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Sämtliche Gedichte und Balladen
 
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Sämtliche Gedichte und Balladen [Gebundene Ausgabe]

Friedrich Schiller
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: 1 (5. Juni 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458172408
  • ISBN-13: 978-3458172406
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 12,8 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 152.825 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Friedrich Schiller
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Bewundert viel und viel gescholten" haben Schillers Gedichte überlebt: die Konkurrenz Goethes, den Spott der Romantiker und sogar ihre 'Volkstümlichkeit'. Was Schillers Gedichte auf ihre Weise faszinierend und einzigartig macht, ist die "intellektuelle Individualität" ihres Verfassers, die zu dessen Lebzeiten ebenso irritierend wirkte wie heute: "Das letzte, woraus sich alles erklären läßt, könnte man vielleicht die Alleinherrschaft des Geists, der innern Kraft nennen, die ihn sowohl gegen die äußern Einwirkungen des Zeitalters als gegen die innern der Sinnlichkeit, der bloßen Empfänglichkeit frei bewahrt." Wilhelm von Humboldt

Über den Autor

Friedrich von Schiller wurde 1759 in Marbach geboren. Auf Befehl des Herzogs Karl Eugen musste der junge Schiller 1773 in die 'Militär-Pflanzschule' eintreten, wo er ab 1775 Medizin studierte; später wurde er Regimentsmedicus in Stuttgart, das er 1782 nach Arrest und Schreibverbot wegen seines Stückes 'Die Räuber' jedoch fluchtartig verließ. 1789 wurde er zum Professor der Geschichte und Philosophie in Jena ernannt, 1799 ließ er sich endgültig in Weimar nieder. Schiller starb am 9.5.1805 in Weimar.

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Diese Jubiläumsausgabe sämtlicher Gedichte und Balladen Schillers basiert auf dem Band 1 der Frankfurter Schillerausgabe im Deutschen Klassikverlag.

Ich verzichte bei meiner Rezension bewusst auf langatmige theoretische Betrachtungen des sogenannten " Sturm und Drang" und der " Klassik" , sondern möchte das Buch in erster Linie von den darin enthaltenen Versen her beschreiben, auf deren konkreten gedanklichen Inhalt es dem potentiellen Leser vermutlich primär ankommen wird.

Die Gedichte sind von ihrem Erscheinungsdatum her aufgelistet.

Die frühe Dichtung Schillers steht unter dem Einfluss Klopstocks. Sie ist pathetisch und spekulativ. Im späteren poetischen Werk des Dichters dominiert das philosophisch-reflexive Element.

Die meisten Balladen kennt man aus Schülerzeiten noch und darf sich an den Textinhalten erneut erfreuen oder sich auch darüber ärgern, wenn Schiller , nicht selten vermeintlich besserwisserisch und moralisierend, mit viel Pathos, wortgewaltig daher kommt und man unter einer Flut von Buchstaben zu ersticken glaubt.

Immer wieder habe ich nach überzeugender Poesie in Schillers Dichtung gesucht und mir dabei den Vergleich mit Goethe verboten. Jeder der beiden Meister sollte für sich stehen.

Nach wie vor bin ich begeistert von der Ballade " Die Kraniche des Ibycus ", deren Inhalt von dramatischer Grundstruktur ist und deren Grundgedanke eine ethische Idee ist, die über die Balladenhandlung dem Leser nahe gebracht wird.

Die freie Übersetzung des zweiten Buchs der Aeneide " Die Zerstörung von Troja" , lässt erkennen , dass Schiller zu recht als Genie bezeichnet wird. Seine lyrischen Reflexionen " Das Ideal und das Leben" verstärken diesen Eindruck.

Es folgen eine Reihe so genannter Votivtafeln. Dort hat mich die Sentenz 17 " Das eigne Ideal" / "Allen gehört, was Du denkst, dein eigen ist nur was du fühlest. Soll er dein Eigentum sein, fühle den Gott, den du denkst"/ besonders aufmerken und nachdenklich werden lassen.

Schillers Gedicht über die "Würde der Frauen" aber auch Passagen aus " Die Glocke" wurden in den literarischen Salons intellektueller Damen seiner Zeit, wie etwa Dorothea Schlegel, mit Skepsis betrachtet bzw. sogar verspottet.

