Darf jemand, der vor der Geburt und danach auf den Pfaden der Medizin geriet, den man mit dem Siegel (Quecksilber) der Verschwiegenheit und Irrsinns prägte, die Bücher rezensieren, die zu den ausgezeichnesten Werken ghören, die in den Regalen stehen? Sagte Schopenhauer nicht selber, daß derjenige, der die Werke der Weisen gelesen hat auf die große Schar von Menschen herabblickt, die blutarm an Kenntnissen ihr dasein fristen und daher glaubt über ihnen zu schweben? Und ist Quecksilber nicht geradezu ein Beschleuniger dieses Gefühls? Ja, dem ist so!
Parerga und Paralipomena war das erste Buch, das ich als 14jähriger von meinem eigenen Geld kaufte. Als Fußballspieler wußte ich, das, wenn man die geeigneten Worte findet und es dem Gegenspieler zuruft, er in der nächsten halben Stunde, den Ball nicht treffen wird. Und dieses Buch war voll von Flüchen und bösen Worten, die, wenn man sich gewählter auf dem Spielfeld ausdrückt noch stärkere physische Schläge zur Folge hatten, als man es vermutete. Von dieser Seite aus betrachtet war das Buch ein echter Fehlkauf. Nun ist man in dem Alter noch mit dem Tau der Naivität behaftet und glaubt, daß bei den größten Geistern es allein um die Wahrheit geht und niemand wird im Kampf um die Krone von ihr weichen. Der Grund, weshalb ich mir dieses Buch kaufte waren die 69 Seiten des Kapitels "Über die Universitäts-Philosophie." Es gibt kaum jemanden, der das Kapitel erwähnt oder sich damit befassen will. Denn wie Schopenhauer sagte, handelt es sich um die Universitätsphilosophie um Katheder-Philosophie, die man heute als System-Philosophie bezeichnen muß. Unsere heutigen Philosophen müssen nämlich alles, was in den Gesellschaften und Instituten der Hochfinanz ausgebrütet wird, den Menschen als eine Erkenntnis freien und edlen Strebens nach der Wahrheit verkünden und nicht als den nackten Willen Satans. Das wäre auch unerträglich für alle zwangsgesteuerten Intellektuellen, die schon genau wissen, daß sie im Geiste wohlgekleidet daherkommen wollen. Schopenhauer redet über Hegel (aber auch über die anderen damaligen Universitätsprofessoren nicht besser) nicht im Sinne eines philosophischen Streites, sondern, von der hegelschen Aftersweisheit, eine philosophische Hanswurstiade, deren Inhalt der holste sinnleerste Wortkram ist, an welchen Strohköpfe ihr genüge gehabt haben. Ich weiß nicht, ob Schopenhauer eine Ahnung davon hatte, in wie weit sich diese Geschwulst fortpflanzen könnte. Denn er schreibt am Anfang: "In allen anderen Wissenschaften nämlich haben die Professoren derselben bloß die Verpflichtung, nach Kräften und Möglichkeit zu lehren, was wahr und richtig ist." In dieser Hinsicht sind wir heute jedoch weiter fortgeschritten, denn wenn im Wasser 2ng/g Quecksilber enthalten ist, wird es unverkäuflich. Wenn man jedoch als Kleinkind 100ng/g in der Hypophyse hat oder 10ng/g in anderen Bereichen des Gehirns, so ist es unschädlich und das Kind entwickelt sich prächtig nach der Aussage der verantwortlichen Professoren. Wer von Natur aus von den Gelehrten nicht niederträchtig genug ist und dieses verkünden kann ist zumindest in der Freimaurerei, wo an einem virtuellen Tempel gebaut wird und zur dessen Vollendung alles, wirklich alles erlaubt ist, was man sich vorstellen kann und auch was man sich gar nicht vorstellen will. Der Eid des Freimaurers (der weit höher steht, als alle anderen Schwüre!!) kann deshalb den Wortlaut haben: "immer und überall die heiligen und unabschafbaren Rechte der Freimaurer auf unbeschränkte Freiheit der Handlungen zu verteidigen." Ziel aller Logen ist es in die Regierungen einzudringen, um sich der Regierung zu bemächtigen und die Kontrolle der Justiz. Sie haben sich aller Schlüsselpositionen bemächtigt, so auch die der Medizin. Das Wesen des Freimaurers besteht darin, alles in den Schmutz zu ziehen und ernste Angelegenheiten lächerlich zu machen. Sie waren es, die den ungehemmten Individualismus verbreitet haben, zum Untergang der Moral und der Werte. Der Zweck des ganzen ist, alles so marode zu machen, daß sich alle den Tyrannen ergeben werden und die Weltregierung entstehen kann. Weicht ein Freimaurer von dem Pfad "der menschlichen Vervollkommnung" ab, so droht ihm folgendes: "....alles dies schwöre ich mit dem festen und unerschütterlichen Entschluß, es zu halten, unter keinen geringeren als den folgenden Strafen: Daß mein Hals quer durchschnitten, meine Zunge ausgerissen, mein Herz aus meiner linken Brust genommen und mein Leib in zwei Stücke verteilt werde, so helfe mir Gott und stehe mir bei in dieser zum Stuhle gehörigen Verpflichtung."
Schopenhauer hat sich damit in seinen Werken kaum auseinander gesetzt. Er hat sich nur mit grundsätzlichen Dingen beschäftigt und hat wohl nicht gewußt, das viele der damaligen großen Persönlichkeiten von den Freimeurern vergiftet wurden. So auch Mozart, Lessing, Schiller und auch Goethe, der nicht am Gift starb. Heinrich Voß schrieb an Jean Paul: "Ein Olympier wird uns erhalten bleiben", und das war Goethe. Schiller war der andere Olympier, der mit Aconit vergiftet wurde. Das steht verschlüsselt im Faust! Goethe hatte auch keine Eingebung von göttlicher Seite als er sagte: "Einer von uns beiden wird in diesen Jahr sterben müssen." Das hat er aus freimaurerischen Munde unter der Hand erfahren dürfen. Voß und Goethe sind sich danach aus dem Wege gegangen. Viele der Personen waren selbst Freimaurer, die jedoch mit deren Praktiken nicht einverstanden waren und Lessing sagte: "Ich habe keine Lust mit Narren zu konferieren." Diese Naivität, von der ich Eingangs sprach, besaßen auch die großen Geister der Geschichte und es heißt noch lange nicht, daß der, der Freimaurer ist damit voll und ganz hinter deren Zielen steht. Die jedoch, die sich abwenden oder gar sich dem entgegen stellen, die werden unter Umständen ermordet. Die Freimaurerei ist also ein äußerst humanitärer Verein, der niemanden über ihre wahren Ziele aufklären wird.
Klare Empfehlung für Schopenhauer, dessen Kunst mit Worten umzugehen einem doch klar zeigt, was Quecksilber aus einem machen kann. Arthur Schopenhauer ist einer der größten Geister und Lehrer, die etwas zu Papier gebracht haben. Eintausend Sterne für ihn und jeden Satz den erschrieb, denn ohne seine Bücher wäre ich ein Niemand geworden!
Ludwig