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Russisches Tagebuch
 
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Russisches Tagebuch [Gebundene Ausgabe]

Anna Politkovskaja , Hannelore Umbreit , Alfred Frank
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 458 Seiten
  • Verlag: Dumont Buchverlag; Auflage: 2 (15. März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832180222
  • ISBN-13: 978-3832180225
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 15,2 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 350.905 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Anna S. Politkovskaja
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Das gleichermaßen funkelnde wie packende Vermächtnis der ermordeten russische Journalistin, die vor Putins entstehender Autokratie einfach nicht kuschen wollte.“ WELT AM SONNTAG „Das Buch kommt als nachgelassener Schrecken. Man liest es mit Frösteln. Was kann das für ein Text sein, der mit dem Leben bezahlt wurde? Wofür muss man in Moskau sterben?“ DIE ZEIT „Während sich 2004 der Strick um freie Presse und Rechtssprechung immer enger zog, Politiker, Journalisten und Menschenrechtler verschwanden, bedroht wurde oder Asyl beantragten, während der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder in Machtumarmungstaumel Putin einen 'lupenreinen Demokraten’ nannte, […] blieb sie auf unerklärliche Weise: kaltschnäuzig, unbeeindruckt. Sie, die es besser wusste als jeder andere, dass sie unterlegen war, urteilte über die Mächtigen stets auf Augenhöhe – sogar mit Herablassung.“ FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG „Besonders die chronologische Struktur macht das 'Tagebuch’ für ausländische Leser interessant: Weil die beschriebene Epoche so nah an der Gegenwart liegt, wirken Politkovskajas Kommentare vor dem Hintergrund der jüngeren Berichterstattung – und differenzieren das Gesamtbild dabei stärker, als es ihre früheren Bücher taten.“ DER TAGESSPIEGEL „Das 'Russische Tagebuch' kommt fast ganz ohne das Ich der Autorin aus. Minuziös werden die politischen Ereignisse notiert und in einem Inventar des Schreckens festgehalten. […] Mit ihrem wachen Blick sah Anna Politkovskaja alles um sich herum, verlor sich dabei aber zuletzt selbst aus dem Blick.“ NEUE ZÜRCHER ZEITUNG „Das Tagebuch gleicht einem Horrorfilm aus dem Totenhaus des wieder als Großmacht auftretenden Russland. Thema dieses Buches sind die Erniedrigten und Beleidigten, Hungernden, Gefolterten und Rechtlosen, Männer und Frauen aus der Vorhölle Moskau oder aus dem stummen, frostklirrenden Grauen der kaukasischen und sibirischen Provinzen. […] Das 'Russische Tagebuch’ ist für uns eine politische Lehrstunde.“ TAZ „In ihrem Buch, das zwischen Dezember 2003 und September 2005 entstand, öffnet sie uns die Augen für menschliche Schicksale und politische Missstände in Putins Demokratur. Ihren Mut, die Verantwortlichen zu nennen, hat die Russin mit dem Leben bezahlt. Was wir tun können? Endlich ihre unbequemen Wahrheiten zur Kenntnis nehmen.“ STERN „Der Mord an Anna Poltkovskaja ist von absurder Tragik, weil ihr Tagebuch zeigt, wie leise und Machtlos die Stimme der Kritik in Russland geworden ist.“ BUCHJOURNAL „Sie war Anwältin der Opfer und hat die Täter beim Namen genannt. Dafür bezahlte Anna Politkovskaja mit dem Leben. […] Wie niemand anderer hat sich Politkovskaja denjenigen Menschen in Russland gewidmet, die unter Gewalt und Willkür leiden.“ TAGES-ANZEIGER „Ein ebenso deprimierendes wie aufrüttelndes journalistisches Arbeitsdokument.“ RHEINISCHER MERKUR „'Russisches Tagebuch’ ist en aufwühlendes Dokument, das seinen Leser nicht mehr loslässt. Ein Buch, das in Deutschland zur Pflichtlektüre erklärt werden sollte, insbesondere für Politiker – für Abgeordnete, Minister, Ministerpräsidenten und Kanzler – und die Spitzen der Wirtschaft. MÜNCHNER MERKUR „Die Texte dieser mutigen, ja obsessiven Frau, die den Schatten ihres Landes ausleuchtete, stossen im Westen auf weit mehr Resonanz als in Russland – wo ihr Tagebuch bisher nicht erschienen ist. Auch posthum bleibt Politkovkaja in ihrer Heimat Persona non grata. Ihr Tagebuch ist bestimmt für jene, die genau hinschauen wollen.“ BERNER ZEITUNG

