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Sämtliche Sinfonien 1-9 (Ga)
 
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Sämtliche Sinfonien 1-9 (Ga) [Box-Set, Original Recording Remastered]

Günter Wand Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Komponist: Ludwig Van Beethoven
  • Audio CD (29. Oktober 2001)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 5
  • Format: Box-Set, Original Recording Remastered
  • Label: Rca Red Seal (Sony Music)
  • ASIN: B00005QHV5
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 8.148 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Disk: 1
1. 1. Adagio molto
2. 2. Andante cantabile con moto
3. 3. Menuetto: Allegro molto e vivace
4. 4. Finale: Adagio - Allegro molto e vivace
Alle 9 Titel anzeigen.
Disk: 2
1. 1. Adagio molto
2. 2. Larghetto
3. 3. Scherzo: Allegro
4. 4. Allegro molto
Alle 8 Titel anzeigen.
Disk: 3
1. 1. Allegro con brio
2. 2. Marcia funebre: Adagio assai
3. 3. Scherzo: Allegro vivace
4. 4. Finale: Allegro molto
Alle 8 Titel anzeigen.
Disk: 4
1. 1. Adagio - Allegro vivace
2. 2. Adagio
3. 3. Menuetto: Allegro vivace
4. 4. Allegro ma non troppo
Alle 8 Titel anzeigen.
Disk: 5
1. 1. Allegro ma non troppo, un poco maestoso
2. 2. Molto vivace - Presto
3. 3. Adagio molto e cantabile
4. 4. Presto
Alle 5 Titel anzeigen.

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Bezüglich der Sinfonien Ludwig van Beethovens hat Günter Wand Interpretationsgeschichte geschrieben: Die Neunte führte er in Köln mit seinem Gürzenich-Orchester erstmals 1955 in Beethovens originaler Version auf; davor war stets eine "aufgepeppte" Version mit Instrumentationszusätzen von Gustav Mahler und Richard Wagner gespielt worden. Heutzutage ist es schlechterdings nicht mehr vorstellbar, etwas anderes als das Original zu musizieren. Aber selbst 1963 noch wiederholte sich für Wand die Kölner Geschichte in Hamburg: Hier hatten die Orchestermusiker sich von der Bearbeitung ihres geliebten Wilhelm Furtwängler zu verabschieden, was zu nicht unerheblichen Auseinandersetzungen führte. Damals dachte natürlich noch niemand daran, dass Wand fast 20 Jahre später der Chefdirigent dieses Ensembles werden würde und dass eine brillante Einspielung aller Beethovensinfonien (aufgenommen in den Jahren 1985 bis 1988 im Studio) eine seiner größten Hamburger Leistungen werden sollte.

Der Wille des Komponisten steht für Günter Wand immer an erster Stelle; nicht "interpretieren" will er ein Werk, sondern möglichst das zum Vorschein bringen, was der jeweilige Komponist intendiert hat. Trotz dieser kompromisslosen Werktreue ist Wand selbstverständlich kein Anhänger der "Historischen Aufführungspraxis": Scharfe Kontraste sowie andere Ecken und Kanten, die Dirigenten wie John Eliot Gardiner oder Roger Norrington gerade auch in Beethovens Werken zum Vorschein gebracht haben, wird man in Günter Wands Einspielungen nicht finden. Andererseits jedoch fasziniert er durch einen schlanken, flexiblen Klang, der trotz einer eher "romantischen" Grundstimmung große Durchsichtigkeit ermöglicht und Liebe zum Detail erkennen lässt. In dieser Hinsicht sind die rein instrumentalen Sinfonien Nummer 1 bis 8 sowie die drei ersten Sätze der Neunten durchweg eine reine Freude; im Finalsatz der Letzteren hätte man sich vielleicht eine vibratoärmere Sopranistin als Edith Wiens sowie einen Chor von ähnlich jugendlich-frischer Qualität wie der Stuttgarter Kammerchor oder der Monteverdi Choir gewünscht. Diese vokalen Kritikpunkte schmälern jedoch kaum den Wert von Günter Wands vorbildlicher dirigentischer Leistung; in gewohnter Weise tritt er selbst ganz hinter den Komponisten zurück und erweist sich gerade daher als einer der ganz großen Orchesterleiter unserer Tage. --Michael Wersin

