ulrike haage legt mit selavy ihre erste soloplatte vor.
haage, die in den vergangenen jahren mit einer langen reihe an musikern gespielt und in den unterschiedlichsten projekten mitgewirkt hat, erwähnt seien hier F.M. Einheit, die Rainbirds mit katharina franck oder auch meret becker, erhielt 2003 für ihr schaffen und für das verbinden & überschreiten musikalischer grenzgebiete den deutschen jazzpreis.
mit jazz hat auch diese platte eigentlich nur im weitesten sinne zu tun. haage zeichnet mit ihren keys zarte gemälde und akzentuiert sie mit scheinbar improvisiertem pianospiel. die stücke dringen sanft und warm in die ohren und legen sich geschmeidig über den eigenen kosmos. ganz sparsame unterstützung holt sie sich bei einigen wenigen stücken von tim lorenz (dr), johanna varner (cello) und moses schneider (b).
erwähnenswert ist außerdem die geschmackvolle gestaltung der cd mit wunderschönen photos und kommentaren haages.
sehr empfehlenswert!