Der russische Oligarch Dolochow, Freund des Präsidenten und Milliardär, weilt in felix Austria. Mit ihm werden äußerst lukrative Projekte um Moskau und Sotschi in Verbindung gebracht, die von der recht geheimnisvollen Firma Direktinvest mit Hochglanzprospekt und abenteuerlichen Renditen bzw deren Zusagen abgewickelt werden. Dem angekündigten Goldrausch erliegen klarerweise und aus verschiedenen Motiven einige Anleger.
In einer Wiener Wohnung wird ein Russe gefoltert und ermordet. Mira Valensky ermittelt recht hausbacken gemeinsam mit der selbsternannten Privatdetektivin Vesna, die neuerdings ein Reinigungsunternehmen betreibt, während sich die Wiener Polizei durch Grabenkämpfe und Intrigen weitgehend als handlungsunfähig erweist. Miras Recherchen mißfallen nicht nur ihrem (faden) Anwaltsehemann Oskar, sondern auch einigen Leuten, die in die Machenschaften von Direktinvest verstrickt zu sein scheinen und obendrein der Polizei. Mira ängstigt sich (meist unbegründet) durch die Kapitel und hat ihrem Oskar gegenüber (meist) ein schlechtes Gewissen.
Naja, gar so viel kriegt sie trotz ihrer einigermaßen turbulenten Aktivitäten nicht heraus und vieles bleibt ungeklärt. Ein paar Ausflüge in Umweltthemen und in die Gastronomie sowie ein Moskaubesuch, dessen Einbeziehung der Autorin sichtlich am Herzen lag. Demnach mehr eine etwas schrille Abenteuergeschichte als Beklemmung oder Suspense. Die Dialoge schlicht und etwas banal, sonst stilistisch ausreichend ohne grobe sprachliche Hacker, österreichisches Idiom. Was die Luftgeschäfte anlangt, nicht einmal unrealistisch. Die Charaktere der Hauptpersonen leider eher flach als plastisch. Ein OK-Krimi durchschnittlicher Art und Güte.