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Sämtliche Erzählungen. Anekdoten. Gedichte. Schriften: Text und Kommentar (Deutscher Klassiker Verlag im Taschenbuch)
 
 
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Sämtliche Erzählungen. Anekdoten. Gedichte. Schriften: Text und Kommentar (Deutscher Klassiker Verlag im Taschenbuch) [Taschenbuch]

Heinrich von Kleist , Klaus Müller-Salget
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 1299 Seiten
  • Verlag: Deutscher Klassiker Verlag; Auflage: 1 (19. September 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3618680058
  • ISBN-13: 978-3618680055
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 10,8 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Mehr über den Autor

Heinrich von Kleist
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Er war einer der größten, kühnsten, höchstgreifenden Dichter deutscher Sprache", sagte Thomas Mann vor bald sechzig Jahren über Kleist (1777-1811), und dieses Urteil gilt bis heute fort. Kleists meisterliche Novellen zeichnen sich aus durch eine grandiose, geradezu kompromisslose sprachliche Präzision und die ungeheure Vielfalt ihrer Motivik. Diese Ausgabe vereint sämtliche acht Erzählungen des weltberühmten märkischen Dichters in einem Band: von "Michael Kohlhaas" über "Das Erdbeben in Chili" und "Der Findling" bis zu "Der Zweikampf". -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Über den Autor

1777
18. Oktober: Bernd Wilhelm Heinrich von Kleist wird als Sohn des preußischen Offiziers Joachim Friedrich von Kleist und seiner zweiten Frau Juliane Ulrike, geb. von Pannwitz, in Frankfurt an der Oder geboren.

1788
Juni: Tod des Vaters. Kleist wird von dem Prediger und Übersetzer Samuel Henri Catel in Berlin unterrichtet (bis 1792).

1792
Juni: Eintritt als Gefreiter-Korporal in das Garderegiment Potsdam.

1793
Februar: Tod der Mutter.
März: Teilnahme am Rheinfeldzug der feudalen Koalition gegen die französische Republik (bis 1795).

1795
Juni: Rückkehr nach Potsdam.

1797
März: Beförderung zum Leutnant. Beginn der lebenslangen Freundschaft mit Ernst von Pfuel.

1799
April: Abschied vom Militär. Immatrikulation an der Universität in Frankfurt/Oder zum Studium der Rechtswissenschaften. Freundschaft und Verlobung mit Wilhelmine von Zenge, der Tochter des Ortskommandanten.

1800
August: Abbruch des Studiums und Rückkehr nach Berlin. Entwurf des Trauerspiels »Familie Ghonorez«, das 1803 u. d. T. Familie Schroffenstein erscheint.
November: Anstellung als Volontär im preußischen Wirtschaftsministerium in Berlin. Verlobung mit Wilhelmine von Zenge.

1801
Juli-November: Aufenthalt in Paris.
November: Rückreise nach Frankfurt am Main. Reise in die Schweiz.

1802
Februar: Kleist bezieht eine Wohnung auf einer Aare-Insel bei Thun. Arbeit an dem Lustspiel Der zerbrochne Krug und dem Trauerspiel Robert Guiskard, Herzog der Nordmänner.
Mai: Bruch mit Wilhelmine von Zenge.
Juli-August: Schwere Krankheit.

1803
Januar-März: Aufenthalt auf dem Gut Oßmannstedt von Christoph Martin Wieland in der Nähe von Weimar.
Selbstmordpläne.
Juli: Reise nach Bern, Mailand, Genf und Paris. Mit dem Plan, in die französische Armee einzutreten, reist Kleist weiter nach Boulogne-sur-Mer. Körperlicher und seelischer Zusammenbruch nach seiner Rückkehr nach Paris.
November: Rückkehr nach Deutschland.

1804
Januar-Juni: Aufenthalt in Mainz, wo er von dem Arzt und Schriftsteller Georg Wedekind behandelt wird.
September: Wiedereintritt in den preußischen Staatsdienst.

