De:Bug, März 2007
Die Norwegerin Hanne Hukkelberg ist ähnlich wie Laura Nyro eine Folk-Erzählerin mit Hang zum Theatralischen. Gerne folgt sie völlig alltagsuntauglichen Stimmungen und versenkt sich breit instrumentiert darin. Sie scheint sich sehr unbeobachtet zu fühlen. Die Gegenstände um sie herum helfen ihr beim Musizieren. Aber versponnen-märchenhaft wird es nicht, eher arty-verspannt. Die Arrangements bauen zärtliche Landschaften, die Refrains wollen nicht auffallen, die Stimme schmeckt etwas hinterher, das auf ewig versunken ist. Auf dieser Platte schneit es immer, und es gibt die sonderbarsten Eiskristalle an den Fenstern. Hukkelberg schafft eine Kunstmusik zwischen Elektronika, Jazz und Folk, der es gerade immer noch gelingt, auf wundersame Weise nicht gekünstelt zu klingen. jeep
Intro, März 2007
..."Rykestrasse 68", benannt nach ihrem temporären Wohnort in Berlin, ist ein seltener Fall von gelungener Verbindung aus Kunstmusik und Pop, was nicht zuletzt durch ein hervorragend eigenwilliges Cover des Pixies-Klassikers "Break My Body" unter Beweis gestellt wird.