Einen wirklich lyrischen Schiller lernt man im Gedicht " Kassandra" kennen, aus dem ich zwei Verse zitiere:

" Meine Blindheit gib mir wieder/ Und den fröhlich dunklen Sinn,/ nimmer sang`ich freud`ge Lieder,/ Seit ich deine Stimme bin./ Zukunft hast du mir gegeben,/Doch du nahmst den Augenblick,/Nahmst der Stunde fröhlich Leben,/Nimm dein falsch Geschenk zurück."/ ...und einige Verse danach: / " Fröhlich seh`ich die Gespielen,/ Alles um mich lebt und liebt/ In der Jugend Lustgefühlen,/ Mir nur ist das Herz getrübt./ Mir erscheint der Lenz vergebens,/ Der die Erde festlich schmückt,/ Wer erfreute sich des Lebens,/Der in seine Tiefen blickt!"/

Hier beschreibt sich Schiller meinens Erachtens offenbar selbst und man fängt an zu begreifen, versöhnt sich gar mit ihm, weil man jetzt endlich einen völlig neuen Zugang zu ihm hat.

Wenn er ihm Rahmen seiner " Laura-Gedichte " schließlich erklärt:

Deine Blicke - wenn sie Liebe lächeln,/ Könnten leben durch den Mamor fächeln,/ Felsenadern Pulse leih`n/ Träume werden um mich her zu Wesen/ Kann ich nur in Deinen Augen lesen: Laura, Laura, mein!/..... dann beginnt man schließlich zu erkennen, Schiller hätte durchaus auch eine Vielzahl lyrisch überzeugender Verse schreiben können, wenn er nicht die Grundauffassung gehabt hätte." Allen gehört, was du denkst, dein eigen ist nur , was du fühlst."

Jetzt kann man sich beruhigt seinen philosophischen Gedichten zuwenden , sich von der gedanklichen Vielfalt und Tiefe beeindrucken lassen und sich schließlich in " Das Verschleierte Bild zu Sais" vertiefen, wo der Dichter zum Ausdruck bringt, dass die Wahrheit nur verschleiert von Menschen ertragen werden könne.

In seinem Gedicht " Die Götter Griechenlands" zeigt Schiller, dass er von der Schönheit und Sinnesfreudigkeit der griechischen Welt ergriffen ist und macht das Christentum für den Untergang der griechischen Welt verantwortlich.

Der Inhalt des gedanklich sehr abstrakten Gedichts " Die Künstler" verdeutlicht, dass letztlich nur die Kunst dem Menschen die in Schönheit gehüllte Wahrheit zugänglich machen könne. Nur durch Kunst werden die Naturkräfte und -triebe gesittigt, deshalb ist Kunst Anfang und Ende aller Kultur.

In seinem Gedicht " An die Freude" - jeder kennt es aus Beethovens 9. Symphonie - / Seid umschlungen Millionen!/ Dieser Kuss der ganzen Welt!/

weist Schiller darauf eindringlich hin , dass die Liebe die Triebkraft der natürlichen wie der geistigen Welt verkörpert. Durch die Liebe treten die Geschöpfe aus der Vereinzelung heraus und kommen zum Bewußtsein des Ganzen, d.h. Gottes.

Dieser Gedanke spiegelt sich auch in Schillers Hymne " Der Triumph der Liebe " , die mit dem Vers beginnt:

Selig durch die Liebe

Götter durch die Liebe

Menschen Göttern gleich!

Liebe macht den Himmel

Himmlischer- die Erde

Zu dem Himmelreich.

So ist in Schillers Augen das Paradies demnach noch nicht verloren. Der Schlüssel hierzu ist die Liebe, von der er sagt " Liebe du mächtige knüpfst den Olympus, die Erde zusammen." Diese Liebe spricht aus ihm, wenn er zu Laura sagt " Deine Seele gleicht der Spiegelwelle/ Silberklar und Sonnenhelle/... und an anderer Stelle/ Zwei Gestirn`, in Körper Körper wachsen,/ Mund an Mund gewurzelt brennt/ Wollustfunken aus den Augen regnen/ Seelen wie entbunden sich begegnen/ in des Atems Flammenwind."

Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie vom lyrischen Schaffen Schillers begeistert sein und vielleicht noch eine Weile über eine seiner Sentenzen nachdenken:

Wahrheit: Eine nur ist für alle, doch siehet sie jeder verschieden,

Das es Eines doch bleibt, macht das verschiedene wahr.

