Englische Wertarbeit: Russell Hobbs, beheimatet in der Textilstadt Failsworth (Greater Manchester), produziert seit 1952 Küchengeräte. Gleich im Gründungsjahr landeten die Eigentümer Bill Russell und Peter Hobbs einen Erfolg mit dem weltweit ersten automatischen Kaffee-Percolator. Mit elektrischen Wasserkochern machten sie fortan ihr Geschäft. Laut Firmenseite hat die Marke in ihrer Heimat einen Bekanntheitsgrad von 90% - was man vom europäischen Festland nicht behaupten kann. Zu Unrecht, wie der Stabmixer aus der Allure-Reihe zeigt.
Er ist aus gebürstetem Edelstahl, nüchtern designt und hat rein gar nichts mit den lustigbunten, dickbäuchigen "Zauberstäben" gemein, die eher wie Kinderspielzeug aussehen. Auch hat er ein solides Gewicht, liegt gut in der Hand. Der flächig-große Betriebsschalter befindet sich in einer Mulde und liegt so ergonomisch perfekt am Zeigefinger.
Beim ersten Einsatz habe ich einen großen Topf Karottensuppe püriert und war erfreut, wie gut das Gerät durchzieht. Erstaunt war ich, wie wenig Spritzer den Spaß verderben, sodass ich den Topf nicht abdecken musste. Einziges Manko: Der Geschwindigkeitsregler (ein schwarzes Plastikdrehrad) ist dermaßen schüchtern am Korpuskopf eingelassen, dass man ihn als relevantes Bedienungselement kaum wahrnimmt. Die Ziffern, die von Stufe 1 bis 8 reichen, sind recht klein, farblich nicht hervorgehoben und somit schwer lesbar. Notgedrungen orientiert man sich stattdessen am Sound des Motors, wenn man die Drehzahl während des Pürierens verändern will.
Da das Gerät zweiteilig aufgebaut ist (Motorkorpus und Mixerstab), lässt es sich gut reinigen. Der im Lieferumfang enthaltene Messbecher steht auf einem absolut rutschfesten Gummiboden, hat eine Maßeinteilung bis 1000 ml, aber keinen Deckel. Kann man verschmerzen.
Fazit: Professionelles Küchengerät mit zeitlosem Design. Englisches Edelteil.