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Sämtliche Klavierkonzerte 1-5 (Ga)/Klavierwerke [Box-Set]

Radu Lupu Audio CD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Komponist: Ludwig Van Beethoven
  • Audio CD (25. November 2005)
  • SPARS-Code: ADD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 4
  • Format: Box-Set
  • Label: Decca (Universal)
  • ASIN: B000BVEKJU
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 206.337 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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4CD Israel Philharmonic Orchestra/Zubin Mehta

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5.0 von 5 Sternen vom Besten 1. Februar 2010
Von Wilhelm Kaiser TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD
Auch im Vergleich mit großartigen Einspielungen anderer Künstler möchte ich die vorliegenden Aufnahmen nicht missen. Ich möchte Beethoven genau so hören, wie er von Radu Lupu am Klavier gespielt wird, denn er lässt meinem Eindruck nach den Atem und Geist von Beethoven über alle Maßen spürbar werden. Nichts anderes gilt für das Dirigat durch Zubin Mehta. Radu Lupu und Zubin Mehta scheinen sich blendend zu verstehen, denn die Früchte der Zusammenarbeit vermitteln den Eindruck, ganz ihrer Aufgabe verpflichtet zu sein und nicht einem extrovertierten Gehabe folgen zu müssen, um sich von dem Rest der Welt zu unterscheiden. In der (entspannten) Ruhe liegt die Kraft, die sich wiederum im "Majestätischen" manifestiert, einer Größe und Tiefe mit festlichen und leuchtenden Klangfarben, die insbesondere im fünften Klavierkonzert bedeutsam sind.

Radu Lupu und Zubin Mehta sind sicherlich Protagonisten ohne Extravaganzen, das macht sie sympathisch und nicht zuletzt auch überzeugend. Hoch zu loben ist auch das Spiel des Israel Philharmonic Orchestra. Eine wahrhaft große und schöne Einspielung der Klavierkonzerte von Beethoven. Die vorliegenden Aufnahmen gehören nach meinem Empfinden zu den besten Einspielungen, womit ich auch angesichts einer großartigen Konkurrenz selbstverständlich keine Rangfolge verbinde, denn über Geschmacksfragen ließe sich endlos streiten, man kann es aber auch wie ich bleiben lassen.

Bei den von mir besuchten Konzertabenden mit Radu Lupu als Klaviervirtuosen ist mir im Gegensatz zu einem anderen Rezensenten an der Art des Auftretens des Künstlers nichts Negatives aufgefallen. Ob Radu Lupu auf einem Klavierschemel oder auf einem Stuhl saß, ist mir allerdings überhaupt nicht mehr in Erinnerung. Ich halte das auch für völlig nebensächlich. Noch viel weniger lassen sich daraus Rückschlüsse auf die Interpretation herleiten. Radu Lupu wird seine Gründe haben, einen Stuhl mit einer breiteren und vielleicht auch für ihn bequemeren Sitzfläche zu bevorzugen. Die Klavierschemel-Psychologie erscheint mir doch verwegen. Und über Marotten und Probleme von Künstlern im Kontakt mit dem Publikum könnte man Bände schreiben. Wer kennt nicht das andächtige Verschließen der Augen durch Herbert von Karajan? Jascha Heifetz litt bei seinen Auftritten unter einem entsetzlichen Lampenfieber, spielte jedoch wie ein Teufelsgeiger.
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Beethoven verkleinert 18. Juli 2008
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Radu Lupu ist einer der wenigen Stars, die sich sehr rar machen, seit über einem Jahrzehnt keine Aufnahme mehr, eher scheu " Wenn sich der Saal des Großen Haus verdunkelt, betritt Radu Lupu unauffällig, ja fast schüchtern die Bühne im normalen Straßenanzug: dunkle Hose und graues Sakko. Klein und vollbärtig sieht er fast so aus wie eine modernere Variante von Johannes Brahms, den er an diesem Abend zu interpretieren gedenkt. Den Flügel umrundet er hinten, um sich dann auf einem Stuhl - kein Klavierhocker! - entspannt zurückzulehnen. In dieser Stellung beginnt er sein Spiel und gibt sie während des gesamten Vortrages so gut wie nicht auf. Er wirkt eher wie ein lockerer Barpianist im Kreise der Freunde und - Ironie - er präsentiert sich optisch fast genau so wie Johannes Brahms auf einem Bild im Programmheft."
Wie Kleiber und Sokolov hat er nur ein kleines Repertoire eingespielt, darunter aber die fünf Klavierkonzerte. Nicht auf einen Streich, sondern nach und nach, als die Aufnahme mit dem vierten Konzert sehr erfolgreich war.
Das Spiel von Lupu gefällt mir prinzipiell sehr gut. Ich hatte ihn mit den Schubert-Sonaten rezensiert. Wie also gefällt mir sein Beethoven ?

Das Gesamturteil: entbehrlich, vorweg. Ebenso wie bei den Sinfonien, sind die Konzerte und auch die Sonaten in einer Überfülle von Interpretationen vorhanden. Um in dieser Masse aufzufallen, bedarf es eines besonderen Interpretationsansatzes. Den hat Lupu bei Beethoven nicht.

Ich versuchte meinem geringeren Interesse auf die Spur zu kommen und mir fällt auf, er spielt zu " klein". Man höre ihm Vergleich Arturo Bendetti Michelangeli und Lupu mit dem zweiten Satz des fünften Konzerts. Diese wunderbare Melodie spielt Lupu zu " normal", ihm fehlt die Erhabenheit, die Benedetti Michelangeli diesem Werk gibt und das diesen Satz adelt.
Die Begleitung von Metha ist immer sehr konventionell. Das führt bei mir dazu, dass ich mich langweile-mache ich ungern bei Beethoven.

Als zweites Beispiel sei der dritte Satz der Mondscheinsonate op. 27 Nr. 2 genannt. Manuell einwandfrei, aber ohne spezielle Anreiz. Weder ein Furor bei den aufwärtsdrängenden Kaskaden, noch ein deutliches Forte.
Gleiches könnte ich,noch ausgeprägter, für die Einleitung der Sonate op. 13 berichten.
Wie es im Zitat beschrieben, da sitzt einer locker am Klavier. So möchte ich Beethoven nicht hören.

Auf den Beethoven von Lupu, soweit ich ihn kenne, möchte ich verzichten.
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