Produktbeschreibungen

SINFONIEN 1-9

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Andre Arnold TOP 100 REZENSENT
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Bei der Auswahl eines Zyklus der Beethoven Sinfonien stellt sich für viele vorab zunächst die Frage, welche Art von Einspielung man haben möchte. Nicht mehr zeitgemäß sind sicherlich allzu breite, romantisierende Darbietungen, nicht unbedingt weil sie anachronistisch sind, sondern vielmehr weil sie die Aussage und die Façon dieser Musikmonumente verfälschen. Dennoch halte ich es nicht für zwingend erforderlich, die beethovenschen Sinfonien historisch informiert aufzuführen. Beethovens Musik - und nicht nur seine Sinfonien - sind zeitlos - und ein Orchester mit modernem Instrumentarium, aber beseelt vom Geiste des Wiener Meisters kann genauso herausragende Momente vollbringen wie das Musizieren auf zeitgenössischen Instrumenten.
Günter Wand hat gezeigt, wie es geht. Zusammen mit dem NDR Sinfonieorchester spielte er im hohen Alter in den 80er Jahren sämtliche Beethoven Sinfonien ein. Die Aufnahmequalität der vorliegenden, ansprechend gestalteten Box kann durchweg als tadellos und brillant bezeichnet werden.

Dass Wand in der Regel keine extremen Tempi wählt, zeigt sich bereits in den ersten beiden, immer wieder erfrischenden Sinfonien. Berechtigt respektive einer wahren Flut an Gesamteinspielungen stellt sich die Frage: Kann Wand mit seinem NDR Sinfonieorchester den Stücken noch etwas Neues abgewinnen? Die Antwort lautet ja, indes er in den Kopfsätzen der Erstlinge offenlegt, welch einzigartige Symbiose Beethoven hier zwischen dem Stil seiner Vorbilder Haydn und Mozart sowie seinem schon recht ausgeprägten Stil schaffte.

Der "Eroica" lässt Wand genügend Zeit, um ihre hehre Wirkung voll zu entfalten. Man höre sich nur die Majestät des einleitenden Allegros an. Auch der Trauermarsch an zweiter Stelle wird bei Wand nie versanden. Zudem ist er einiger der wenigen Dirigenten, der es vermag, die Dritte auch nach dem Ende eben dieses Marsches noch "am Leben" zu halten und weiterhin spannend zu gestalten.
Die Vierte wird dank des hervorragenden Orchesterspiels zu einem wahren Genuss. Farbige Nuancen, himmlische Längen im Adagio und differenziert gesetzte Akzente legen dar, dass es sich hier um einen wahren Quell des Einfalls handelt.
Auch die Fünfte ist ein Highlight, voluminös, kräftig und dynamisch wird sie hier dargeboten. Alles ist ständig im Fluss. Die Spannungssteigerung kurz vor Beginn des befreienden Finales ist den Akteuren genial gelungen.
Facettenreichtum, vollkommene Transparenz und perlende Nuancen sind die Markenzeichen der "Pastoralen", der schwierigsten aller Beethoven Sinfonien. Wand lässt sich auf dieses Stück ein und folgt Beethovens Vorschrift, dass innerhalb dieses Werkes keine Bilder entworfen werden sollen, sondern dass solche eher im Kopfe, im Geiste des Hörers zu entstehen haben. Wand verwirklicht dieses Credo, schafft Musik zum Träumen, der es aber gleichzeitig nicht an Geist und Sinn gebricht.
Die Siebente ist die Rhythmischste der Sinfonien, ein wahrer Freudenreigen. Während Wand der Kopfsatz sowie das folgende Allegretto ausgezeichnet glücken, muss der Hörer im wilden Scherzo einen Spannungsabfall infolge des zu mäßigen Tempos hinnehmen. Doch das Finale kann wieder überzeugen.
Wie bei so vielen Gesamteinspielungen stellt auch hier die Achte einen absoluten Höhepunkt dar. Leider hat es noch kein Dirigent vermocht, dem "Gruß an Haydn" den Stellenwert einzuräumen, der ihm gebührt.

