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Russische Orchidee
 
 
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Russische Orchidee [Gebundene Ausgabe]

Polina Daschkowa , Polina Daskova , Margret Fieseler
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 435 Seiten
  • Verlag: Aufbau-Verlag; Auflage: 2 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3351029845
  • ISBN-13: 978-3351029845
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 13,6 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 267.386 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Polina Da?kova
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Blech-grün glotzt dem russischen Fernsehstar Artjom Butejko sein eigenes Gesicht aus dem Spiegel entgegen. Noch fünf Minuten sind es bis zur Klatsch-Sendung des Moderators, und die Maskenbildnerin Ljuba hat wirklich alle Mühe, den stumpfen Augen des arroganten Mannes etwas Glanz zu verleihen. "Hör mal Butejko", sagt sie deshalb, "soll ich dir vielleicht etwas Baldrian in die Augen träufeln? Du hast einen so toten Blick." Baldrian hätten sich die feinen Damen Anfang des letzten Jahrhunderts vor ihrem Gang zum Ball oder zum Rendezvous in die Augen geträufelt -- und Essig getrunken: "der romantischen Blässe wegen".

Wenig später sieht auch Butejko reichlich blass aus, und sein Blick ist noch etwas toter geworden, als er erschossen aufgefunden wird. Der kleine Geschäftsmann Sanja Anissimow könnte es gewesen sein, denn der hätte ein Motiv gehabt. Allerdings sind die Straßen ganz Moskaus gepflastert mit Motiven, derart unbeliebt ist der schmierige Butejko gewesen. Was haben die Probleme der sympathischen Nachrichtenredakteurin Jelisaweta Beljajewa mit dem Fall zu tun? Und gibt es außer dem Baldrian-Angebot der Maskenbildnerin noch eine, viel konkretere Verbindung zum 20. Jahrhundert, zum sagenumwobenen Diamanten "Pawel", der im Strudel der Oktoberrevolution unter mysteriösen Umständen verschwand? Kein leichter Auftrag für Untersuchungsführer Borodin, der tief hinabführt ins dunkle Herz der russischen Hauptstadt.

Seit Die leichten Schritte des Wahnsinns (2002) und Club Kalaschnikow (2003) hat sich die russische Autorin Polina Daschkowa auch die deutschen Krimi-Fans erobert. Russische Orchidee setzt diese gute Tradition trefflich fort. Warum nur können deutsche Schriftsteller nicht derart klug komponierte und spannende Romane schreiben? Naja, wir haben ja jetzt die Daschkowa. --Stefan Kellerer

Kurzbeschreibung

Der halbseidene TV-Journalist Butejko hat in seiner Klatschsendung viele Prominente bloßgestellt, sich viele Menschen zu Feinden gemacht. Jetzt ist er tot - ermordet. Neben seiner Leiche liegt ein bewusstloser Mann, die Tatwaffe in der Hand, einer, der auch ein eindeutiges Motiv hat. Aber ist er wirklich der Täter? Untersuchungsführer Borodin hat seine Zweifel. Das Ganze ist ihm zu offensichtlich. Er beginnt mit seinen Nachforschungen und stößt auf viele Ungereimtheiten ...

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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das erste Mal Dashkova 22. Oktober 2006
Format:Broschiert
Auf der Frankfurter Buchmesse 2003 war "Russische Orchidee" die erste Bekanntschaft mit Frau Dashkova und heute bin ich froh, daß Bücher in Deutschland noch nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fallen.

Im Gegensatz zu westeuropäischen und angelsächsischen Krimis, in denen sich Kapitalverbrechen meist unter den Reichen und Schönen abspielen, zeichnet Daschkova in ihren spannenden Krimis neben der eigentlichen Handlung immer ein detailiertes Bild der modernen "postkommunistischen" Gesellschaft in Russland. Dieses Bild hebt sich in seiner Differenziertheit wohltuend von der klischeehaften Berichtertstattung vom "russischen Bären" und "russischen Zaren Putin" in den sonstigen Medien ab.

Im konkreten Fall von "Russische Orchidee" wird diese Illustration russicher Gegenwart sogar noch erweitert in eine Zeitreise russischer Geschichte von den Anfängen des 20. Jahthunderts bis in die Gegenwart.

