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Jason Schwartzman spielt die Hauptrolle des Max Fisher, eines 15-Jährigen, der mit einem Stipendium die angesehene Rushmore Academy besucht. Er versagt in sämtlichen Fächern, ist dafür aber der Superstar in den Schulaktivitäten außerhalb des regulären Stundenplans. Ausgestattet mit schier grenzenlosem Selbstvertrauen und Dreistigkeit sowie mit einer Souveränität, die ihm bereits in die Wiege gelegt zu sein scheint, findet Max schließlich zwei höchst ungewöhnliche Seelenverwandte für seine Veränderungen auf Rushmore: den Industriellen und ehemaligen Rushmoreianer Herman Blume (Bill Murray) und die Lehrerin der ersten Klasse, Rosemary Cross (Olivia Williams). Sein Bündnis mit Blume und seine Liebe zu Miss Cross werden jedoch durch seinen Schulverweis von Rushmore und einer knospenden Romanze zwischen den beiden Erwachsenen durchkreuzt, die Max' eigene Pläne fuer die schöne Lehrerin gefährden.
Ohne jemals ins Sentimentale oder gar Schmalzige abzurutschen, haben Anderson und Mitautor Owen Wilson ein teuflisch intelligentes und zutiefst komisches Märchen über das Erwachsenwerden geschaffen, das mit seiner Mischung aus Melancholie und Optimismus immer wieder den richtigen Ton trifft. Schwartzman ist in der Rolle des Max liebenswert und äußerst nervig zugleich. Er ist schlauer als all die Erwachsenen um ihn herum, hat jedoch kein Gespuer fuer seine eigenen Fehler -- er ist ein unaufhaltsames Kraftwerk, der anderen wiederwilligen Respekt abnötigt, trotz seiner absonderlichen Projekte (darunter auch eine Schulaufführung über Vietnam).
Murray in seiner Rolle des Industriemagnaten, der wegen seiner Liebe zu Miss Cross einen entschlossen Kampf gegen Max führt, ist eine Offenbarung von Midlife-Resignation. Angewidert von seiner Familie, seinem Leben und sich selbst, wird er sowohl von Max' Feindseligkeit als auch von seiner Liebe zu Miss Cross verwandelt. Olivia Williams ist gleichermaßen rührend als die Lehrerin, die ihren verstorbenen Mann noch immer von ganzem Herzen liebt. Zu den ausgezeichneten Nebendarstellern gehören unter anderen Seymour Cassel als Max' Vater (seines Zeichens Frisör), Brian Cox als frustrierter Rektor von Rushmore sowie ein urkomischer Mason Gamble als Max' junger Schützling. Dieser Film gehört in Ihre Sammlung moderner Meisterwerke! --Mark Englehart
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Die Karten fürs Kino damals hatte ich gewonnen und bin nichtsahnend mit einer netten Begleitung hingegangen. Es dauerte circa fünf Minuten und ich zog positiv skeptisch eine Augenbraue nach oben. Ich konnte es gar nicht glauben. Jede Einstellung schien einem Gemälde zu gleichen. Nichts wirkte ungewollt, jedes Detail schien interessant, seltsam, verschroben, nahezu grotesk. Die Sache war klar - ich saß also in einem Hammer. Es schien alles zu stimmen. Die Schauspieler waren superb, Bill Murray war zum wegschmeißen und endlich mal wieder eine Sensation - seit circa dem Murmeltier. Die Charaktere übertrumpften sich in ihrer sympathischen Seltsamkeit. Namen, Kleidung, Ausstattung, Musik - alles brachte mich zum Schmunzeln, da es einfach einen Nerv traf. Als dann urplötzlich noch in einer Szene, in der die Auseinandersetzungen zwischen Schwartzman und Murray begannen, ein Stück von THE WHO anfing und die Situation kongenial unterstrich, war die Sache amtlich. Ich hatte einen neuen Lieblingsstreifen.
Schwartzman als Max Fisher ist Traumtänzer und Energiebündel zugleich, der offensichtlich den Schlüssel zum Leben gefunden hat. Blume ist ein von den Realitäten des Lebens gelangweilter End-Vierziger und freundet sich mit dem 15-jährigen an, da er diesen Schlüssel wohl selber gern hätte. Miss Cross ist die Projektionsfläche für die Art von Liebe, die beide gerne hätten.
Beim zweiten Mal schauen ging mir auf, das es in dem Film besonders um die Frage der Liebe geht, die Fisher anscheinend nur für sich beantwortet und niemals daran glaubt, das zu einer realistischen Antwort Zwei gehören. Die Situationen die daraus resultieren sind haarsträubend, peinlich, lustig aber auch schmerzvoll. Fisher erschafft aus sich selbst heraus eine eigene Realität und lebt gut darin, bis er gnadenlos auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird. Er handelt, kämpft, verliert alles, ist am Boden, gibt nicht auf, kriegt auch bildlich aufs Auge, nur um am Ende doch wieder alles zusammen zu fügen. Das Geheimnis dieses Films ist, dies alles immer sympathisch, lustig und nie deprimierend zu zeigen. Wahrscheinlich ist dies der Schlüssel den Fisher gefunden hat. Jede Sekunde des Lebens bis auf den letzten Tropfen auszuwringen.
Das ich beim ersten Schauen mit meiner eigenen Miss Cross im Kino saß, erscheint mir heute als die große Pointe, im Verhältnis zwischen diesem Film und mir. Kann nur zustimmen: ein großartiger moderner Klassiker.
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