Wer russische Freunde hat, braucht keine Feinde. Finnen hingegen sind nutzlose cholerische Tölpel, die zu viel trinken, weil Finnland eben so ist, wie es ist. Matti Rönkä spielt lustvoll mit den Stereotypen und die Sehnsucht nach Liebe scheint tatsächlich so verbreitet wie der Alkoholismus. Das scheinen Russen und Finnen gemeinsam zu haben. Der Held erweist sich als tödliche Killermaschine sowjetischer Bauart und ist kurioserweise ein echter Sympathieträger. Vielleicht deshalb, weil er jenseits seiner körperlichen Begabungen durchaus glaubhaft dämlich in der Geschichte seines Scheiterns herumstolpert. Die eigentliche Sensation ist jedoch die Sprache, in der diese 'Ein-Mann-muss-tun-was-ein-Mann-tun-muss'-Geschichte erzählt wird. Lakonisch, präzise, zugleich absurd und erheiternd. Cool, spannend, empfehlenswert.