1805
Fertigstellung des Lustspiels Der zerbrochne Krug.
Mai: Anstellung in Königsberg als Diätar der Domänenkammer. Beginn des Studiums der Kameralwissenschaft an der Universität Königsberg. Arbeit an den Erzählungen »Michael Kohlhaas« und »Die Marquise von O....« sowie an der Tragödie Penthesilea und an dem Lustspiel Amphitryon.

1806
August: Krankenurlaub, fünfwöchige Kur in Pillau. Endgültige Aufgabe der Beamtenlaufbahn.

1807
Februar: Kleist gerät in französische Gefangenschaft.
April: Internierung im Kriegsgefangenenlager Chálonssur- Marne.
Juli-August: Entlassung aus der Gefangenschaft und Rückreise nach Berlin. Arbeit an dem Drama Käthchen von Heilbronn.

1808
Zusammen mit Adam Müller Herausgabe der Monatsschrift ›Phöbus. Ein Journal für die Kunst‹.
2. März: Uraufführung von Der zerbrochne Krug in Weimar. Dezember: Fertigstellung des Dramas Die Herrmannsschlacht.

1809
Juni-Oktober: Aufenthalt in Prag. Schwere Krankheit.
November: Reise nach Frankfurt/Oder.

1810
Januar: Rückkehr nach Berlin. Bekanntschaft mit Adam Müller, Achim von Arnim, Clemens Brentano, Bernhard Anselm Weber, Friedrich de la Motte Fouqué, Rahel und Karl August Varnhagen in der Christlich-deutschen Tischgesellschaft.
17. März: Uraufführung von Das Käthchen von Heilbronn in Wien. Der erste Band der Erzählungen (»Das Erdbeben in Chili«, »Die Marquise von O....«; »Michael Kohlhaas«) erscheint.
Oktober: Die erste Ausgabe der von Kleist herausgegebenen Tageszeitung ›Berliner Abendblätter‹ erscheint, u. a. mit Kleists Aufsatz Über das Marionettentheater.

1811
Der zerbrochne Krug erscheint.
Juni: Kleist beendet sein Schauspiel Prinz Friedrich von Homburg. Der zweite Band von Kleists Erzählungen (»Die Verlobung in San Domingo«; »Das Bettelweib von Locarno«; »Der Findling«; »Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik«; »Der Zweikampf«) erscheint. Um gang mit Marie von Kleist, August Graf Neithart von Gneisenau und Henriette Vogel. September: Kleist wird die Wiedereinstellung als Offizier in Aussicht gestellt.
21. November: Kleist begeht am Kleinen Wannsee bei Berlin gemeinsam mit Henriette Vogel Selbstmord.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Timo Brandt TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Diese Ausgabe von Heinrich von Kleist (Anaconda) vereint sämtliche 8 größeren Erzählungen des Dichters, Denkers und Dramaturgen.

Ebenso wie bei Gogol (siehe Rezension zu Gesammelte Werke) und Poe (siehe Rezension zu Meistererzählungen), scheue ich mich bei Kleist von einem großen Schriftsteller oder Künstler zu reden. Sicher ist, dass Kleist eine ungewöhnliche Anschaulichkeit und eine Art fesselnder Dramaturgie (auch in seiner Prosa; manchmal sogar mehr in der Prosa als im Drama) zu formen und zu komponieren vermochte, die auch heute (und wohl auf ewig) eine nahezu unerschütterliche und ungebrochene Aktualität in Sachen 'Sprachlichkeit' behalten hat. Trotzdem scheint alles bei Kleist, als sei es nach traditionellen Maßstäben gefertigt - und doch, wieder, scheint jeder Satz aus diesem Gewande ausbrechen und mit aller Kraft und Leidenschaft den Trab in einen Galopp oder irgend sonst was reißen zu wollen.