Empfehlenswert!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
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"Aber das Glückliche siehst du nicht, das Schöne nicht werden, Fertig von Ewigkeit her steht es vollendet vor dir." (Das Glück)

Schillers (1759-1805) kurzes Leben ist voll von Gedanken, Ideen, Taten und Doktorwürden. Gleich drei Promotionen nennt er sein eigen, die Medizin sein eigentliches Element. Die Dichtung, ob Balladen, Poesie oder die bravourösen Stücke, Schiller ist aus dem Leben des Schönen, des Idealen, des Ästhetischen nicht wegzudenken, und doch gibt es ihn nicht mehr im Kanon der Werterhaltung deutschen Kulturgutes. Zu Gunsten der Halbbildung (Adorno) ist er offensichtlich (außer in 2005) entfallen. Umso mehr verdient er, nun 202 Jahre nach seinem Tod, eine neue Beachtung.
Schiller zählt zu den bekanntesten deutschen Dichtern. Seine frühe Schaffensphase ist in der Zeit des Sturms und Drangs. Die Zeit der Weimarer Klassik (ca. 1794-1805), als Goethe und Schiller, gewissermaßen im befreundeten Wettstreit, ihre Meisterwerke schrieben, gilt als Höhepunkt der idealistischen Dichtung. 1797 war Schillers Jahr der Balladen, die Bewunderung all des Griechischen (Kassandra, Ibycus, Zerstörung von Troja, u. a.) verband ihn mit Hölderlin. In seinem Geburtsjahr erschien Voltaires lesenwerter Candide, 30 Jahre später wurde Frankreich revolutioniert, der Dreiklang jener Formel taucht in seinen Gedichten häufig auf. Weitere 10 Jahre später, genau am 18. Brumaire des Revolutionskalenders (9.11.1799) erklärte Napoleon "den Roman der Revolution" für beendet. Deutschlands Sonderweg wurde begleitet, auch mit Einfluss auf Schiller, von den Philosophen Schelling, Fichte, Kant. Fichte, der den Triumphzug des Ichs etablierte, übte nachhaltig Einfluss, sind doch Wahrheit, seliges Leben und Würde die Themen, die auch Schiller nahe liegen. "Zu was besserem sind wir geboren" schreibt der Dichter in "Hoffnung". Letztendlich ist es die Fichtesche "Bestimmung des Menschen", die sich im Werk Schillers spiegelt; wie auch Schellings "Wollen ist Ursein", dessen Schriften zur Freiheit, den Freiheitsdichter beeinflussten. So feiert die eingebildete Freiheit im Don Carlos, im Wallenstein auch im "Lied der Glocke" ihre Bestimmung. Hier erfasst man das richtige Leben im falschen. Wo das Bürgertum im Anmarsch war, bezahlt durch politischen Gehorsam, wurde die Moderne zum erfüllten Lebenstraum ("denn das Auge des Gesetztes wacht. [...] Heil'ge Ordnung, [...] die das Gleiche / Frei und leicht und freudig bindet"), der Bezug zum erfüllten Ich auf saturierter Lebensfahrt war genug Gegenpol zum bösen Außen ("Durchmißt die Welt am Wanderstabe"). Nichts konnte einem Schaden, war doch die innere Welt die beste aller möglichen. "Und was die innere Stimme spricht, / Das täuscht die hoffende Seele nicht". Die Wirklichkeit wurde ins Ich verlagert und von dort zur Freiheit, Schönheit, Ästhetik. Quasi ein Überlebengedanke der Deutschen.

Ein weiterer Schiller ist der Schiller der Liebesdichtung. Die Laura-Oden (Petrarca etablierte Laura als poetische Metapher), entstanden 1781, sind ein Wunderwerk jugendlichen unendlichen Sehnens und doch finden sie nicht die Tiefe. Was er lehrte ist Atem holen, denn wenn man die Trochäen lostrommelt (Walser), ist nirgends mehr halten: "Laura! Welt und Himmel weggeronnen / Wähn ich - mich in Himmelsmaienlicht zu sonnen / Wenn dein Blick in meine Blicke flimmt". Doch Liebe ist bei Schiller eher geistige Gemeinschaft, weder körperliche noch sinnliche Erfüllung, das Klavier bei Laura wirkt wie ein Accessoire, ein Ort der keuschen Glückseligkeit. Amalia im Garten: "Stürzten, flogen, rasten Geist und Geist zusammen, / Lippen, Wangen brannten, zitterten, - / Seele rann in Seele - Erd und Himmel schwammen / Wie zerronnen um die Liebenden".