Diese Rückblenden mögen für den ungeübten Leser (zumal man als deutscher immer Schwierigkeiten mit dem Auseinanderhalten und Zuordnen russischen Familien-, Vaters- und Virnamen hat) erschwerend wirken. Letztendlich sind sie aber mit der Versuch das heutige Russland historisch verständlich zu machen.

Eine Besonderheit Dashkovas Krimis ist der Umstand, daß die Polizei oder Miliz nur in Ausschnitten auftaucht. Insofern sind sie amerikanichen Krimis, in denen Journalisten, Zufallsdetektive und Anwälte die Ermittlungen übernehmen, ähnlich. Im Gegensatz zu amerikanischen Krimis gibt es bei Dashkova aber keine Garantie fürs "Happy End", so daß man am Ende immer wieder auf den Boden der harten russischen Realität zurückgeholt wird.....
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ein widerwärtiger TV-Moderator wird erschossen - Artjom Butejko hat sich wenig Freunde gemacht, zu sehr war er immer auf die Mehrung des eigenen Ruhms und Geldes auf, egal, auf wessen Kosten das gerade ging. Auch in der Wahl seiner Mittel war er alles andere als zimperlich, die Ehre anderer galt ihm gar nichts. Was dann passiert, ist wohl relativ typisch für die russische Polizeiarbeit - der erste beste Verdächtige wird als Mörder verhaftet.Daß der es nicht sein kann, weiß man als erfahrener Krimileser ja eh, die Spannung liegt in der Art und Weise, wie die Autorin uns beim Lesen daran teilhaben lässt, das Geheimnis zu lüften.
Wie in Daschkowas anderen Romanen spielt auch hier eine moderne junge Russin - d.h. erfolgreich im Beruf, sprachbegabt, wuppt Familie und Job relativ problemlos - die Hauptrolle, wenngleich ich finde, daß die gute Lisa Beljajewa nicht an z.B. Lena Poljanskaja aus "Die leichten Schritte des Wahnsinns" herankommt. Die Vermischung aus hochakuellem Verbrechen im Bereich der Medien mit einer bis in die Zarenzeit zurückreichenden Tragödie finde ich nicht immer gelungen, diese beiden Handlungsstränge stehen manchmal etwas unvermittelt nebeneinander, die Verbindungen scheinen arg konstruiert. Das alles aber tut der Spannung keinen Abbruch, man langweilt sich keine Minute.
Schade, daß man das dem nichtsagenden Text auf dem Umschlag des Buches nicht entnehmen kann - der jedenfalls lädt zum Lesen eher nicht ein! Wer schreibt so was bloß? Lassen Sie sich davon nicht abschrecken - Daschkowa hat auch mit ihrem 3. Roman wieder sehr soldide Spannungslektüre geliefert.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Russische Alternative 18. Mai 2005
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Das wichtigste zuerst: Polina Daschkowa ist anders. Sie schreibt moderne Kriminalliteratur, die nicht mit den angelsächsischen oder skandinavischen Marktführern zu vergleichen ist. Natürlich ist es naheliegend, dass aus einem Land, dass für 70 Jahre einer anderen Galaxie angehörte auch etwas andere Literatur kommen muß, indes, auch aus Russland gibt es AutorInnen, die eher versuchen, die westlichen Kollegen zu imitieren und somit wenig Eigenes transportieren. Daschkowa interessiert sich nicht für Tötungsarten, Gifte, Spurensicherung oder forensische Psychologie, sie widmet sich überwiegend den zwischenmenschlichen Prozessen. Es geht um einen ermordeten TV-Moderator, den so ziemlich jeder umbringen wollen könnte, der jemals mit ihm zu tun hatte und um eine wertvolle Brosche aus dem 19. Jahrhundert mit einem großen Diamanten. Dies sind die beiden Hauptstränge der Handlung. Die eine führt in die Vergangenheit, die andere in die Gegenwart Russlands. Beides beschreibt die Autorin lebendig und kurzweilig. Etwas verwirrend wird die Vielzahl der Nebenhandlungen und die fehlende Verbindung zwischen dem Mord und der Brosche. Etwas weniger wäre hier mehr gewesen. Den einen oder anderen Charakter (z.B. den Untersuchungsführer) hätte sie noch etwas gründlicher ausarbeiten können. Unter dem Strich ist das Buch aber locker vier Sterne wert, mit leichter Tendenz nach oben. Eine echte Alternative für Krimifans, die von Schweden und den USA langsam genug haben.
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