Kleist bedient sich oft des Wortes "dergestalt". In einem geradezu totalen Versuch der Erzählung niemals hinterher zu sein oder etwas unerklärt und uneindeutig zu lassen, treibt Kleist seine Texte mit subtilen Langsatzfolgerungen voran.
Der Inhalt der einzelnen Novellen ist viel von Missverständnissen geprägt, von Undurchsichtigkeit und fatalen Ereignissen, die aus solcherlei Irrungen entstehen. Fast immer fällt im kleistischen Drama der (vermeintlich) idealistische Mensch dem konträren und willkürlichen Universum zum Opfer, das Menschen von einander trennt, in dem es sie anders denken und anders handeln lässt. Einen Großteil der Spannung gewinnt jede der Erzählungen aus dem Spiel mit Unvermeidlichkeit und Hoffnung, die in ihrem Hin und Her schon fast kafkaeske Züge annehmen, nur dass sie agiler und ausschweifender sind. Die so viel beschworene Gewalt ist mir persönlich dabei nicht aufgefallen; eher eine krasse Vehemenz das Ende, das Finale zu erreichen.

Bei aller Einzigartigkeit, die zumindest vier der Erzählungen ("Michael Kohlhaas", "Die Verlobung in St. Domingo", Das Erdbeben von Chili", "Der Zweikampf" - vielleicht auch "Die Marquise von O.) besitzen, spürt man, dass Kleist kein wirklicher Erzähler ist. Zwar hat er diese Erzählungen ganz und gar aufs Papier gebracht, sie bemerkenswert vollendet hinterlassen, aber ich behaupte, dass man gerade in diesen ausgefeilten, rasant-bedachten Zeilen spürt, dass sie alles sind; dass da sonst nichts mehr gewesen wäre; und dass gerade deshalb die anderen drei-vier Erzählungen mehr oder minder schief oder haltlos wirken.

Für mich wird Kleist immer Dramatiker bleiben. Er mag hier mit vier/fünf Erzählungen glänzen und diese sollte man, wenn man irgendwas auf seine Literaturkenntnisse und sein Lesevergnügen hält, auf jeden Fall sich einverleiben. Aber ich denke, es kommt auch immer darauf an, wie man einen Künstler sieht und Kleist sollte man, wie man es ja auch bei Schiller tut, lieber als Dramatiker, denn als Prosaisten sehen. Manche mögen behaupten, dass es nicht auf solcherlei ankommt. So mögen sie diese meine Feststellung übergehen.

Inhalt:
Michael Kohlhaas (näheres hier)
Die Marquise von O. (näheres hier, ebenso zu Chili)
Das Erdbeben von Chili
Die Verlobung von St. Domingo
Das Bettelweib von Locarno
Der Findling
Die heilige Cäcilie (näheres, hier, ebenso zu Zweikampf)
Der Zweikampf

Wer noch mehr über Kleist erfahren will, der lese meine (bald erscheinende) Gesamtrezension bei der Werkausgabe.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ulrich W.
Format:Taschenbuch
Es ist nicht genug zu loben, dass der Deutsche Klassiker Verlag nun ausgewählte Publikationen im Taschenbuchformat zu einem erschwinglichen Preis zugänglich macht.
Die Erzählungen und Essays Heinrich von Kleists sind dabei eine besonders lohnende Veröffentlichung.
Wer sich auf die Diktion im Michael Kohlhaas einlässt und lange, aber sinnvoll verschachtelte Satzgefüge in sich aufnimmt, schult die Präzision des eigenen Denkens - was durchaus auch der Wahrnehmung von juristischen Sachverhalten zugute kommt.
Aber auch so eine kurze Schrift wie Kleists Gedanken über das Marionettentheater kann einem Lichter aufsetzen, wenn es darum geht, das Verhältnis von Grazie, Leichtigkeit und Geführt-werden zu bedenken. Aus dieser Schrift stammt auch das Motiv vom "Dornausziehen", welches das Cover der Taschenbuchausgabe schmückt. Das große Plus dieser Ausgabe - wie aller Editionen des Deutschen Klassiker Verlags - sind die umfangreichen Anmerkungen im Kommentarteil, aber auch die Möglichkeit, verschiedene Fassungen nebeneinander gedruckt lesen zu können.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Michael01
Format:Taschenbuch
Für mich DIE Kleist-Ausgabe im Taschenbuch. Nicht nur die Erzählungen, sondern auch Gedichte und politische bzw. philosophische Schriften. Und hunderte Seiten Kommentar in lesbarem Ton, wobei es zum Teil schon sehr ins Detail geht. Freue mich auf weitere Ausgabe in dieser Reihe.
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