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Produktinformation
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1828
Italienreise. Der Plan, sich in München als außerordentlicher Professor niederzulassen, zerschlägt sich. 2. Dezember: Tod des Vaters.
1829
Rückkehr nach Hamburg, dann Arbeit an Bd. 3 der Reisebilder in Berlin und Potsdam; im Sommer auf Helgoland, dann wieder Hamburg. Nach der Veröffentlichung der Reisebilder im Dezember scharfe Angriffe auf Heine wegen der Platen-Polemik in den Bädern von Lucca.
1830
Auf Helgoland erfährt Heine von der Juli-Revolution in Paris.
1831
Der 4. Bd. der Reisebilder erscheint. Es gelingt Heine nicht, in Hamburg eine berufliche Existenz aufzubauen, und er übersiedelt ins freiwillige Exil nach Paris (Ankunft dort am 19. Mai).
1832
Heine wird Korrespondent der Augsburger ›Allgemeinen Zeitung‹ (Französische Zustände, Buchausgabe 1833).
1833
In Frankreich berichtet Heine in »L’Europe litteraire« über Deutschland; die Artikelserie faßte er unter dem Titel »L’état actuel de la littérature en Allemagne. De l’Allemagne depuis Madame de Staël« zusammen; deutsch: Zur Geschichte der neueren schönen Literatur in Deutschland (später unter dem Titel »Die romantische Schule« [1835]). Probleme mit der Zensur erzwingen die Einstellung der Berichterstattung über die »französischen Zustände«. Im ersten Band von Der Salon publiziert Heine u. a. das Romanfragment Aus den Memoiren des Herren von Schnabelewopski.
1834
Heine lernt seine spätere Frau Crescence Eugénie Mirat (»Mathilde«) (1815-1883) kennen.
1835
Verbot seiner Schriften in Deutschland durch den Bundestagsbeschluß gegen das ›Junge Deutschland‹. Im zweiten Band des Salon erscheint u. a. Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland. Erste Lähmungserscheinungen und Augenleiden.
1836
Heine bekommt von der französischen Regierung eine Pension zugesprochen.
1837
Der dritte Band des Salon enthält u. a. den Essay Elementargeister und das Erzählfragment Florentinische Nächte. Als »Vorrede zum dritten Theile des Salon« erscheint separat Über den Denunzianten (gegen den Schriftsteller und Literarhistoriker Wolfgang Menzel).
1838
Der Schwabenspiegel.
1839
Shakespeares Mädchen und Frauen mit Erläuterungen von H. Heine. Offener Brief an Campe: Schriftstellernöten.
1840
Ludwig Börne. Eine Denkschrift erscheint unter dem von Heine abgelehnten Titel »Über Ludwig Börne«. Im vierten (und aus ökonomischen Gründen letzten) Band des Salon erscheint das Romanfragment Der Rabbi von Bacherach. Heines Berichte aus Paris (»Lutetia«, d. i. der lateinische Name für Paris) beginnen in der Augsburger »Allgemeinen Zeitung« zu erscheinen (bis 1843).
1841
Heirat mit Créscence Eugenie Mirat. Erste »Zeitgedichte«.
1843
Atta Troll. Ein Sommernachtstraum (satirisches Versepos). Deutschlandreise. Bekanntschaft mit Karl Marx in Paris; Mitarbeit an Marx’ und Arnold Ruges »Deutsch-französischen Jahrbüchern«. Heine verkauft gegen eine jährliche Rente alle Verlagsrechte seiner Werke an Campe.
1844
Zweiter und letzter Deutschlandbesuch. Tod von Salomon Heine; Erbschaftsstreit. Weitere Zusammenarbeit mit Marx beim »Vorwärts!«. Deutschland. Ein Wintermärchen und Neue Gedichte erscheint.
1845
Heines Gesundheitszustand verschlechtert sich: Erblindung auf einem Auge, die Lähmungserscheinungen schreiten fort.
1848
Mitte Mai: Heine wird bettlägerig; Beginn der »Matratzengruft«.
1851
Der Dichter Heine meldet sich zurück mit dem Ballettlibretto Der Doctor Faust. Ein Tanzpoem, nebst kuriosen Berichten über Teufel, Hexen und Dichtkunst und dem Romanzero, einem Gedichtzyklus mit den Teilen »Historien«, »Lamentationen« und »Hebräische Melodien«.
1854
Drei Bände Vermischter Schriften erscheinen. Darin: Geständnisse; Gedichte. 1853 und 1854; Die Götter im Exil; Die Göttin Diana; Ludwig Marcus. Denkworte; Lutezia. Berichte über Politik, Kunst und Volksleben (stark erweiterte und aktualisierte Version seiner Korrespondentenberichte von 1840-1843 nach Augsbur...
