallen mir weniger, andere faszinieren mich total.
Inzwischen hatte ich sogar die Gelegenheit, nach Senlis zu reisen, wo sie lebte, wie man es in dem vor einigen Jahren erschienenen, wunderbaren Film sehen konnte.
Séraphine In einer Galerie hingen einige ihrer Bilder, die mich in ihren Bann zogen. In Deutschland zeigt das Museum Charlotte Zander in Bönnigheim eine Sammlung ihrer Bilder. Solange ich dort nicht hinkomme, muss ich mich mit den schönen Wiedergaben in diesem Buch begnügen. Es wirkt sehr komplett, bringt Abbildungen fast aller ihrer Bilder und einen knappen aber ausreichenden Text über ihr Leben und ihre Kunst, auf Deutsch und Französisch. Für Séraphine-Fans wärmstens zu empfehlen.