Dies handliche und robuste Outdoor-Handbuch schickt den Reisenden nicht schlicht auf den Berg. Der Autor lädt ein in eine Flora, in der das Katzenpfötchen und die Rosa Flockenblume gedeihen und in eine Fauna mit endemischer Prometheusmaus und faszinierender Vogelwelt. Einen Elefantenhintern allerdings erblickt man als Ergebnis einer Gletscherüberformung, die Jens Jäger in den Beschreibungen zur Geologischen Geschichte des Kaukasus erwähnt. Die Darstellungen zur Geschichte der Elbrus-Region und insbesondere die der (frühen) Elbrus Besteigungen ermöglichen eine besondere Reise. Wenn er oder sie dem Gipfel entgegenstrebt und die Physis nicht zu viele Reserven fordert, werden Gedanken an abenteuerliche Gipfelkämpfe oder monströse Alpinaden den Aufstieg bereichern. Vielleicht ist manch Bergsteiger von der Schönheit der kaukasischen Bergwelt inspiriert zu dichten. Anregung findet er u.a. bei Lermontow, Puschkin oder Tolstoi, wie uns der Autor wissen lässt. Denn auch in diesen literarischen Teil der Berghistorie liefert Jens Jäger einen wunderbaren Einblick.
Das Büchlein wird der Besonderheit der Region außerdem gerecht, indem es die Vielfalt der Sprachen sehr fundiert beschreibt. Das ist wahrscheinlich nicht nur spannend für Sprachwissenschaftler. Atmosphärische Bilder illustrieren die Lektüre, die nicht spart mit unerlässlichen praktischen Tipps z.B. zu Anreise, Ausrüstung, Gefahren, Route (mit Grafiken)und Literaturhinweisen, die Vertiefung ermöglichen. Getreu dem Reihentitel zeigt dieses Buch besondere Wege auf zum Ziel Elbrus-Gipfel.