Kurzbeschreibung

Das Vermächtnis der Anna Politkovskaja Das »Russische Tagebuch« entstand zwischen Dezember 2003 und September 2005. Anna Politkovskajas Aufzeichnungen beginnen mit Putins Kampagne zu seiner Wiederwahl und enden mit der eindringlichen Frage: Habe ich Angst? Bis zur Selbstaufgabe engagiert, persönlich und mit Blick für das Schicksal des Einzelnen, beschreibt sie im »Russischen Tagebuch« die Politik ihres Landes dieser zwei weichenstellenden Jahre. Dabei geht es ihr um politische Ereignisse ebenso wie um die Stimmung in der Be-völkerung. Ein Bericht aus erster Hand, der wagt, was in Putins Russland lebensgefährlich ist: die Wahrheit. So zeigt Anna Politkovskaja nicht nur die Verbrechen der russischen Armee in Tschetschenien, sondern auch jene an den russischen Soldaten und den Kampf ihrer Mütter um die Rechte und Würde ihrer Söhne. Sie prangert Putins »starken Staat« an und schildert das Klima der Resignation, der Angst und der Rechtlosigkeit.Immer wieder beklagte Anna Politkovskaja die Blindheit und mutwillige Ignoranz des Westens gegenüber den Missständen in ihrer Heimat. Nun, da sich die Welt betroffen zeigt und um sie trauert, sollten wir endlich hören, was sie zu sagen hat. Buchpräsentation und Gedenkveranstaltung auf der Leipziger BuchmesseAnna Politkovskaja wurde 1958 geboren. Sie war die bekannteste russische Journalistin, mit ihren Berichten und Reportagen über Tschetschenien erlangte sie Berühmtheit und wurde mit zahlreichen Preisen geehrt. Sie arbeitete für die Moskauer Zeitung »Novaja Gazeta« und verbrachte seit dem Anfang des zweiten Tschetschenien-Krieges im September 1999 viele Monate als Korrespondentin in der Kaukasus-Republik. Am 7. Oktober 2006 wurde Anna Politkovskaja in Moskau erschossen - an Putins Geburtstag.Im DuMont Literatur und Kunst Verlag erschienen 2003 ihre Dokumentation »Tschetschenien. Die Wahrheit über den Krieg« und 2005 das Buch »In Putins Russland«.

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32 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch zeichnet ein unzensiertes, klares Bild der politischen Verhältnisse Russlands von Ende 2003 bis Ende 2005 nach, das erschütternd ist. Die Tagebucheintragungen von Anna Politkovskaja - die im Oktober 2006 ermordete Journalistin - sind nicht nur nüchterne Aufzeichnungen, sondern sie beschreiben auch ihre Erfahrungen, Recherchen und Gespräche mit Betroffenen, Opfern und Diskriminierten in sämtlichen Teilen Russlands.
Dieses Land, scheint es, ist voll von Kriegsveteranen, Soldatenwitwen und -müttern und leider auch voll von Putin-Befürwortern und Überläufern. Die Autorin schildert grauenhafte Schicksale von Soldaten, die man erfrieren lässt, von misshandelten und deportierten Tschetschenen und von Gourverneuren, die nur Willkür, Geld und Waffen im Kopf haben. Der Vergleich mit Zuständen wie im Dritten Reich kommt unwillkürlich auf - und ist m.E. nicht unangebracht.

Wer es bisher nicht begriffen hat, dem ist spätenstens nach dieser Lektüre klar, dass Putin nichts anderes ist als ein totalitärer Herrscher, der sich Gesetze zu seinen Gunsten zimmert und dabei jegliche Menschenrechte oder demokratische Prinzipien missachtet.

Anna Politkovskaja prangert jedoch ebenso unermüdlich die Trägheit ihrer Landsleute an, die Oppositionsparteien, die sich nicht einigen können und die Zivilgesellschaft, welche sich nicht regt. Man kommt als Leser zu dem Schluss, dass diesem Land eigentlich nur noch eine Revolution helfen kann.

