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Einer, der Rußland kennt, 21. Mai 2003
Stellen Sie sich vor, Sie reisen 11.000 Kilometer und sind noch immer im selben Land. Thomas Roth hat sich mit solch einer Reise einen Traum erfüllt. Als langjähriger Russlandkorrespondent reizte ihn schon immer das Leben östlich von Moskau. Er fing an der Beringstraße an, reiste über Kamtschatka, Magadan, Sibirien bis nach Kaliningrad. Roth merkt man an, daß er nicht nur seinen Beruf in diesem Land ausführt, sondern daß es seine zweite Heimat geworden ist. Ich kann die Lektüre wirklich empfehlen, und zwar aus einem triftigen Grund: Sie ist ehrlich und schnörkellos, sie beleuchtet die Menschen von unterwegs ungeschminkt und macht aus dieser Reise alles andere als einen "Ich-steh-im-Vordergrund"-Bericht. Nicht wenig in heutiger Zeit.
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5.0 von 5 Sternen
Russische Sommerreise - von Meer zu Meer, 22. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Russisches Tagebuch: Eine Reise von den Tschuktschen bis zum Roten Platz (Taschenbuch)
Eine journalistische Abenteuerreise bietet Thomas Roth hier an - 3 Wochen, per Flugzeug, Auto und Eisenbahn durchquerte er im Jahr 2001 Russland - 1,5 Tonnen Ausrüstung im Schlepptau, um seine "Tagebucheinträge" live in die Wohnzimmer der Bundesbürger übermitteln zu können wurde gewaltig Aufwand betrieben, musste ein straffer Zeitplan eingehalten werden, war russische Bürokratie zu überwinden und und und - eine echte Herausforderung also...
Man merkt sehr schnell die gewachsene Verbundenheit des Journalisten zu Land und Leuten, sein "Arbeitsplatz" liegt ihm am Herzen - neben aller Kritik am politischen System des Landes, beweist er ein Auge für die Schönheiten dieses unendlich weiten Landes.
Die zahlreichen Begegnungen mit Menschen aus allen Schichten - einfache Bürger und Politiker kommen zu Wort / werden beobachtet - haben mein Interesse an Russland geweckt - so habe ich mir, noch während ich dieses Buch hier gelesen hatte, weiterführende Literatur bestellt - so z.B. das Buch "Die Rote Zone" von Grigori Pasko, dessen Schicksal sich Thomas Roth aus nächster Nähe offenbart hat - ich musste ganz einfach wissen, wie es dem verurteilten Militärjournalisten ergangen ist....
Der Autor, Thomas Roth, konnte zum Entstehungszeitpunkt dieses Buches auf langjährige Lebenserfahrung innerhalb des Riesenreiches Russland zurückblicken - "eingeführt" in sein russisches Arbeitsumfeld wurde er zudem seinerzeit u.a. vom damaligen Studioleiter Gerd Ruge.
Beide Köpfe, Roth / Ruge, sind den Fernsehzuschauern sicherlich vertraut, Thomas Roth sicherlich nicht zuletzt wegen seines großartigen (kritischen!) Interviews vom 29.08.08, geführt mit Putin, wegen des Krieges in Georgien - vorliegende Lektüre beschreibt zusammenfassend die Sommerreise eines Mannes, den man während des Buches
sicherlich mehr als einmal um seinen Beruf beneidet!
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