Den ultimativen Prüfstein für jedes Orchester und jeden Dirigenten stellt die neunte Sinfonie dar, jenen Gipfelpunkt aller irdischen Kunst. Die Akteure werden hier unterstützt durch Edith Wiens (Sopran), Hildegard Hartwig (Alt), Keith Lewis (Tenor) und Roland Hermann (Bass), begleitet vom Chor der Hamburgischen Staatsoper und dem Chor des Norddeutschen Rundfunks. Wand nimmt die Neunte gelassen, niemals zu schnell, niemals zu langsam, immer genau richtig. Sowohl den dritten Satz, eines der drei großen Adagios Beethovens, als auch das bombastische, zu Tränen rührende Finale beenden diesen Zyklus gebührend, und das nicht zuletzt wegen der einwandfreien gesanglichen Darbietung.

Fazit: Eine großartige Gesamteinspielung, die beste nicht, aber erfrischend neu und geradlinig...
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"So und nicht anders ..." 11. Februar 2011
Format:Audio CD
Das ist der Titel eines Buches über Günter Wand, welches nach seinem Tod im Jahre 2002 aufgelegt wurde.

Die Beethoven-Sinfonien sind schon oft eingespielt worden. Alle mehr oder weniger guten Orchester
und Dirigenten haben sich daran ausgetobt.
Es gibt dementsprechend auch keine definitive "Version" der einzelnen Werke, so dass jeder selbst
entscheiden muss, welche Interpretation ihm besser gefällt.

Günter Wand war nie einer, welcher das individuelle Genie seiner Persönlichkeit in den Vordergrund
seiner Konzerte bzw. Aufnahmen stellte. Einer der selbstverliebt entschied, wie seiner Meinung nach
eine Sinfonie zu klingen habe.
Da gab (und gibt) es diverse andere ...

Bei Wand war die Partitur das eigentliche Genie. Wenn er sich eines Werkes annahm, war seine eigene
Vorbereitung schon immens (manchmal monatelang!); die folgende Probenarbeit mit dem jeweiligen Orchester dann noch mal.
Ihm war wichtig, dass das Werk so gespielt wurde, wie es der Komponist wohl erdachte.
Insofern können seine Einspielungen als gewisser Standard gelten, wie ein Werk eingentlich (nach
Partitur) kingen sollte.
Alles andere sind individuelle "Zugaben" anderer Interpreten bzw. Kapellmeister, die der Meinung waren
und sind, ein Stück "könne doch nur so" gespielt werden ...

Die Herangehensweise Günter Wands an einzelne Komponisten kann denn auch speziell (aber nicht nur) bei den Bruckner-
Sinfonien (zusammen mit dem Kölner Rundfunk-Sinfonieorchester) oder diesem Beethoven-Zyklus (mit dem NDR-Sinfonieorchester)
begutachtet werden.
Es ist schon erstaunlich, wie brilliant plötzlich die schon so oft gehörten Sinfonien 5 und 9 von
Beethoven klingen können.
Dirigent und Orchester verschmelzen zu einem Klangkörper. Das braucht Zeit und Geduld. Seltene Güter
in der heutigen Zeit ...
Günter Wand hat sie sich immer genommen. Und das Resultat sind herausragende Einspielungen/Aufführungen
diverser Sinfonien: werkgetreu und ohne Effekthascherei.

Es hat sich gelohnt!

Wer mehr über Günter Wand und seine Philosophie erfahren möchte, dem sei das oben genannte Buch
empfohlen oder die sehr gut gemachte Dokumentation von Rolf Seelmann-Eggebert von 1989 "Günter Wand - Begegnung
mit einem großen Dirigenten".
Evtl. mal im NDR zu sehen; gibt es aber auch als DVD vom Mittschnittservice des NDR. Klasse!

Sehr schöne CDs mit Werken, so wie sein sollen. Technisch einwandfrei.
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