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Russian Ark
 
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Russian Ark

 Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Russian Ark ist das bislang einzigartige Experiment eines Spielfilms, der ohne jeglichen Schnitt auskommt. Der russische Regisseur Alexander Sokurov führt uns auf seiner 300-jährigen Zeitreise durch über 30 Säle der St. Petersburger Eremitage.

Auf wundersame Weise trifft ein zeitgenössischer russischer Filmemacher (Sokurov selbst?) in der Eremitage des frühen 18. Jahrhunderts auf einen zynischen französischen Diplomaten aus dem 19. Jahrhundert. Während der Marquis und der Regisseur die prachtvollen Flure und Säle des Gebäudes erkunden, werden sie zu Zeugen der zaristischen Geschichte Russlands. Vor ihren Augen entfalten sich ganz erstaunliche Szenen. Peter der Große etwa peitscht einen seiner Generäle aus, Katharina die Große hetzt bei der Aufführung ihres eigenen Theaterstücks auf die Toilette. Der Film endet schließlich vor gigantischer Kulisse, in einem königlichen Ballsaal des Jahres 1913, bevölkert von hunderten tanzender Gäste.

Sokurovs formal anspruchsvoller Traum von einem durchgehenden Film ohne Schnitt ist so alt wie die Filmgeschichte selbst. Hatte Hitchcock bei Cocktail für eine Leiche nur wegen der technischen Beschränkungen noch alle zehn Minuten einen möglichst unsichtbaren Cut einbauen müssen, kann Sokurov aus dem Vollen schöpfen. Dank einer speziell für die Dreharbeiten zu Russian Ark von der deutschen Firma Director's Friend entwickelten, mit Festplatten bepackten Steadicam, wurde der gesamte Film in einem einzigen Take aufgezeichnet.

Während allerdings Hitchcock später im Gespräch mit Truffaut eingestand, das kompositorische Niveau nur durch eine Drehtechnik auffangen zu können, in der sozusagen Schnitt und Montage bereits simuliert wurden, rückt Sokurov in seinem konservativen Ehrgeiz von jeglicher Dynamisierung des Bildes ab. Er verleugnet die Errungenschaften des modernen Montagekinos, das ja gerade im russischen Revolutionsfilm von Eisenstein und Pudovkin seinen Anfang nahm. Wenn man so will ist dieser Ansatz jedoch die konsequente Fortsetzung des ästhetischen Traditionalismus seines Regisseurs, einer Haltung, die den gesamten Film hindurch spürbar bleibt. --Thomas Reuthebuch

Kurzbeschreibung

"Durch die Säle der Eremitage in St. Petersburg wandelt der französische Russlandreisende Marquis de Custine und trifft dabei auf die Historie des Winterpalasts: Die Familie des letzten Zaren Nikolaus II. erlebt den letzten Ball vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs und begegnet zuletzt Regisseur Alexander Sokurov."

DVD & Video Report

Am Stück gedrehte 90-Minuten-Doku, in der mit Spielszenen die Geschichte des Winterpalastes vom Anfang des 18. Jahrhunderts bis zum Drehtag nachgestellt wird.

Blickpunkt: Film

In einem opulenten cineastischen Experiment, bei dem Theo Angelopoulos, Mike Figgis und andere Liebhaber planvoller Plansequenzen grün vor Neid werden müssten, hat Alexander Sokurov den ersten in einer einzigen ungeschnittenen Einstellung gefilmten Spielfilm der Geschichten gedreht. In 96 Minuten mit einer digitalen Kamera, auf einer Steadycam montiert, aufgenommen, reisen Sokurov und Kameramann Tilman Büttner (verdient in eine Hall of Fame aufgenommen zu werden) durch 33 verschiedene Räume der legendären St. Petersburg Eremitage. Das Ergebnis ist eine brillante visuelle 'magical history tour' durch 300 Jahre russische Geschichte, gefilmt als kunstvoll arrangierter Traum.

Über die tour de force hinaus, die monatelange Vorbereitung erforderte, erweist sich Sokurovs hypnotischer Film 'in einem Atemzug' als Promenade ins Herz der russischen Erfahrung. Ein heutiger, nie zu sehender Erzähler (das Kamera-Auge) findet sich im Winterpalais (Eremitage) im 17. Jahrhundert wieder und begegnet einem französischen Marquis und Diplomaten (Sergej Dreiden), der auch in der falschen Zeit gelandet ist. Sie erleben die glorreichen Phasen der zaristischen Epoche: Peter den Großen, der einen General bestraft, Katharina die Große, die ein Theaterstück probt, Empfang des persischen Botschafters, Frühstück der letzten Zarenfamilie und als Höhepunkt ein glanzvoller Ball. Während der melancholischen Promenade diskutieren die Herren über die Rolle Russlands als zwischen Ost und West zerrissen und nicht einfach an europäische Traditionen zu binden. Exkurse und lakonische Kommentare führen in Gemäldegalerien und verbotene Räume.
Erstaunlich abwechslungsreich vollführt die Kamera einen Non-Stop-Tanz, der 360-Grad-Schwenks und abenteuerliches Sich-unter-die-Menge-Mischen erlaubt. Mal verharrt die Kamera, mal rast sie durch die Zeit und Raum und schafft sich einen eigenen Rhythmus, der zu Beginn irritiert aber stärker und soghafter wird. Das ist l'art pour l' art, aber das ästhetische Ergebnis des Kraftaktes rechtfertigt die Mühen. Das reale Production Design der Eremitage, in der die Geister der Vergangenheit wie Fantome kreisen, Kostüme und Gemälde sind berauschend. Die einmalige Suche nach der verlorenen Zeit gehört in jedes exquisite Arthouse. ger.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Am Stück gedrehte 90-Minuten-Doku, in der mit Spielszenen die Geschichte des Winterpalastes vom Anfang des 18. Jahrhunderts bis zum Drehtag nachgestellt wird.

Kurzbeschreibung

Auf wundersame Weise trifft ein zeitgenössischer russischer Filmemacher (Sokurov selbst?) in der Eremitage des frühen 18. Jahrhunderts auf einen zynischen französischen Diplomaten aus dem 19. Jahrhundert. Während der Marquis und der Regisseur die prachtvollen Flure und Säle des Gebäudes erkunden, werden sie zu Zeugen der zaristischen Geschichte Russlands. Vor ihren Augen entfalten sich ganz erstaunliche Szenen. Peter der Große etwa peitscht einen seiner Generäle aus, Katharina die Große hetzt bei der Aufführung ihres eigenen Theaterstücks auf die Toilette. Der Film endet schließlich vor gigantischer Kulisse, in einem königlichen Ballsaal des Jahres 1913, bevölkert von hunderten tanzender Gäste.

Produktbeschreibungen

Alexander Sokurovs filmische tour-de-force folgt einem zeitgenössischen Regisseur der auf magische Weise ins Russland des 18. Jahrhunderts versetzt wird. Dort begibt er sich zusammen mit einem französischen Marquis auf eine Zeitreise durch die russische Geschichte in dem Petersburger Eremitage Museum. Mit tausenden von Statisten, drei Live-Orchestern und einer Legion an Technikern wurde RUSSIAN ARK zur längsten ununterbrochenen Kamerafahrt der Filmgeschichte und der erste Film der in einer einzigen Einstellung
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