Mein Fazit:
Jeder, der wissen will was in Russland los ist, muss dieses Buch lesen. Politkovskaja legt den Finger in die Wunden und glänzt durch stichhaltige Recherchen und Authentizität. Wer dieses Buch gelesen hat, wird danach Russland garantiert mit anderen Augen sehen. Die Autorin bringt ans Licht, was sich keine westliche Medienanstalt traut und erzählt im Stile eines Politthrillers was traurige Wahrheit in unserer europäischen Nachbarschaft ist.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Als die engagierte russische Journalistin Anna Politkovskaja am 7. Oktober 2006 in Moskau erschossen wurde, da wurde ihr Name plötzlich rund um den Globus bekannt. Man hat ihren Tod immer wieder in Zusammenhang gebracht mit dem russischen Geheimdienst, und obwohl man in einer "Halbdiktatur", wie Politkovskaja Putins Russland nennt, einen Mord nicht wirklich aufklären kann, dürfte ziemlich klar sein, dass vielleicht sogar Putin selbst, in der Art, wie Despoten das tun, den direkten oder indirekten Auftrag zu diesem Mord erteilt hat. Die Aufregung in der westlichen Öffentlichkeit war heftig, aber kurz. Zu sehr ist leider die herrschende Politik den wirtschaftlichen Interessen verfallen, als dass sie Kraft gehabt hätte, hier wirklich auch nachdrücklich zu protestieren. Die Art und Weise, wie sich ein deutscher Exkanzler, Gerhard Schröder, hier hat "einkaufen" lassen mit seinen millionenschweren Beraterverträgen für Gasprom, ist beschämend. Wohltuend dagegen, wie Angela Merkel immer wieder sich eines kritischen Tons gegenüber Wladimir Putin bedient, der in diesen Wochen sich zu einem wirklichen Despoten echt russischer Provenienz zu entwickeln scheint.

Einer kleinen, kritischen Öffentlichkeit in Deutschland war Anna Politkovskaja schon seit Jahren bekannt. Ebenfalls im Dumont-Verlag erschien schon 2003 ihre Dokumentation "Tschetschenien. Die Wahrheit über den Krieg" und dann 2005 das Buch "Putins Russland", in dem sie genau beschrieb, wie Putin seine Macht ausgebaut hat und dass er vor nichts zurückschreckt, um sie zu sichern.

Ihr jetzt mit einem berührenden Vorwort der ehemaligen ARD-Korrespondentin in Moskau und jetzigen Leiterin der Monitor"-Redaktion des WDR, Sonja Mikich eingeleitetes Tagebuch umfasst den Zeitraum von Dezember 2003 bis zum Herbst 2005. Lückenlos wird hier eine innenpolitische Situation dokumentiert, die in den westlichen Medien nie so kritisch und nüchtern beschrieben wurde. Deutlich wird die Art und Weise, wie das "System Putin" funktioniert und mit welchem dramatischen Verlust von Grund- und Menschenrechten es bezahlt wird. Eine Presse, die immer stärker scharfen Restriktionen unterworfen und wenn diese nicht zur Disziplinierung helfen, auch kurzerhand gleichgeschaltet oder verboten wird, ist nicht mehr fähig, größeren Widerstand entgegenzusetzen. Tut sie es doch, müssen ihre Vertreter damit rechnen, es mit dem Leben zu bezahlen.

Das Buch ist ein bewegendes Dokument einer engagierten und furchtlosen Frau. Nach seiner Lektüre und auch nach der Bewertung der jüngsten Nachrichten aus Russland fragt man sich, ob dieses Volk und Land überhaupt fähig ist zu einem demokratischen Gemeinwesen, oder ob es, wie es Rudi Dutschke in einen Aufsatz 1977 einmal formuliert hat, so stark seiner halbasiatischen Produktionsweise verhaftet ist, geschuldet seiner schier unvorstellbaren Flächen und Dimensionen auf der Landkarte, dass es immer anfällig ist für zaristische und despotische Entwicklungen, die nur noch Einzelpersonen das ausrücken lassen, was in einem demokratischen Land Parteien, eine unabhängige Presse und andere kulturelle und religiöse Organisationen und Bewegungen tun.

Sonja Mikich scheint das ähnlich zu sehen, wenn sie am Ende ihres Vorwortes schreibt:
"Mich berührte der Mord an Anna Politkovskaja besonders, weil sie unerschrocken und uneitel vorlebte, dass Journalismus und humanistische Werte sehr wohl etwas miteinander zu tun haben. Ein Vorbild, vor dem ich mich gern verneige. Ich muss nur ihr Gesicht erinnern, scharfsinnig, klar, schön, bewusst. Sie lehrt bis weit in die Zukunft hinein: Russland ist nicht nur Beute der zynischen Elite. Nicht nur eine von 'Plünderern und Invaliden' bevölkerte Gesellschaft. Russland ist auch eine Frau, die die Kommandozentralen herausforderte - so gut wie im Alleingang."
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Der Inhalt dieses "Russischen Tagebuchs" von Anna Politkowskaja ist höchst ineressant - und unglaublich aus der Sicht von Nachkriegs-Mitteleuropäern! Die russisch-staatliche Administration unter Leitung von Präsident Putin geht mit den Bürgern gnadenlos um. Und wer sich nicht regierungskonform äussert, wird "kalt" gestellt. Unglaublich!!!
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Gesehen, gelesen, nix Neues gefunden 2 24.04.2009
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