Van Beveren schreibt über ein Thema - Sicherheit in der zivilen Luftfahrt -, daß zur Zeit sicherlich wieder sehr aktuell ist (Unfälle der Concorde, Gulf Air). Neben ganz guten Sachdarstellungen, die aber auch einschlägigen Fliegermagazinen zu entnehmen sind, fällt vor allem eines auf: Er beißt sich geradezu fest in dem Grundtenor, daß die Fliegerei zu billig ist, und das daraus u.a. der Zwang zum Sparen - und damit hin zur Unsicherheit - zwangsläufig ist. Das Ganze gipfelt dann in der Foderung nach Mindest-Flugpreisen. Schon ziemlich am Anfang des Buches wird das an einem geradezu absurden Preisvergleich festgemacht: Die Nord-Atlantik-Überquerung in den 50er/frühen 60er Jahren für einen (heutigen) Preis von einigen Tausend DM in der Ersten Klasse im Vergleich zum Super-Duper-Spartarif von 500 DM in der heutigen Zeit. Für meinen Geschmack ein paar Verschwörungstheorien zuviel: (Fast) die ganze Luftverkehrswelt ist böse und hat etwas gegen den weißen Ritter van Beveren. Ich bin froh, daß ich nur eine Taschenbuchausgabe erstanden habe.