Schiller sucht die Synchronisation mit dem Leser, wenn er diesem sein eigens Ich verändert; von dem, "der seine Pflichten denkt", hin zu dem, der "Des Olympos Harmonien empfangen / [...] und die Göttin mit dem Rosenwangen / Reicht ihm lächelnd den Pokal". Zehn Jahre nach der Revolution, "die das Wichtige wie das Geringe, das Edle wie das Gemeine in einen Untergang mit sich fortreißt" sucht er eben den Sinn nicht mehr draußen sondern im Inneren des Menschen. "Die Worte des Wahns" enden mit genau dieser Geburt der Idee im Menschen, dem platonischem Schönen und Idealen: "Was kein Ohr vernahm, was die Augen nicht sahn, / es ist dennoch das Schöne, das Wahre! / Es ist nicht draußen, da sucht es der Tor, / Es ist in dir, du bringst es ewig hervor." Und doch macht er das Schöne zur flüchtigen Größe, wenn er in "Nänie" beginnt: "Auch das Schöne muss sterben."

Der Dichter des Tabulae Votivae, "Man liebt was man hat, man begehrt, was man nicht hat, nur das reiche Gemüt liebt, das arme begehrt" findet in seiner hellenistischen Idealisierung Hilfe bei Platon, der in seinem Symposion / Phaidros beredt Sokrates zwischen Liebe und Begierde unterscheiden ließ.

Schiller und Goethe muss man nicht nur wegen der Xenien, die auch hier aufgeführt sind, betrachten. Goethe, der Meister der sprachlichen, nahezu ovidschen Mehrdeutigkeit, der Erreger ureigenster Phantasien trifft auf einen Schiller, der Klarheit zum Ideal erklärt. "Frisch auf! Eh noch der Geist verdüftet" ist Schillers Denken, hier gibt es kein Versäumen, nur Sein, kein Wachsen und Werden in der Zeitlosigkeit eines Goethes. Auch wenn die Laura-Oden hohe Ähnlichkeit verheißen, ist Goethe immer einen Schritt weiter im Sphärischen. Schiller präsentiert wenn man so will Vorgedachtes, Goethe schwimmt, lässt entfalten und doch haben sie in ihren Xenien beste Gemeinsamkeit gezeigt. Gäbe es nur die Xenien, wären die Regale voll nach der Marx/Engels Variante. Doch nicht nur hier zeigt sich Gemeinsames. So wie die Faustsche Formel: "Verweile doch!" dem Augenblicke alle Präferenzen gibt, so entfaltet auch Schiller ein Sehnen im wunderbar phantastischen Satz, "Auch ich war in Arkadien geboren [...] und in seinem Gedicht "Resignation" findet man Faustsche Entsprechung im letzten berühmten Satz: "Was man von der Minute ausgeschlagen / gibt keine Ewigkeit zurück".

Schiller und Goethe verband eben ein gewisser Liebeshass. Goethe in der Positur des spröden Schönen schrieb in einem Brief an Schiller: "Wieviel vorteilhafter ist es, sich in anderen als sich selbst zu bespiegeln", wohl wissend, keinen helleren Kopf seinen Freund nennen zu dürfen. Und es ist Schiller, dem Goethe den "Wilhelm Meister" Stück für Stück als erster anvertraute und Schiller voll Lobes schrieb zurück: "Wie lebhaft habe ich bei dieser Gelegenheit erfahren, dass das Vortreffliche eine Macht ist, dass es auf selbstsüchtige Gemüter auch nur als eine Macht wirken kann, dass es dem Vortrefflichen gegenüber keine Freiheit gibt als die Liebe". Safranski entdeckte diesen Schillersatz in Goethes "Die Wahlverwandtschaften" wieder. Das Vortreffliche und die Liebe im Gegenbeweis.

Schiller - ein Resümee? Schiller ist unausgeschöpft! Das Schöne zu erkennen verleiht Flügel, wusste schon Platon. Was ist Freiheit? Was ist Spiel, was der Mensch, was die Ästhetik? Seine Aufsätze zeigten schon die Fragen der Hirnforschung in Verbindung zur Willensfreiheit, er kannte den Streit um die Kulturen. Aber er ist Deutsch im strengsten Sinne, er ist polarisierend was die Bestimmung der Geschlechter angeht. Ihn ficht keine Emanzipation. Seine Helden haben sich dennoch mit den Überwindenswerten herumgeschlagen, zu Gunsten der Freiheit, des Schönen. Nur seine Johanna dreht sich stumm aus der Menge illegitim Werdender heraus, sie wendet sich dem Volk zu, der Zukunft.

Allemal lesenswert. Auch wenn Schiller zu seiner Lyrik sagt, sie "sei eroberte Provinz". Für Hesse war es "der reine Genuss".
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