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Abenddämmerung in Deutschland,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Sämtliche Gedichte in zeitlicher Folge (Gebundene Ausgabe)
„Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht, ich kann nicht mehr die Augen schließen, und meine heißen Tränen fließen." (Heine; Nachtgedanken)Diese Ausgabe aller Gedichte Heinrich Heines, zudem in chronologischer Reihenfolge, bietet sämtliche Texte in der von ihm selbst autorisierten Fassung letzter Hand. Die zeitliche Anordnung der Gedichte hält sich darüber hinaus an die zyklische Form, die der Autor den meisten seiner Gedicht gegeben hat, und stellt dementsprechend viele der später aufgelösten Kleinzyklen wieder her; auch zyklische Teilzusammenhänge der Gruppierungen letzter Hand sind so in ihrer entstehungsgeschichtlichen Frühform sehr schön sichtbar. Dies ermöglicht ein Lesen der Lyrik Heines, wie es noch niemals zuvor je möglich gewesen ist. Aber auch textbiographisch ist diese Ausgabe aufregend; sie wird dem berühmten und meistgescholtenen Lyriker deutscher Sprache durchaus gerecht. Lohnend ist die Lektüre seiner Gedichte aber nicht nur aus formstilistischer Sicht, und auch nicht nur aus der historischen, sondern weil es Dokumente eines Mannes sind, der Verändern wollte, und der dabei doch erkennen mußte, wie wenig Literatur oft vermag. Teils polemisch, teils frivol sind seine Gedichte, oft voller Spott, und doch mögen viele von ihnen immer noch bissig und aktuell sein. [Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.] (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ich liebe die Gedichte von Heine,
Rezension bezieht sich auf: Sämtliche Gedichte in zeitlicher Folge (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Ich liebe Heine. Ich liebe den Lyriker Heine, der der Nachwelt unzählige, wunderschöne Gedichte hinterlassen hat, die niemals langweilig oder monoton, sondern immer geistreich, schlicht, frech und ironisch sind. Seine Liebesgedichte sind gekennzeichnet von der unglücklichen und unerfüllten Liebe, an der Heine auch gelitten hat. Ich liebe den Journalisten Heine, der mit seinen Prosaschriften das moderne Feuilleton erfand, der mit seinen Reisebreichten und Essays zu unterhalten verstand, der zwischen Frankreich und Deutschland zum Verständnis beitragen wollte. Ich liebe den Spötter Heine, der blasphemisch, witzig und boshaft die staatlichen und kirchlichen Institutionen sowie antisemitische Strömungen attackierte. Ich liebe den politisch engagierten Dichter, der in seinem Gedicht "Die schlesischen Weber" Partei für die Armen und Arbeiter ergriff, der aber gleichzeitig ein Skeptiker, ein demokratischer Individualist blieb. Ich liebe den sexuell freizügigen Dichter, der sich in einem Gedicht dazu bekennt: "Himmlisch wars, wenn ich bezwang, Meine sündige Begier, aber wenns mir nicht gelang, Hatt ich doch ein groß Pläsier"; einen Dichter der keinen Blatt vor dem Mund nahm, wenn es um geschlechtliches ging("Was dem Menschen dient zum seichen, damit schafft er seinesgleichen"). Ich liebe den Visionär Heine, der ein drittes Testament("Die dumme Leiberquälerei hat endlich aufgehört") und "ein neues Lied, ein besseres Lied" verkündigte: "wir wollen hier auf Erden schon das Himmelreich errichten". Ich liebe den Romantiker Heine, dem die Sterne über seinem Grab als Totenlampen ausreichten. Ich liebe den Kosmopoliten Heine, der gleichzeitig sich nach seinem Vaterland sehnte:"Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht". Ich liebe Heine, weil ich durch ihn erst verstand, dass Spott die unblutigste und zielsicherste Waffe ist, dass Humor fast immer auf Melancholie und Trauer zurückzuführen ist und dass man als Jude immer ein Außenseiter bleiben wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Leckerbissen,
Rezension bezieht sich auf: Sämtliche Gedichte in zeitlicher Folge (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Das Buch erinnert mich an die Schulzeiten von anno dazumal.Damals machten wir Bekanntschaft mit Heines Gedichten. Das Buch ist wirklich ein Leckerbissen, den man in die Hand nehmen kann, wenn man nichts anderes zu tun hatSK/Finnland Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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